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Finanzanlage
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Finanzanlagen sind monetäre Vermögensgegenstände im Eigentum eines Unternehmens. Sie werden in der Unternehmensbilanz auf der Aktivseite ausgewiesen und gehören neben den Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen zum Anlagevermögen. Zu den Finanzanlagen gehören alle dauerhaften Finanzinstrumente, insbesondere Investitionen des eigenen in ein anderes Unternehmen, Kapitalmarktpapiere und Finanzforderungen, die langfristig angelegt sind. Entscheidend für die Zuordnung zum Anlagevermögen ist aber nicht die Art der Investition, sondern ihr Zweck, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen.
Nach dem Grad der möglichen Einflussnahme, die sich aus der Investition ergibt, werden die Finanzanlagen in Beteiligungen, langfristig gehaltene Wertpapiere und Ausleihungen unterteilt.
- Eine Beteiligung liegt vor, wenn mit der Anlage mehr als nur eine angemessene Verzinsung angestrebt wird. Anzeichen für eine Beteiligungsabsicht sind z. B. gegenseitige Lieferverträge. Beteiligungen können in Form von Aktien, Anteilen an einer GmbH, Komplementär- und Kommanditeinlagen und Beteiligungen als stiller Gesellschafter vorliegen.
- Ist die Beteiligungsabsicht nicht gegeben, sind die Anlagen unter den Wertpapieren des Anlagevermögens aufzuführen. Zu diesen zählen Kapitalmarktpapiere wie Aktien, Investmentanteile, festverzinsliche Wertpapiere und wertpapierähnliche Rechte (z. B. Bundesschatzbriefe).
- Ausleihungen im Sinne der Finanzanlagen sind ausschließlich finanzielle Forderungen, z. B. Hypotheken, Grund- und Rentenschulden und Darlehen, nicht aber Waren- und Leistungsforderungen. Die Laufzeit soll mindestens ein Jahr betragen. Um die Verflechtung mit anderen Gesellschaften deutlich zu machen, sind die Ausleihungen an verbundene Unternehmen, Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, und sonstige Ausleihungen getrennt zu führen.
Dienen die genannten Finanzinvestitionen nicht dauerhaft dem Geschäftsbetrieb, werden sie dem Umlaufvermögen zugerechnet.
Literatur
- Coenenberg, A.G. u.a.: Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 20. Aufl., Landsberg am Lech 2005, ISBN 3-7910-2378-0, S. 227-229.
Weblinks
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