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Fixpunktiteration

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Die Fixpunktiteration ist ein in der Mathematik gebräuchliches iteratives Verfahren zur näherungsweisen Bestimmung der Nullstellen einer Funktion f auf einem bestimmten Intervall [a,b].

Inhaltsverzeichnis

Allgemein

Jedes Fixpunktverfahren hat die Form

x_{k+1} = \varphi(x_k), k = 0, 1, ...

Mit jeder weiteren Iteration nähert sich xk+1 der exakten Lösung x* an. Das Ziel ist, die Iterationsvorschrift \varphi so zu konstruieren, dass sie genau einen Fixpunkt x* besitzt, dass also schließlich gilt:

x^* = \varphi(x^*).

Die Konvergenz von Fixpunktiterationen wird mittels des banachschen Fixpunktsatzes untersucht.

Lineare Fixpunktverfahren

Konstruktionsidee

Eine wichtige Art der Fixpunktiteration sind die Splitting-Verfahren. Für Fixpunkt-Probleme der Art Ax = b, wobei A eine nicht-singuläre quadratische Matrix und b ein Vektor ist, zerlegt man die Matrix A mit Hilfe einer nicht-singulären n×n-Matrix B in

A = B + (AB)

und erhält so eine Fixpunktgleichung.

Damit folgt

Ax = b
(B + (AB))x = b
Bx + (AB)x = b
\Rightarrow x = B^{-1}b - B^{-1}(A-B)x = (E - B^{-1}A)x + B^{-1}b; E ist die Einheitsmatrix.

Jetzt ist das lineare Gleichungssystem Ax = b äquivalent zu der Fixpunktaufgabe

x = (E - B^{-1}A)x + B^{-1}b = \varphi(x).

Man erhält für den vorgegebenen Startvektor x0 folgendes Iterationsverfahren

xk + 1 = (EB − 1A)xk + B − 1b, k = 0, 1, ...

und die zugehörige Iterationsmatrix lautet: E - B-1A.

Konvergenz

Aus dem banachschen Fixpunktsatz und weiteren Überlegungen folgt dann, dass diese Fixpunktverfahren genau dann für jeden Startvektor x0 konvergieren, falls der Spektralradius der Iterationsmatrix

ρ(EB − 1A) = maxi | λi(EB − 1A) | < 1.

ρ(EB − 1A) sollte möglichst klein sein, da dadurch die Konvergenzgeschwindigkeit bestimmt wird.

Spezielle Verfahren

Auf obiger Konstruktionsidee basieren folgende bekannte Verfahren:

Bemerkungen

Iterationsverfahren der Form xk + 1 = Mxk + v, k = 0, 1, ... sind

  • linear, d.h. xk+1 hängt linear nur von xk ab,
  • stationär, d.h. M und v sind unabhängig von der Schrittnummer der Iteration,
  • einstufig, d.h. nur der letzte und nicht noch weitere Näherungsvektoren werden verwendet.

Nichtlineare Gleichungen

Das Newton-Verfahren kann als Fixpunktiteration betrachtet werden. Allgemein wird die Konvergenz mit Hilfe des banachschen Fixpunktsatzes sichergestellt, die betrachtete Funktion muss also insbesondere im betrachteten Gebiet eine Kontraktion sein.

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