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Mozilla Firefox
Aus Kefk.
| Mozilla Firefox | |
|---|---|
| Bild:Firefox 2 de.png Mozilla Firefox 2.0 unter Debian | |
| Basisdaten | |
| Entwickler: | Mozilla Foundation |
| Aktuelle Version: | 2.0.0.3 (21. März 2007) |
| Betriebssystem: | Linux, Mac OS X, Windows, u. a. |
| Kategorie: | Webbrowser |
| Lizenz: | MPL/GPL/LGPL Dreifachlizenz |
| Deutschsprachig: | ja |
| Website: | Mozilla-Europe |
Mozilla Firefox [moʊˈzɪlə ˈfaɪɹfɑks] ist ein aus dem Mozilla-Projekt hervorgegangener freier Webbrowser.
Inhaltsverzeichnis |
Intention und Geschichte
Im Jahr 2002 entschieden sich die Entwickler der Mozilla Application Suite zu einer Kehrtwende ihrer Strategie. Dies lag unter anderem an der Entscheidung von Apple, den eigenen Webbrowser Safari auf der KHTML-Engine und nicht auf der Gecko-Engine (die von Mozilla entwickelt wurde) aufzubauen.
Während die Mozilla-Entwickler zuvor darauf bedacht gewesen waren, möglichst alle wichtigen Internetfunktionen wie Webbrowser, E-Mail-Programm, Adressbuch und HTML-Editor in einem Programmpaket (Mozilla Application Suite) zusammenzufassen, strebten sie nun die Veröffentlichung einzelner, voneinander unabhängiger Komponenten an. Diese sollten sich durch einen schnelleren Start und geringere Speicher- und Rechenzeitauslastung auszeichnen. Gleichzeitig sollte die Entwicklung der einzelnen Komponenten ausgebaut und vorangetrieben werden.
Die Webbrowser-Funktion übernahm Mozilla Firefox. Die E-Mail-Funktion wurde unter dem Namen Mozilla Thunderbird ausgelagert, der Kalender wird unter dem Namen Mozilla Sunbird und der HTML-Editor unter dem Namen Nvu weiterentwickelt. Die offizielle Mozilla Application Suite 1.7 wurde lediglich mit Sicherheitsaktualisierungen versorgt. Allerdings arbeitet seit Mitte 2005 ein Community-Projekt an der Weiterentwicklung der Application Suite unter dem Namen SeaMonkey.
Das Fernziel ist, die Funktionen, die alle Komponenten benötigen, zu vereinen, so dass die Installationspakete des Browsers, des E-Mail-Programms und der anderer Anwendungen jeweils sehr klein sind und die verschiedenen Komponenten sich die gemeinsamen Funktionen im Arbeitsspeicher teilen. Dies wurde bisher noch nicht erreicht, da Firefox, Thunderbird, Sunbird und Nvu derzeit im Gegensatz zum Mozilla-Programmpaket nicht fähig sind, gleichzeitig auf ein gemeinsames Gecko-Modul zuzugreifen. Dadurch beanspruchen die vier Einzelanwendungen momentan deutlich mehr Festplattenplatz und Arbeitsspeicher als das Mozilla-Programmpaket. Die Umsetzung ist erst für die auf XULRunner basierende Version 3.0 geplant.
Funktionen und Besonderheiten
Ebenso wie Mozilla verwendet Firefox die so genannte Gecko Rendering Engine, ein programmübergreifendes Modul zur Darstellung von HTML-Seiten und die XML-basierte Beschreibungssprache XUL zur Gestaltung der grafischen Benutzeroberfläche.
Firefox bietet die Möglichkeit, ihn durch Motive (engl. themes) optisch an den Geschmack des Anwenders anzupassen sowie ihn mit Erweiterungen (engl. extensions) um zahlreiche Funktionen aufzuwerten (zum Beispiel Mausgesten, GMail-Unterstützung, Werbeblocker, Phishing-Abwehr, Bloggen, Webentwickler-Werkzeuge, Caret Browsing und vieles mehr).
Seit der Version 0.9 enthält Firefox ein neues Standardmotiv (engl. theme) namens „Winstripe“, das „Qute“ als Standardmotiv ersetzt, um so allen Versionen von Firefox ein einheitliches, allenfalls an die Gegebenheiten der jeweiligen Plattform angepasstes Erscheinungsbild zu verleihen. „Winstripe“ basiert auf dem seit Version 0.8 unter Mac OS X eingesetztem „Pinstripe“-Motiv, das von Kevin Gerich und Stephen Horlander im Hinblick auf Apples Vorgaben zur Benutzerschnittstelle Apple Human Interface Guidelines entwickelt wurde.
Firefox unterstützt auch Tabbed Browsing, worunter man die Darstellung von mehreren, jeweils mit Registerreitern (engl. tabs) versehenen Webseiten innerhalb eines einzelnen Anwendungsfensters, versteht.
Des Weiteren wird RSS in Form von dynamischen Lesezeichen unterstützt. Diese Lesezeichen aktualisieren sich beim Start des Browsers und verkörpern eine sich selbst aktualisierende Linkliste, die in einzelnen Ordnern organisiert wird. So sieht der Anwender immer auf einen Blick aktuelle Einträge einer Nachrichtenseite oder eines Weblogs. Eine Anzeige der RSS-Daten in Form einer lesbaren Webseite ist ohne extra angegebene Stylesheetangaben allerdings ohne zusätzliches Plugin noch nicht möglich.
Firefox gibt es in mehreren Sprachen, darunter auch Deutsch.
Unterstützte Plattformen
Wegen der aktiven Entwicklergemeinde und seiner Beliebtheit bei den Anwendern wird Firefox als Browser für besonders viele Plattformen angeboten. Firefox steht für die Betriebssysteme Microsoft Windows (ab Windows 98), Linux und Mac OS X zur Verfügung. Herstellerangaben für minimale Systemvoraussetzungen der Versionen 1.0, 1.5 und 2.0 für Windows/Linux: Pentium 233 MHz, 64 MB RAM. Für Mac: G3 mit V. 1.0: 64 MB, V. 1.5/2.0: 128 MB RAM.
Außer der oben genannten offiziell von Mozilla unterstützten Versionen gibt es Portierungen für Solaris (sowohl für x86- als auch Sun-SPARC-Prozessoren), OS/2 und AIX von IBM, FreeBSD, PC-BSD, SkyOS, BeOS und ZETA sowie RISC OS. Eine Portierung auf weitere Plattformen ist durch die Quelloffenheit möglich. Mittlerweile ist auch ein Portable Firefox für Windows erhältlich.
Zusätzlich zu den von der Mozilla Foundation herausgegebenen Firefox-Versionen gibt es für verschiedene Prozessortypen optimierte Fassungen (z. B. AMD Athlon XP oder Intel Pentium 4), die von Anwendern bereitgestellt werden. Die Beliebtheit dieser speziellen Fassungen erklärt sich aus dem von vielen als schneller empfundenen Programmstart und Seitenaufbau. Ein Nachteil der optimierten Fassungen ist der höhere Aufwand beim Aktualisieren auf neuere Versionen, die zudem oft mit erheblicher Verzögerung veröffentlicht werden. Im Gegensatz zu den offiziellen Versionen werden die meisten optimierten Versionen nicht als installierbare Pakete, sondern nur als gepackte Archive veröffentlicht.
Versionen und Versionsgeschichte
Die Version 2.0 von Firefox ist am 24. Oktober 2006 gleichzeitig in mehreren Sprachen erschienen. Nach Version 1.0 und Version 1.5 ist dies bereits die dritte Hauptversion des Firefox-Browsers.
Die Unterstützung und Weiterentwicklung von Versionszweig 1.5 endet im April 2007. Sechs Monate nach dem geplanten Release von Firefox 3 soll auch die weitere Pflege des Versionszweiges 2.0 enden.[1]
Aufbau der Versionsnummern
Bis einschließlich zur Version 1.0.x definierte die Mozilla Foundation Versionsnummern von Mozilla-Produkten sowie Erweiterungen nach dem folgenden Schema, wobei die erste Ziffer die Hauptversionsnummer angibt, die zweite die Nebenversionsnummer und die dritte die Nummer der Fehlerkorrektur.
- Hauptversionsnummer.Nebenversionsnummer.Korrekturnummer
Die Weiterentwicklung des Projektes zeigen die ersten beiden Ziffern, die dritte wird aber noch für kleinere Sicherheitsaktualisierungen verwendet.
Ab Version 1.5. wurde dieser Aufbau für Firefox und Thunderbird geändert und eine zweite Korrekturnummer hinzugefügt, so das die Versionsnummern nun dem folgenden Schema folgen:
- Hauptversionsnummer.Nebenversionsnummer.Korrekturnummer A.Korrekturnummer B
Dabei wird für Updates, welche nicht in das Add-On-System eingreifen die Korrekturnummer B geändert. Sollte ein Eingreifen in das Add-On-System nötig sein (welches erforderlich machen würde, das die Ersteller vieler Add-Ons aus Kompatibilitätsgründen eine neue Version herausgeben müssten), würde die Korrekturnummer A geändert.[2] Bisher ist dies jedoch noch nicht vorgekommen.
Namensänderungen
Ursprünglich wurde Mozilla Firefox unter dem Namen Phoenix entwickelt, allerdings musste dieser Name aufgrund einer Klage des amerikanischen BIOS-Herstellers Phoenix Technologies geändert werden. Zunächst wurde er in Mozilla Firebird und am 9. Februar 2004 mit dem Erscheinen der Version 0.8 in Mozilla Firefox umbenannt. Die letzte Umbenennung erfolgte aufgrund der Namensgleichheit mit einem anderen Open-Source-Projekt, der Datenbank Firebird.
Firefox ist die englische Übersetzung der chinesischen Bezeichnung hǔo hú 火狐 („Feuerfuchs“). Damit bezeichnet man im Allgemeinen den Rotfuchs, aber auch den (rotbraunen) Kleinen Panda. Zunächst wurde der Name gewählt, ohne sich auf eine der beiden Tierarten festzulegen. Der Kleine Panda hatte jedoch in den Augen von Designer Jon Hicks keinen besonderen optischen Reiz, daher ließ er sich beim Design des Logos von einer japanischen, mit „Firefox“ untertitelten Rotfuchszeichnung inspirieren.[3]
Nach einem Streit mit Debian, einer Linux-Distribution, über die Nutzungsbedingungen für die Marken von Mozilla bekommt Firefox dort in zukünftigen Version den Namen Iceweasel. Andere Mozillaprodukte erhielten ebenfalls neue Namen, die alle mit Ice beginnen.
Herkunft der Codenamen
Royal Oak, One Tree Hill und Greenlane sind Vororte von Auckland, Neuseeland. Diese Codenamen wurden von Ben Goodger, der in Neuseeland aufwuchs, benannt. Die anderen ursprünglich in der Roadmap [4] angegebenen Codenamen bis zur Version 1.0 stammen aus einer Straßenkarte von einer Reise nach Phoenix in Arizona.
Deer Park ist ein kleiner Ort in Suffolk County (New York). Ben Goodger wurde durch einen Wegweiser an der Long Island Rail Road auf diesen Namen aufmerksam. Bon Echo ist ein Naturpark in Ontario, Kanada. Der Name soll auf das „gute Echo“ anspielen, das Firefox in der Version 1 bisher erfahren hat.
Versionsgeschichte
| Legende: | alte Version | aktuelle Versionen | aktuelle Vorabversion/ aktuelle Version eines weitergepflegten Zweigs | künftige Version |
|---|
| Browser- Name | Gecko- Version | Version | Codename | Veröffentlichung | Wichtigste Änderungen |
|---|---|---|---|---|---|
| Phoenix | 1.2 | 0.1 | Pescadero | 23. September 2002 | Erste Version. Anpassbare Symbolleisten und Schnellsuche, gleichzeitige Darstellung mehrerer Internet-Dokumente innerhalb eines Anwendungsfensters (Tabbed Browsing) |
| 0.2 | Santa Cruz | 1. Oktober 2002 | Seitenleiste, grundlegende Erweiterungsfunktionen | ||
| 0.3 | Lucia | 14. Oktober 2002 | Blockieren von Bildern und Werbefenstern (Pop-up) durch weiße Listen | ||
| 1.3 | 0.4 | Oceano | 19. Oktober 2002 | Visuelle Motive, Verbesserungen beim Werbeblocker und den anpassbaren Symbolleisten. | |
| 0.5 | Naples | 7. Dezember 2002 | Mehrere Startseiten definierbar; Verbesserungen bei Seitenleiste und Zugänglichkeit; Liste der zuletzt besuchten Seiten. | ||
| Firebird | 1.5 | 0.6 | Glendale | 17. Mai 2003 | Neues Standardmotiv (theme) namens „Qute“, Verbesserungen bei Lesezeichen und Datenschutz. Sanfter Bildlauf und automatische Größenanpassungen bei Bildern. Hotfix 0.6.1 am 28. Juli. |
| 0.7 | Indio | 15. Oktober 2003 | Automatischer Bildlauf, Passwort-Manager, verbesserter Einstelldialog. Hotfix 0.7.1 („Three Kings“) für Mac OS X am 26. Oktober. | ||
| Firefox | 1.6 | 0.8 | Royal Oak | 9. Februar 2004 | Windows-Installationsprogramm, Betrieb ohne Netzverbindung, Verbesserungen bei Lesezeichen und bei der Funktion zum Download von Dateien aus dem Internet. |
| 1.7 | 0.9 | One Tree Hill | 15. Juni 2004 | Neues Standardmotiv (theme) namens „Winstripe“, zentrale Migration durch Wizard, neuer Erweiterungen- und Motiv-Manager, geringere Größe des Installationspaketes, neues Hilfesystem, Linux-Installationsprogramm. Mail-Icon (nur Windows). | |
| 0.10 (1.0 PR) | Greenlane | 14. September 2004 | Vorschauversion für 1.0. Es folgten noch 1.0 RC1 („Mission Bay“) am 28. Oktober und 1.0 RC2 („Whangamata“) am 4. November. | ||
| 1.0 | Phoenix | 9. November 2004 | Offizielle Version 1.0; offizielle Lokalisierungen. Neuerungen: RSS-Nachrichten, Suchleiste, Funktion zum Suchen nach Plugins. | ||
| 1.0.8 | 13. April 2006 | Sicherheits- und Stabilitätsaktualisierung; letzte Version des Zweiges 1.0; voraus gingen die Aktualisierungen 1.0.1 bis 1.0.7 | |||
| Deer Park | 1.8 | 1.1a1 | Alpha 1 „Strippenkaart“ | 31. Mai 2005 | Entwicklervorschauversion der späteren Version 1.5, Alpha 2 erschien am 13. Juli. |
| Firefox | 1.4 | 1.5 Beta 1 | 8. September 2005 | Öffentliche Vorschauversion von Firefox 1.5; Beta 2 bzw. Version 1.4.1 folgte am 6. Oktober. | |
| 1.5 RC1 | 1. November 2005 | Erster Freigabekandidat. RC2 folgte am 11. November, RC3 am 17. November. | |||
| 1.5 | „Deer Park“ | 29. November 2005 | Offizielle Version 1.5. Neuerungen: Unterstützung für SVG und Canvas, Verbesserungen in JavaScript 1.5 und CSS 2/3, neue Funktionen „Private Daten löschen“ und „Fehlerhafte Website melden“, schnellere Vor- und Zurück-Navigation, Tabs per Drag & Drop verschiebbar, verbesserter Pop-up-Blocker, Fehlerseiten statt Fehlerdialoge, Neues Updatesystem, Anpassungen des Standardmotiv „Winstripe“ an Windows XP-Benutzeroberfläche „Luna“. Identisch mit Freigabekandidat 1.5 RC3. | ||
| 1.5.0.11 | 21. März 2007 | Aktuelle Version des veralteten Zweiges 1.5; voraus gingen die Aktualisierungen 1.5.0.1 bis 1.5.0.10; Sicherheits- und Stabilitätsaktualisierung beim Versionszweig 1.5; | |||
| Bon Echo | 1.8.1 | 2.0a1 | Alpha 1 | 22. März 2006 | Entwicklervorschauversion von Firefox 2: Vorschau mit unfertigen Neuerungen. Alpha 2 erschien am 12. Mai, Alpha 3 am 26. Mai. |
| Firefox 2 | 2.0b1 | Beta 1 | 12. Juli 2006 | Öffentliche Test- und Vorschauversion von Firefox 2. Beta 2 folgte am 31. August. | |
| 2.0 RC1 | 26. September 2006 | Erster Freigabekandidat; RC2 folgte am 6. Oktober, RC3 am 17. Oktober | |||
| 2.0 | „Bon Echo“ | 24. Oktober 2006 | Offizielle Version 2.0; offizielle Lokalisierungen. Neuerungen: integrierter Anti-Phishing-Filter, Rechtschreibprüfung, Restore-Session-Funktionalität, automatische Suchvorschläge, überarbeitete Updatefunktion und Feedreader-Integration. Identisch mit Freigabekandidat 2.0 RC3. | ||
| 2.0.0.1 | 19. Dezember 2006 | Sicherheits- und Stabilitätsaktualisierung, sowie offizielle Windows Vista Unterstützung. Die deutsche Downloadversion für Windows und Linux wurde am 3. Januar 2007 wegen eines Bugs zurückgerufen, die Updateversion, die Mac OS X Version und anderssprachige Versionen sind nicht betroffen.[5] | |||
| 2.0.0.2 | 23. Februar 2007 | vollständige Windows Vista-Unterstützung, sowie Sicherheits- und Stabilitätsaktualisierung beim Versionszweig 2.0 | |||
| 2.0.0.3 | 21. März 2007 | Aktuelle Version; Sicherheitsaktualisierung und verbesserte Websitekompatibilität beim Versionszweig 2.0 | |||
| Gran Paradiso | 1.9 | 3.0a3 | Alpha 3 | 23. März 2007 | Entwicklervorschauversion von Firefox 3; Vorschau mit unfertigen Neuerungen. Acid2-Test bestanden. Alpha 1 erschien am 7. Dezember 2006, Alpha 2 am 7. Februar 2007 |
| Die nächsten zu erwartenden Veröffentlichungen / Daten | |||||
| Firefox | 1.8 | 1.5.0.12 | Mai 2007 | Sicherheits- und Stabilitätsaktualisierung | |
| Firefox 2 | 1.8.1 | 2.0.0.4 | Mai 2007 | Sicherheits- und Stabilitätsaktualisierung | |
| Firefox 3 | 1.9 | 3.0 | „Gran Paradiso“ | November 2007 [6] | „Die nächste große Sache“ |
| Firefox 4 | 2.0[7] | 4.0 | noch nicht bekannt | ||
Firefox, Portable Edition
Die offizielle Ausgabe von Mozilla Firefox muss im Normalfall auf dem System installiert werden, wo sie eingesetzt werden soll. Die Installation erschwert allerdings den rechnerübergreifenden Einsatz mit einem USB-Stick oder einem anderem mobilen Datenträger, die es bspw. ermöglichen, Firefox problemlos mit dem gleichen Profil, d.h. den gleichen Lesezeichen, History, Formulareingaben, Passwörtern, Einstellungen etc. an Büro- und Heimcomputer einzusetzen. Aus diesem Grund wird von John T. Haller eine Ausgabe von Firefox angeboten – Firefox, Portable Edition [8][9] –, die so weit angepasst wurde, dass sie direkt auf einen tragbaren Datenträger entpackt werden kann und auf diesem nutzbar ist (siehe auch Stickware). Dabei verbleiben die sensiblen Daten auf dem tragbaren Datenträger und müssen nicht auf der lokalen Festplatte des genutzten Rechners zurückbleiben. Der Benutzer muss jedoch ein Sprachpaket (Language Pack) installieren, wenn er die Benutzeroberfläche in deutscher Sprache nutzen möchte.[8] Carsten Knobloch bietet seinerseits eine eigene portable Version in deutscher Sprache an, bei der die Installation des Sprachpakets entfällt.[10]
Kritik
Die deutsche Version von Firefox 1.0 stand in der Kritik [11], da das eBay-Such-Plugin Anfragen über eine Drittseite weiterleitete. Dies geschah ohne Wissen der Benutzer. Da diese Drittseite jedoch von eBay Deutschland vorgegeben wurde, wird eher ein unglückliches Missverständnis zwischen eBay und Mozilla Europe [12] als eine böse Absicht angenommen. Am 22. November 2004 räumte die Mozilla-Stiftung den Fehler ein und stellte eine aktualisierte Version zur Verfügung.
Oft wird Firefox kritisiert, weil er außerordentlich viel Systemressourcen und Rechenleistung beansprucht – er kann in Extremfällen bis zu zehnmal mehr RAM als vergleichbare Browser wie Opera oder Internet Explorer belegen. Laut den Entwicklern ist dieses Verhalten zum Teil aber gewollt, da Firefox zur schnelleren Browsernavigation mehr geöffnete Seiten zwischenspeichert, je mehr Speicher dem System zur Verfügung steht [13]. Ein Grund für den unwirtschaftlichen Umgang mit Speicher ist die von Mozilla eigens entwickelte XUL-Oberfläche (eine auf XML basierende Beschreibungssprache für grafische Benutzeroberflächen), die anstelle einer kompakteren, schnelleren und konsistenteren betriebssystemspezifischen Oberfläche benutzt wird. Aus diesem Grund wurde für Mac OS ein eigener Abkömmling, Mozilla Camino, geschaffen, welcher die native Oberfläche von Mac OS benutzt, eine ähnliche Alternative für Windows wurde nie geplant. Als Alternative für Windows-Benutzer bietet sich das auf der Gecko-Engine basierende K-Meleon an. Ein anderer Lösungsansatz besteht darin, Firefox so zu konfigurieren, dass das Programm weniger RAM benötigt [14] bzw. dass man versucht, die Surfgeschwindigkeit zu optimieren [15].
Verbreitung
Die Verbreitung des Mozilla Firefox beträgt in Deutschland laut einer am 22. Januar 2007 veröffentlichten Untersuchung von OneStat.com [16] rund 26 % und liegt damit mehr als 40 Prozentpunkte hinter dem Marktführer Microsoft Internet Explorer. Damit weist Deutschland eine der größten Verbreitungen des Firefox auf, die im weltweitem Mittel bei rund 12 % liegt.
Laut einer Untersuchung des französischen Unternehmens XiTi Monitor [17] verwendeten zwischen dem 20. und 26. November 2006 schätzungsweise 33 % (+2,1 % im Vergleich zur vorhergehenden Studie vom 28. August bis 3. September 2006) der deutschen, 25,1 % der österreichischen (+1,6 %), 19,7 % der schweizerischen (+1,7 %) und 23,2 der europäischen Surfer (+1,3 %) Mozilla Firefox auf den von XiTi überwachten kommerziellen Webangeboten. Laut XiTi Monitor sind Slowenien mit 40,5 % und Finnland mit 39,3 % der Surfer die Länder mit dem größten Anteil an Firefox-Nutzern in Europa.
Beim Counter-Anbieter Webhits kommt der Firefox in Deutschland auf 20,0 % (April 2007).[18]
Bei WebSideStory kommt der Firefox in Deutschland auf 26,8 % (Juli 2006).[19]
Bei Heise online, einer Website, die mehrheitlich von IT-Interessierten aufgesucht wird, kommt Firefox auf eine Verbreitung von 54,8 % (Januar 2007).[20][21]
Das Firefox-Projekt rief anlässlich der Herausgabe der Vorschauversion von Firefox 1.0 im September 2004 zum Massen-Download auf. Es war geplant, die magische Grenze von einer Million Downloads in zehn Tagen zu brechen. Nach nur vier Tagen war die Marke von einer Million erreicht. Mit der Veröffentlichung der endgültigen Version 1.0 wurde diese Marke bereits am ersten Tag durchbrochen. Am 15. Februar 2005, 99 Tage nach der Veröffentlichung von Firefox 1.0 wurde die 25-Millionen-Marke durchbrochen und am 29. April 2005 die 50-Millionen-Marke. Ein knappes halbes Jahr später, am 19. Oktober 2005 sind daraus 100 Millionen Downloads geworden. Nach anfänglichem exponentiellem Wachstum hat sich ein lineares Wachstum von etwa 25 Millionen Downloads pro Halbjahr eingependelt. Die momentane Downloadzahl liegt bei 334,8 Mio. Downloads (Stand: 21. April 2007).[22] Die aktuelle Version 2.0 wurde laut eigenen Angaben bereits innerhalb von 24 Stunden nach der Freigabe von über zwei Millionen Menschen heruntergeladen.[23]
Zum Vergleich: Die Version 9 des Opera-Browsers wurde in zwei Monaten 10 Millionen Mal heruntergeladen[24], die Version 7 des Internet Explorers drei Millionen Mal innerhalb von vier Tagen (vor der Freigabe als automatisches Update).[25]
Spendenfinanzierte Werbeaktionen
Zur offiziellen Freigabe der Version 1.0 schaltete die US-Initiative Spread Firefox [22] am 16. Dezember 2004 eine doppelseitige Anzeige in der New York Times, die über Spenden finanziert wurde. Mehr als 10.000 Personen oder Familien spendeten in zehn Tagen jeweils zwischen 10 $ und 45 $, insgesamt 250.000 $, wofür sie namentlich in der Anzeige genannt wurden.
Auch in Deutschland wurde durch die Aktion „Firefox kommt“ [26] eine Werbeaktion in der Frankfurter Allgemeine Zeitung durch Spenden finanziert. Ihr ging eine Abstimmung durch die Spender zwischen Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung und Die Welt voraus. Die Anzeige erschien am 2. Dezember 2004 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auf Seite 21.
Kurioses
Da der Browser Opera, mit dem Firefox oft verglichen wurde, lange Zeit Werbung einblendete (Adware), entwickelte Jesse Ruderman eine Firefox-Erweiterung namens adbar [27], die in ähnlicher Weise kontextsensitive Google-Werbung im Browser darstellt.
Als Anfang 2003 klar wurde, dass der Browser Phoenix umbenannt werden musste, nutzte man am 1. April gleich die Gelegenheit für einen Aprilscherz und verkündete offiziell auf allen bis dahin bekannten Mozilla-/Phoenix-Webseiten, dass der Browser in „Phallus“ umbenannt werden würde.
Als Scherz auf die mehrfachen Namensänderungen entstand die Erweiterung Firesomething [28], die bei jedem Start von Firefox dem Programm einen anderen Namen (jeweils zusammengesetzt aus einer Naturkraft und einem Tiernamen) verpasst.
Siehe auch
- Liste von Webbrowsern
- Blake Ross
- Browserkrieg
- Flock – Ein Fork von Firefox
Literatur
- René Meyer: Firefox – Tipps, Tricks, Hacks. Markt & Technik Verlag, München 2005, ISBN 3-8272-6914-8
- Lars Schulten: Firefox – Alles zum Kult-Browser. O’Reilly, 2005 ISBN 3-89721-510-1
- Abdulkadir Topal, Steffen Haubner: Firefox 1.5 Hacks und Secrets, 2006, ISBN 3-81582-760-4
Weblinks
| <imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden | Commons: Mozilla Firefox – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
- Offizielle deutsche Mozilla-Firefox-Website
- Website der deutschen Übersetzung, mit Forum und Wiki
- Mit Firefox per Du – Tipps und Tricks für Firefox-Neulinge
- Secunia.com – Sicherheitslückenbericht zu Mozilla Firefox 1
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Mozilla_Firefox, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
- Secunia.com – Sicherheitslückenbericht zu Mozilla Firefox 2
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Mozilla_Firefox, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
- Firefox-Erweiterungen
Quellen
- ↑ Mozilla Corporation: Offizielle Release-Roadmap, Version 0.3, 8. November 2006, englisch
- ↑ Mozilla Developer Center: What's next?, 16. Dezember 2005, englisch
- ↑ Hicksdesign: branding firefox, 2. September 2004, englisch
- ↑ Mozilla Foundation: Firefox 1.0 Roadmap, (aktuelle Version), 7. Oktober 2004, englisch
- ↑ Heise Newsticker: Profil-Probleme bei der deutschsprachigen Version von Firefox 2.0.0.1, 3. Januar 2007
- ↑ Mozilla Corporation: Offizielle Release-Roadmap, englisch
- ↑ Brendan Eich: Mozilla 2 / Firefox 4, 13. Oktober 2006, englisch
- . a b John T. Haller: Mozilla Firefox, Portable Edition, auf PortableApps.com, Version 2.0.0.2, 2. März 2007, englisch
- ↑ Firefox Wiki: Portable Firefox, Artikel mit weiterführenden Informationen zu Firefox Portable, verlinkt am 2. März 2007
- ↑ Carsten Knobloch: Portable Firefox 2.0.0.3 (Deutsch), Blogbeitrag mit Downloadmöglichkeit, 24. März 2007
- ↑ Heise Newsticker: Firefox: eBay-Suche mit Umleitung, 16. November 2004
- ↑ Mozilla Europe: Update von Mozilla Firefox 1.0 de-DE für ebay Suchmaschine, 21. November 2004
- ↑ Ben Goodger: About the Firefox „memory leak“, Firefox-Entwickler über den zum Teil sehr hohen Speicherbedarf des Browsers, englisch
- ↑ FAQ: „Speicherbedarf reduzieren“ im Firefox-Wiki
- ↑ FAQ: „Geschwindigkeit optimieren“ im Firefox-Wiki
- ↑ OneStat.com: Microsoft Internet Explorer 7 Marketshare, Untersuchung der Martanteile von Webbrowsern im Januar 2007, englisch
- ↑ XiTi Monitor: Firefox crosses the 23% frontier in Europe, Studie zur Verbreitung von Firefox zwischen dem 20. und 26. November 2006, englisch
- ↑ Webhits: WebHits Web-Barometer, abgerufen am 21. April 2007
- ↑ WebSideStory: Germany Records Highest Firefox Usage Rate Among Major European Countries, 19. Juli 2006, englisch
- ↑ Heise Newsticker: Studie: Internet Explorer vergrößert in Deutschland Abstand zu Firefox, 24. Januar 2007
- ↑ heise.de: Grafik: Browseranteile auf heise.de 2004 -2007
- . a b US-Initiative Spread Firefox, englisch
- ↑ spreadfirefox.com: Over 2 Million People Using Firefox 2 in the First 24 Hours, 27. Oktober 2006, englisch
- ↑ Daniel Goldman: Same Opera Statistics, 21. August 2006, englisch
- ↑ ZDNet.com: Up next: IE 8.0, 25. Oktober 2006, englisch
- ↑ Werbeaktion Firefox kommt
- ↑ Firefox-Erweiterung adbar, englisch
- ↑ Firefox-Erweiterung Firesomething, englisch
Bugzilla | Camino | ChatZilla | Firefox | Minimo | Mozilla | SeaMonkey | Sunbird | Thunderbird | XULRunner
| Dieser Artikel wurde in die Liste der Lesenswerten Artikel aufgenommen. |
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