Flusspferde
Aus Kefk
| Flusspferde | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Systematik
| ||||||||||
| ||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||
| Hippopotamidae | ||||||||||
| Gray, 1821 | ||||||||||
| Gattungen | ||||||||||
|
Die Flusspferde bilden eine Familie der Paarhufer mit nur zwei Gattungen, denen jeweils nur eine Art zugeordnet ist, das Flusspferd und das Zwergflusspferd. Die Flusspferde sind heute auf Afrika beschränkt.
Fossil ist die Familie der Flusspferde seit dem Miozän belegt. Sie war bis ins Pleistozän über Europa, Asien und Afrika verbreitet. Neue genetische Untersuchungen legen nahe, dass die Flusspferde die nächsten Verwandten der Wale sind.
Zu den ausgestorbenen Flusspferden gehören:
- Riesenflusspferd (Hippopotamus major), ein Mitglied der eiszeitlichen Megafauna, das von den frühen Neandertalern vielleicht gejagt wurde.
- Europäisches Flusspferd (Hippopotamus antiquus), Pleistozän Europas
- Asiatisches Flusspferd (Hippopotamus palaeindicus), Pleistozän Indiens
- Inselflusspferde: Diese kleinen Flusspferde waren sehr viel enger mit dem eigentlichen Flusspferd als mit dem Zwergflusspferd verwandt. Sie lebten während des Pleistozäns auf Mittelmeerinseln:
- Zyprisches Zwergflusspferd (Hippopotamus minutus) oder Phanourios minutis
- Kretisches Zwergflusspferd (Hippopotamus creutzburgi)
- Maltesisches Zwergflusspferd (Hippopotamus melitensis)
- Sizilianisches Zwergflusspferd (Hippopotamus pentlandi)
- Madagassische Flusspferde:
- Hippopotamus madagascariensis eine wahrscheinlich terrestrisch lebende Art
- Hippopotamus lemerlei erreichte etwa 2/3 der Größe des rezenten Nilpferdes
- Hippopotamus laloumena die größte Art der madagassischen Flusspferde
Da sich Madagaskar schon vor der Entstehung der Paarhufer vom Festland abspaltete, konnten die Vorfahren dieser Flusspferde nur schwimmend auf die Insel gelangt sein. Ausgestorben sind die madagassischen Flusspferde erst im 14. oder 15. Jahrhundert; als Ursache wird Bejagung durch Menschen angenommen, was sich auch auf Funde von Flußpferdknochen mit Spuren menschlicher Werkzeuge stützt. Möglicherweise verbirgt sich hinter dem Kilopilopitsofy der madagassischen Folklore eine dieser ausgestorbenen Flusspferdarten.
Literatur
- Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World. Johns Hopkins University Press, 1999 ISBN 0801857899
Weblinks
| <imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden | Commons: Flusspferde – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
