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Filter mit endlicher Impulsantwort
Aus Kefk.
Ein Filter mit endlicher Impulsantwort (englisch finite impulse response filter, FIR-Filter, oder manchmal auch Transversalfilter genannt) ist ein diskretes, meist digital implementiertes Filter und wird im Bereich der digitalen Signalverarbeitung eingesetzt.
Das Charakteristikum von FIR-Filtern ist, dass sie über eine Impulsantwort mit garantiert endlicher Länge verfügen. Das bedeutet: FIR-Filter können, egal wie die Filterparameter gewählt werden, niemals instabil werden oder zu einer selbstständigen Schwingung angeregt werden. FIR-Filter sind immer nicht-rekursive Filter, weisen also keinerlei Rückkopplungen oder Schleifen in ihrer Struktur auf. Gleichwohl können bestimmte Übertragungsfunktionen von FIR-Filtern auch mit diskreten rekursiven Filterstrukturen realisiert werden.
Während es sehr einfach ist, digitale FIR-Filter zu realisieren, ist die Implementierung analoger FIR-Filter wegen der notwendigen Laufzeit-Verzögerungen nicht ohne Weiteres als elektrische Schaltung möglich. Beispiele sind (als trivialer Grenzfall) eine Verzögerungsleitung sowie SAW-Filter.
Gleichungen
Die Differenzengleichung für ein FIR-Filter mit n-ter Ordnung lautet:
Durch Umformen lässt sich die Übertragungsfunktion
mit βi als den Filterkoeffizienten ableiten. Ein FIR-Filter ist daher in der z-Ebene immer durch n Nullstellen und einen n-fachen Pol im Ursprung bei 0 gekennzeichnet. Der Frequenzgang wird daher bei einem FIR-Filter ausschließlich durch die Nullstellen in der z-Ebene bestimmt.
Eigenschaften
FIR-Filter weisen folgende weitere Eigenschaften auf:
- Kausal und nicht rekursiv
- FIR-Filter sind immer stabil. Dies folgt aus der Notwendigkeit, dass die einzige n-fache Polstelle der Übertragungsfunktion immer im Ursprung und somit innerhalb des Einheitskreises liegt.
- Die Gleichspannungsverstärkung eines FIR-Filters ist gleich der Summe aller Filterkoeffizienten.
- Die Einheits-Stoßantwort, das ist eine Antwort auf eine Zahlenfolge, die nur an erster Stelle +1 ist und deren nachfolgenden Elemente sämtlich 0 sind, ist die Folge seiner Koeffizienten. Diese Folge ist bei einem FIR-Filter mit Ordnung n immer n+1 Werte lang.
- Die Verstärkung eines FIR-Filters bei der halben Abtastfrequenz ist gleich der im Wechsel mit +1 und -1 gewichteten Koeffizientensumme.
- Durch ihre grundsätzlich garantierte Stabilität werden FIR-Filter bei adaptiven Filtern als Basis für die Filterstruktur eingesetzt.
Siehe auch
Filter (Elektronik), Signalverarbeitung, Filter mit unbegrenztem Impulsansprechverhalten, Fensterfunktion
