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Frankfurt (Main) Ost)
Der Frankfurter Ostbahnhof dient dem Regionalverkehr im Frankfurter Ostend. Im Eisenbahn-Güterverkehr ist er einer der beiden verbliebenen Rangierbahnhöfe der Stadt (der andere: Industriepark Höchst), nachdem der viel größere Hauptgüterbahnhof stillgelegt wurde. Unmittelbar östlich an den Rangierbahnhof schließt sich der Hafenbahnhof des Frankfurter Osthafens an.
Geschichte
Lage des ehemaligen
Hanauer Bahnhof
Bis zur Inbetriebnahme des Ostbahnhofs fuhren die Züge aus Richtung Hanau einen Kopfbahnhof an, der sich zwischen Röderbergweg, Zobelstraße und Hanauer Landstraße südlich des Zoos befand. Er war am 10. September 1848 von der Frankfurt-Hanauer Eisenbahn als Hanauer Bahnhof eröffnet worden und kam über die Hessische Ludwigsbahn zur Preußischen Staatsbahn.
Der heutige Ostbahnhof wurde von der Preußischen Staatsbahn am 10. März 1913 eröffnet. Der Güterverkehr begann jedoch erst am 1. April und der Personenverkehr am 1. Mai desselben Jahres. Das ursprüngliche Bahnhofsgebäude von 1914 mit der riesigen Eingangshalle brannte im Zweiten Weltkrieg aus und war zu 60% zerstört. Als Ersatz diente zunächst ein provisorischer Flachbau, in dem täglich 10.000 Pendler und 16 t Expressgut abgefertigt wurden.
Empfangsgebäude
1961 wurde dann ein nüchterner Zweckbau im Stil der 1960er Jahre errichtet, dessen Gänge und Keller auf dem alten Gebäude basieren. Der Entwurf stammt von Karl Radlbeck, ein Entwurf, der die Tradition der vorangegangenen Jahre im Bahnhofsbau schlicht ignorierte. Statt Gebäude und Haupthalle einladend zum Platz hin zu öffnen, liegt ein strenger, eher abweisender Kubus auf dem Platz, dessen gesamte Wandfläche im Obergeschoss sich nur als fensterlose Mauer zeigt. Lediglich eine Uhr über den Eingangstüren in der Mitte der Fassade und das große Logo der Deutschen Bundesbahn in deren rechter oberer Ecke setzen Akzente. Beides wurde inzwischen entfernt.
Das Gebäude wies im geringfügig zurückgesetzten Erdgeschoss ein umlaufendes Oberlichtband auf, so dass der große Kubus über dem Erdgeschoss zu schweben schien – ein besonders bei nächtlicher Beleuchtung starker Eindruck.
Im Kellergeschoss wurde eine Kegelbahn eingerichtet, der Schnellimbiss erhielt ein Mosaik der Künstlerin Lina von Schauroth und die Eingangshalle Glasfenster mit Tiermotiven: Der Frankfurter Zoo liegt nur wenige Gehminuten entfernt.
Betrieb
Bis Anfang der 1990er Jahre war der Ostbahnhof ein wichtiger Bahnhof für die US-amerikanischen Streitkräfte. Von hier fuhren insbesondere die Militärzüge nach Berlin. Die entsprechenden Züge waren, wenn nicht unterwegs, hier im Gleisvorfeld abgestellt.
Bis 1993 wurde der Ostbahnhof durch die Straßenbahnlinie 11 direkt erschlossen. Diese wurde anschließend wegen der Umgestaltung des Danziger Platzes in die benachbarte Hanauer Landstraße verlegt, ursprünglich in der Absicht, sie nach Abschluss der Bauarbeiten in veränderter Form auf den Bahnhofsvorplatz zurückzuverlegen. Aus Kostengründen und da die derzeitige Haltestelle näher am zukünftigen Sitz der Europäischen Zentralbank auf dem Gelände der ehemaligen Großmarkthalle liegt, beschloss die Stadtverordnetenversammlung 2002, die Straßenbahn dauerhaft am gegenwärtigen Ort zu belassen.
Zustand
Beim Bau des Empfangsgebäudes wurde an der Architektur, heute am Bauunterhalt gespart. Dies hat hinsichtlich Funktionalität und Erscheinungsbild des Bahnhofs verheerende Auswirkungen. Schon seit mehreren Jahren bewahrt nur eine Stahlkonstruktion das Gebäude vor dem Einsturz. Das Empfangsgebäude ist verwahrlost, ebenso der davor gelegene Danziger Platz. Von der ursprünglichen baukünstlerischen Aussage und Ausstattung ist heute nichts mehr zu erkennen. Das Gebäude präsentiert sich als verfallende Ruine. Die wenigen Türen und Fenster sind weitgehend verschalt oder zugemauert. Es handelt sich um eine extrem trostlose Situation.
Heutige Bedeutung
Die Bedeutung des Bahnhofs für den Personenverkehr hat stark abgenommen, die meisten Züge in östliche Richtung benutzen die südmainische Route über Offenbach. Heute verkehren hier Regionalzüge nach Hanau und Regional-Express-Züge nach Würzburg sowie in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof. Im Jahr 2004 wurde der Bahnhof auch von der MainLinie, die Hanau mit dem Rhein-Main-Flughafen und dem Opelwerk in Rüsselsheim verband, angefahren. Seit 1999 ist der Ostbahnhof an das U-Bahn-Netz angeschlossen (Linie U6).
In den kommenden Jahren soll auf der nordmainischen Strecke nach Hanau eine neue S-Bahn-Linie entstehen. Wahrscheinlich wurden Teile einer unterirdischen S-Bahn-Station beim Bau der U-Bahn bereits miterrichtet. Bis es zu einer Entscheidung über den Bau der nordmainischen S-Bahn kommt, wird in die Empfangsanlagen des Bahnhofs voraussichtlich weiter nicht investiert.
Der Rangierbahnhof wurde seit etwa 2003 zum erweiterten Container-Umschlagplatz ausgebaut. Hierzu wurden große Bereiche östlich des Ostbahnhofes bis hin zur weiter östlich gelegen Kaiserlei-Brücke zu Abstellflächen für Container und Transportfahrzeuge, notwendigen Standflächen sowie An- und Abfahrtswege für die Straßenanbindung umgebaut.
| Vorheriger Halt
| Linie
| Nächster Halt
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| Südbahnhof
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| [[Bild:Sinnbild Eisenbahn.svg
| Regional
]] 55 Frankfurt-Hanauer Eisenbahn
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| Mainkur
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| Zoo
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| [[Bild:U-Bahn.svg
| U-Bahn
]] U6 U-Bahnstrecke C
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| Ende
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Literatur
Martin Schack, Neue Bahnhöfe, Die Empfangsgebäude der Deutschen Bundesbahn 1948 – 1973, Vlg. B. Neddermeyer.
Weblinks
Koordinaten: 50° 6' 46" N, 8° 42' 29" O