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Filmfestival Max Ophüls Preis
Aus Kefk.
Das Filmfestival Max Ophüls Preis ist ein Nachwuchsfestival für junge Talente aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Geschichte
1980 wurde das Filmfestival in Saarbrücken begründet und startete mit 700 Zuschauern. Inzwischen sind das Publikum und die Anzahl der eingereichten Filme gewachsen – im Jahr 2006 zählte das Festival über 32.000 Besucher. Der Namensgeber Max Ophüls gilt als einer der großen europäischen Regisseure des 20. Jahrhunderts. Das Festival wird auch heute noch in Saarbrücken ausgetragen.
Der Film als Kunstform steht im Vordergrund des Festivals und durch den Namen von Max Ophüls auch die Auseinandersetzung mit einer langen Tradition deutscher Filmgeschichte.
2006 wurde das Filmfestival Max Ophüls Preis vom 23. bis 29. Januar veranstaltet. 2007 wird es vom 15. bis 21. Januar stattfinden.
Programmreihen
Das Festival startet in den Programmreihen:
Langfilm
Hierbei sind Spielfilme und abendfüllende Dokumentarfilme zugelassen. Filme, deren Kinostart bzw. Sendetermin vor dem Festival liegen, sind vom Wettbewerb ausgeschlossen. Inhaltlicher Schwerpunkt ist die Nachwuchsförderung deutschsprachiger Regisseure.
Kurzfilm
Der Kurzfilmwettbewerb setzt sich aus kurzen Spielfilmen und Dokumentarfilmen mit spielfilmähnlichem Charakter zusammen. Auch hier soll der Nachwuchs und insbesondere innovative Tendenzen gefördert werden.
Spektrum
In der Reihe Spektrum, die nicht im Wettbewerb steht, wird eine Auswahl von Spiel- und Dokumentarfilmen aus dem zurückliegenden Produktionsjahr gezeigt. Das Augenmerk liegt besonders auf formal und inhaltlich herausragenden Filmen, die neue Perspektiven im Filmschaffen deutschsprachiger Regisseure eröffnen. Hierbei präsentieren sich sowohl erfahrene Filmemacher und Nachwuchstalente.
Sprint
Die Kurzfilmreihe Sprint gehört ebenfalls nicht zum Wettbewerb und bietet einen Einblick in die Arbeiten von jungen deutschsprachigen Regisseuren.
Lux
Die Experimentalfilmreihe LUX präsentiert Produktionen von erfahrenen Filmemachern und Nachwuchskünstlern, die sich mit der experimentellen Bearbeitung bewegter Bilder befassen.
Preise
Im Rahmen des Filmfestival Max Ophüls Preis 2007 werden folgende Preise verliehen:
Max Ophüls Preis
In Würdigung der Verdienste des aus Saarbrücken stammenden Regisseurs Max Ophüls vergibt die Landeshauptstadt Saarbrücken jährlich den Max Ophüls Preis. Ziel ist die Auszeichnung und Förderung von Nachwuchs-Regisseuren im deutschsprachigen Raum. Der Max Ophüls Preis 2006 ist dotiert mit 18.000 Euro (inkl. 3000 Euro Kopienwert) und wird von der vom Kulturausschuss berufenen Jury ermittelt. Für den mit dem Max Ophüls Preis ausgezeichneten Film steht eine Verleihförderung in Höhe von 18.000 Euro zur Verfügung. Dieser Preis kann auf Empfehlung des ausgezeichneten Regisseurs/der ausgezeichneten Regisseurin der Verleihfirma des Films in Deutschland, Österreich oder der Schweiz auf Antrag zugesprochen werden, die die Distribution des Films neu übernimmt.
Darstellerpreise
Für herausragende Leistungen im Bereich Schauspiel werden zwei Preise für Nachwuchsdarsteller vergeben, dotiert mit je 3000 Euro. Der Max Ophüls Preis und die Darstellerpreise werden von CosmosDirekt, dem Hauptsponsor des Festivals, ausgestattet.
Filmpreis des saarländischen Ministerpräsidenten
Im Rahmen des Filmfestivals Max Ophüls Preis 2007 vergibt der saarländische Ministerpräsident einen mit 5500 Euro dotierten Filmpreis an einen Regisseur, deren Film beim Festival seine bundesdeutsche Erstaufführung erfährt. Der Preis wird durch eine Verleihförderung in Höhe von 5500 Euro ergänzt.
Kurzfilmpreis
Der Kurzfilmpreis wird von der Jury an einen Regisseur für einen Film aus dem Kurzfilmwettbewerb vergeben. Der Preis wird von den Stadtwerken Saarbrücken zur Verfügung gestellt und ist dotiert mit 5000 Euro.
Dokumentarfilmpreis
Der Dokumentarfilmpreis wird von der Jury für einen Dokumentarfilm aus dem Wettbewerb vergeben. Der Preis wird von der Sparkasse Saarbrücken zur Verfügung gestellt und ist dotiert mit 7500 Euro.
DEFA-Förderpreis
Der Förderpreis der DEFA-Stiftung wird als Stipendium in Höhe von 4000 Euro an einen Film aus der Reihe „Spektrum” vergeben. Bei besonders innovativen filmkünstlerischen Vorhaben ist eine Erhöhung des Stipendiums durch den Förderausschuss der Stiftung nach Einreichung eines Förderantrags möglich.
Preis der Schülerjury
Eine Schülerjury ermittelt aus den Wettbewerbsfilmen den Preis der Schülerjury. Das Preisgeld beträgt 2500 Euro und wird von der Bundeszentrale für politische Bildung und der Saarländischen Landeszentrale für politische Bildung getragen.
Publikumspreis
Der Publikumspreis geht an den Regisseur, deren Film die meisten Zuschauerstimmen erhält. Der Publikumspreis ist dotiert mit 3000 Euro. Die Ausstattung des Publikumspreises ist Teil der Förderung durch die Saarland Sporttoto GmbH.
Filmmusikpreis
Der Filmmusikpreis der Saarland Medien GmbH wird verliehen für die beste kompositorische Leistung, die Integration von Sounddesign und Filmmusik und auch die Originalität von Songwriting und Interpretation. Die Förderpreissumme von 3000 Euro wird dem Regisseur zusammen mit dem Komponisten und Soundartisten verliehen. Die Vergabe ist an die Bedingung geknüpft, dass die Förderung in ein nächstes Projekt eingebracht wird.
Dank der Unterstützung durch SR und ZDF, und dem Internationalen Netzwerk kirchlicher Filmarbeit werden im Rahmen des Festivals weitere Auszeichnungen vergeben:
Drehbuchpreis
Zur Förderung der Arbeit von Drehbuchautoren im Nachwuchsbereich vergeben der Saarländische Rundfunk und das ZDF im Rahmen des Festivals einen mit 13.000 Euro dotierten Drehbuchpreis. Der Preis wird einem Autor eines bereits verfilmten Buches aus dem Wettbewerb zugesprochen.
Interfilmpreis
Ausgezeichnet wird ein Film aus dem Wettbewerb, der in besonderer Weise existentielle und gesellschaftliche Fragen und Probleme artikuliert und diese filmästhetisch anspruchsvoll umsetzt. Der Preis in Höhe von 2000 Euro wird von Bacto Control GmbH zur Verfügung gestellt.
Preisträger
Max-Ophüls-Preis
- 1980: Der Willy-Busch-Report, Niklaus Schilling
- 1981: Taxi zum Klo, Frank Ripploh
- 1982: E Nachtlang Fürland, Clemens Klopfenstein und Remo Legnazzi
- 1983: Café Malaria, Niki List
- 1984: Peppermintfrieden, Marianne S. Rosenbaum
- 1985: Raffl, Christian Berger
- 1986: Nicht ohne dich, Pia Frankenberg
- 1987: Francesca, Verena Rudolph
- 1988: Wendel, Christoph Schaub
- 1989: Eis, Berthold Mittermayr
- 1990: Schalom General, Andreas Gruber
- 1991: Nie im Leben, Helmut Berger
- 1992: Der Erdnussmann, Dietmar Klein
- 1993: Hochzeitsnacht, Pol Cruchten
- 1994: Scheinschwangerschaft, Denis Rabaglia
- 1995: Einer meiner ältesten Freunde, Rainer Kaufmann
- 1996: Der Nebenläufer, Jörg Helbling
- 1997: Müde Weggefährten, Zoran Solomun
- 1998: Mammaia, Sandra Nettelbeck
- 1999: Three below zero, Simon Aeby
- 2000: Verschwinde von hier, Franziska Buch
- 2001: Das weiße Rauschen, Hans Weingartner
- 2002: Mein Russland, Barbara Gräftner
- 2003: Mein erstes Wunder, Anne Wild
- 2004: Muxmäuschenstill, Marcus Mittermeier
- 2005: Am Tag als Bobby Ewing starb, Lars Jessen
- 2006: Schläfer, Benjamin Heisenberg
- 2007: Full Metal Village, Sung-Hyung Cho
Filmpreis des saarländischen Ministerpräsidenten
- 1987: Junge Leute in der Stadt, Karl-Heinz Lotz
- 1988: Schmetterlinge, Wolfgang Becker
- 1989: Die weißen Zwerge, Dirk Schäfer
- 1990: Caracas, Michael Schottenberg
- 1991: Himmel oder Hölle, Wolfgang Murnberger
- 1992: Die blaue Stunde, Marcel Gisler
- 1993: Franke, Johnnie und die anderen, Hans-Erich Viet
- 1994: Indien, Paul Harather
- 1995: Unter der Milchstraße, Matthias X. Oberg
- 1996: Die Ameistenstraße, Michael Glawogger
- 1997: Honig und Asche, Nadia Fares
- 1998: Die Siebtelbauern, Stefan Ruzowitzky
- 1999: Oi, Warning, Benjamin und Dominik Reding
- 2000: Paul is dead, Hendrik Handloegten
- 2001: Der Überfall, Florian Flicker
- 2002: Fickende Fische, Almut Getto
- 2003: Oltre il confente, Rolando Colla
- 2004: Hurensohn, Michael Sturminger
- 2005: Hallesche Kometen, Susanne Irina Zacharias
- 2006: Prinzessin, Birgit Grosskopf
- 2007: Karger, Elke Hauck
Darstellerpreis
- 1989: Karina Fallenstein, Horst-Günter Marx
- 1990: Anne-Laure Luisoni, Klaus Rohrmoser
- 1991: Julia Jäger, Thomas Kretschmann
- 1992: Maria Schrader, Andreas Herder
- 1993: Anna Thalbach, Til Schweiger
- 1994: Katja Studt, Johannes Brandrup
- 1995: Claudia Michelsen, Fritz Karl
- 1996: Christiane Paul, Felix Eitner
- 1997: Jule Ronstedt, Lars Rudolph
- 1998: Marie Zielcke, Simon Schwarz
- 1999: Janina Sachau, Xaver Hutter
- 2000: Henriette Heinze, Marco Girnth
- 2001: Jana Thies, Florian Stetter
- 2002: Marie-Luise Schramm, Michael Finger
- 2003: Maria Simon, David Rott
- 2004: Johanna Bantzer, Stipe Erceg
- 2006: Anna Fischer, Ludwig Trepte
- 2007: Gabriela Hegedüs, Florian Bartholomäi
Interfilmpreis
- 1992: Leise Schatten, Sherry Hormann
- 1993: Langer Gnag, Yilmaz Arslan
- 1994: Weiltmeister, Zoran Solomun
- 1995: Einer meiner ältesten Freunde, Rainer Kaufmann
- 1996: Der Kropf des Mohren, Paulus Manker
- 1997: Engelchen, Heike Misselwitz
- 1998: Härtetest, Janek Rieke
- 1999: Drachenland, Florian Gärtner
- 2000: Verzweiflung, Marcus Lauterbach
- 2001: Alaska.de, Esther Gronenborn
- 2002: Utopia Blues, Stefan Haupt
- 2003: Kiki & Tiger, Alain Gsponer
- 2004: Der gläserne Blick, Markus Heltschl
- 2005: Allein, Thomas Durchschlag
- 2006: 37 ohne Zwiebeln, André Erkau
- 2007: Exile Family Movie, Arash T. Riahi
Kurzfilmpreis
- 1995: His mothers voice, Oliver Paulus
- 1996: In your shoes, Christoph Röhl
- 1997: 12 Bilder für Konrad, Katharina Werner; Die Hochzeit, Husam Chhadat
- 1998: Fake!, Sebastian Peterson
- 1999: Grasta, Ruth Mader
- 2000: Dobermann, Florian Henckel von Donnersmarck
- 2001: Ich muss gehen, Florian Mischa Böder
- 2002: Du und ich, wir könnten einander gehören, Sven Harguth
- 2003: Insel der Schildkröte, Maru Solores
- 2004: Grauzone, Karl Bretschneider
- 2005: Allein Thomas Durchschlag
- 2006: 37 ohne Zwiebel, André Erkau
- 2007: Fair Trade, Michael Dreher
Förderpreis Langfilm
- 1995: Mein unbekannter Ehemann, Andreas Dresen
- 1996: Cuba Libre, Christian Petzold
- 1997: Tempo, Stefan Ruzowitzky
- 1998: Gesches Gift, Walburg von Waldenfels
- 1999: Plus-Minus Null, Eoin Moore
- 2000: Nordrand, Barbara Albert
- 2001: Als Großvater Rita Hayworth liebte, Iva Svarcová
- 2002: Vollgas Sabine Derflinger
- 2003: Wir, Martin Gypkens
- 2004: Verflixt verliebt, Peter Luisi
- 2005: Netto, Robert Thalheim
Publikumspreis
- 1993: Krücke, Jörg Grünler
- 1994: Indien, Paul Harather
- 1995: Verhängnis, Fred Kelemen
- 1996: Nebel der Zeit, Andreas Kleinert
- 1997: Lea, Ivan Fila
- 1998: Härtetest, Janek Rieke
- 1999: Aprilkinder, Yüksel Yavuz
- 2000: Tuvalu, Veit Helmer
- 2001: Birthday, Stefan Jäger
- 2002: Mein Bruder der Vampir, Sven Taddicken
- 2003: Kiki & Tiger, Alain Gsponer
- 2004: Muxmäuschenstill, Marcus Mittermeier
- 2005: Eine andere Liga, Buket Alakus
- 2006: Mondscheinkinder, Manuela Stracke
- 2007: Reine Geschmacksache, Ingo Rasper
Femina-Filmpreis
- 1996: Juno "Cookie" Englander für die Montage von El Chico
- 1997: Katharina Wöppermann für die Ausstattung von Tempo
- 1998: Monika Willi für die Montage von Suzie Washington
- 1999: Judith Kaufmann für die Kamera von Drachenland
- 2000: Christine Maier für die Kamera von Nordrand
- 2001: Sophie Maintigneux für die Kamera von L amour, l argent
- 2002: Monika Buttinger für die Kostüme von Vollgas
Produzentenpreis
- 1996: DOR-Filmproduktions GmbH, Wien
- 1997: Ö-Film, Berlin
- 1998: Schramm FilmKoerner & Weber, Berlin
- 1999: Zero Film, Berlin
- 2000: Maran Film, Stuttgart
Drehbuchpreis
- 1998: Sandra Nettelbeck für Mammamia
- 1999: Dagmar Knöpfel für Requiem für eine romantische Frau
- 2000: Barbara Albert für Nordrand
- 2001: Stefan Jäger für Birthday
- 2002: Stefan Haupt für Utopia Blues
- 2003: Bernhard Weirather für Ikarus
- 2004: Ruth Mader, Martin Leidenfrost, Barbara Albert für Struggle; Jan Henrik Stahlberg für Muxmäuschenstill
- 2005: Katze im Sack, Florian Schwarz
- 2006: Schläfer, Benjamin Heisenberg
- 2007: Reine Geschmacksache, Ingo Rasper & Tom Streuber
Sonderpreis der Jury
- 1983: Wilde Clique, Hannelore Conradsen und Dieter Köster
- 2002: Richtung Zukunft durch die Nacht, Jörg Kalt
Förderpreis Kurzfilm
- 2003: Der Plan des Herrn Tomaschek, Ralf Westhoff
Preis der Schülerjury
- 2003: Ravioli, Peter Payer
- 2004: Muxmäuschenstill, Marcus Mittermeier
- 2006: Between the lines, Thomas Wartmann
- 2007: Große Lügen!, Jany Tempel
Filmmusikpreis der Saarland Medien GmbH
- 2004: Meret Becker – Musik für den Film Pipermind, der leben möglicherweise
- 2006: Lorenz Daniel – Musik für den Film Schläfer
- 2007: Benjamin Krbetschek - Musik für den Film Preußisch Gangstar
Dokumentarfilmpreis
- 2006: Mannana al mar, Ines Thomsen
- 2007: Exile Family Movie, Arash T. Riahi
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