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Folgentransformation
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Eine Folgentransformation ist in der Mathematik eine Transformation, die dazu verwendet wird, den Grenzwert (auch Limes genannt) einer langsam konvergenten Folge oder Reihe, oder den Antilimes einer divergenten Reihe numerisch zu berechnen.
Für eine gegebene Folge
ist die transformierte Folge
.
Die Elemente s'n der transformierten Folge werden normalerweise als Funktion einer endlichen Anzahl von Elementen der ursprünglichen Folge berechnet. Es gibt also eine Abbildung F der Form
mit einem endlichen k. Im einfachsten Fall sind die sn und die s'n reelle oder komplexe Zahlen. Im Allgemeinen handelt es sich um Elemente eines Vektorraumes oder einer Algebra.
Man sagt, die transformierte Folge konvergiert schneller als die ursprüngliche Folge, falls
wobei s der (Anti-)Limes von S ist. Ist die ursprüngliche Folge langsam konvergent, spricht man in diesem Fall von Konvergenzbeschleunigung.
Ist die Abbildung F linear in jedem Argument, d.h., falls
für Konstanten
gilt, so nennt man die Folgentransformation T eine lineare Folgentransformation, sonst eine nichtlineare Folgentransformation.
Eine Folgentransformation kann man zur Konvergenzbeschleunigung einer konvergenten Reihe oder als Summationsverfahren für ein divergente Reihe einsetzen: Für eine Reihe
betrachtet man dazu einfach die Folge
der Partialsummen
und wendet auf diese eine geeignete Folgentransformation an.
Wichtige Beispiele nichtlinearer Folgentransformationen sind Padé-Approximanten und Levin-artige Folgentransformationen.
Besonders nichtlineare Folgentransformationen ergeben oft hocheffiziente Extrapolationsverfahren.
Literatur
- Extrapolation Methods. Theory and Practice, C. Brezinski und M. Redivo Zaglia, North-Holland, 1991.
- Padé Approximants, G. A. Baker, Jr. und P. Graves-Morris, Cambridge U.P., 1996.
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