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Figuren der Harry-Potter-Romane
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In diesem Artikel werden wichtige Figuren der Harry-Potter-Romane aus allen sechs bisher erschienenen Bänden von Joanne K. Rowling beschrieben.
Neben diesem Artikel gibt es drei weitere, die wichtige Teile des Harry-Potter-Universums beschreiben:
- Handlungsorte der Harry-Potter-Romane
- Begriffe der Harry-Potter-Romane
- Tiere der Harry-Potter-Romane
Hauptpersonen
Harry Potter
Harry James Potter (* 31. Juli), der Held der Geschichte, verliert seine Eltern im Alter von 15 Monaten durch den tödlichen Fluch „Avada Kedavra“, ausgeführt von Lord Voldemort, dem mächtigsten dunklen Zauberer aller Zeiten. Harry ist der erste bekannte Mensch, der diesen Fluch überlebt hat, da er durch die Liebe seiner Mutter geschützt wurde, die ihr Leben für Harry opferte. Der Fluch fällt auf Voldemort zurück und tötet ihn fast selbst, so dass er jahrelang physisch nicht mehr existiert und die Zaubererwelt vorerst von ihm befreit ist. Harry behält auf der Stirn eine blitzförmige Narbe. Durch diese Ereignisse wird Harry schon als Baby der berühmte „Junge, der überlebte“. Er hat die grünen Augen seiner Mutter, strubbeliges, rabenschwarzes Haar, das wie bei seinem Vater am Nacken absteht, knubbelige Knie und trägt eine Brille.Harry erfährt bis zu seinem 11. Geburtstag nichts davon, denn er verbringt seine Kindheit bei der Familie seiner Tante Petunia Dursley im Londoner Vorort Little Whinging, Surrey. Die Dursleys sind nichtmagische Menschen (Muggel), die alles Fremde und damit auch die Zaubererwelt ablehnen. Sie lügen ihm vor, dass seine Eltern bei einem Autounfall umgekommen sind und behandeln ihn ausgesprochen schlecht. Harry muss in einem schmutzigen kleinen Schrank unter der Treppe schlafen, Dudleys (sein Cousin) alte und viel zu große Kleidung tragen; und er hat keinen einzigen Freund.
Erst an seinem 11. Geburtstag erfährt er von Hagrid, dem Wildhüter von Hogwarts, die Wahrheit über sich, seine Eltern und die Zauberschule Hogwarts, in die er nach den Ferien gehen wird. Dort wird er vom Sprechenden Hut dem Haus Gryffindor zugeteilt. Hier lernt er seine besten Freunde Ron und Hermine kennen, mit denen er von nun an seine Abenteuer erlebt. Durch Ron wird Harry mit dessen Familie, den Weasleys, bekannt, die Harry wie ihr eigenes Kind behandeln. Im vierten Band verliebt Harry sich in Cho Chang; als sie jedoch im fünften Band endlich ein Date haben, wird dieses zum Desaster und die Beziehung geht in die Brüche. Im sechsten Band jedoch erkennt Harry seine Liebe für Ginny Weasley, Rons kleine Schwester.
Am Ende des sechsten Bandes erzählt er Ron und Hermine, dass er nicht in die Schule zurückkehren wird, auch wenn Hogwarts wieder geöffnet werden sollte, sondern die Suche nach Voldemort fortsetzen will. Hermine und Ron wollen ihm dabei helfen und werden Hogwarts für ihn auch verlassen. Harry beendet die Beziehung zu Ginny, um sie vor Voldemort zu schützen, was sie vehement zu verhindern versucht.
Als Hauptfigur der Romanserie hat Harry verschiedene Besitztümer, wie einen Rennbesen (den "Nimbus 2000" und den "Feuerblitz"), die Karte des Rumtreibers, einen Tarnumhang, den er von seinem Vater geerbt hat, das von Sirius geerbte Haus am Grimmauldplatz und eine Schnee-Eule namens Hedwig.
Seit seinem ersten Schuljahr ist Harry Sucher im Quidditchteam seines Hauses, ab dem sechsten auch ihr Kapitän. Außerdem erhält er Ende des zweiten Bandes zusammen mit Ron Weasley die „Auszeichnung für Besondere Verdienste um Hogwarts“.
Harry ist ein Parselmund, das heißt, er spricht die Sprache der Schlangen. Normale Zauberer können diese nicht verstehen. Harry erhielt diese Fähigkeit, als Lord Voldemort ihn töten wollte und einige von seinen Kräften auf Harry übertrug.
Des Weiteren ist Harry einer der wenigen, die sich trauen, Lord Voldemort beim richtigen Namen zu nennen. Dies tut er nicht, weil er sich für besonders mutig hält, sondern weil er nie gelernt hat, „Du-weißt-schon-wer“ oder „Der-dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf“ zu sagen.
Wie Neville Longbottom und Luna Lovegood kann Harry Testrale sehen (große drachenartige Pferde). Diese Wesen können nur von Menschen gesehen werden, die Menschen haben sterben sehen ("'den Tod gesehen haben'").
Harry Potter wird in den Filmen von Daniel Radcliffe dargestellt.
Ron Weasley
Ronald Bilius Weasley, genannt Ron, ist der beste Freund von Harry und Hermine. Wie diese gehört er in Hogwarts dem Haus Gryffindor an. Er wurde am 1. März geboren und ist zweitjüngstes Kind von Arthur und Molly Weasley. Ron stammt aus einer Großfamilie und hat fünf ältere Brüder (Bill, Charlie, Percy, Fred, George) und eine jüngere Schwester (Ginny). Mehr zu seiner Familie siehe unten.
Ron wird als groß und schlaksig, mit großen Händen und Füßen und einer langen Nase beschrieben. Wie alle Weasleys hat Ron rote Haare und viele Sommersprossen.
Ron trifft Harry vor dem Bahnsteig 9 3/4 und setzt sich im Hogwarts-Express neben ihn. Sie verstehen sich auf Anhieb. Zusammen mit Hermine, die sie anfangs gar nicht leiden können, bilden sie ein unzertrennliches Trio. Ron steht Harry immer hilfsbereit zur Seite. Nur im 4. Schuljahr streiten sie sich, da Ron eifersüchtig auf Harry ist, der immer im Rampenlicht steht. Trotz Ron und Hermines Freundschaft vergeht seit dem 3. Schuljahr kaum ein Tag, an dem sich die beiden nicht wegen irgendwelcher Kleinigkeiten streiten. Als Ron eifersüchtig auf Hermines Beziehung mit Viktor Krum reagiert, wird angedeutet, dass er in sie verliebt ist. Spätestens in seinem sechsten Schuljahr wird auch Ron nach einem Streit mit seiner Schwester klar, dass er sich in Hermine verliebt hat. In dieser Zeit fängt Ron aus purer Eifersucht ein Verhältnis mit Lavender Brown an. Nachdem Ron versehentlich vergiftet wurde und im Krankenflügel liegt, vertragen sich Ron und Hermine wieder. Etwas später macht Lavender mit Ron Schluss, worüber dieser äußerst erleichtert ist, da er von der Beziehung genervt war. Ron und Hermine kommen sich am Ende des 6. Schuljahres näher, es wird allerdings nicht geklärt, ob die beiden schon jetzt ein Paar sind.
Ron leidet darunter, dass er in jeder Hinsicht im Schatten seiner älteren Brüder steht. Alles haben sie schon erreicht, waren Quidditch-Kapitän, Schulsprecher und sehr gute Schüler. Ron muss auch viele ihrer alten Sachen tragen bzw. benutzen, seien es Besen, Kleidung oder Haustiere (Krätze), denn seine Familie hat nicht genug Geld, um jedem der zahlreichen Kinder komplett neue Ausstattungen zu finanzieren. Seit dem Ende des 3. Bandes hat er eine kleine Eule, namens Pigwidgeon, die ihm Sirius Black als Ersatz für Krätze geschenkt hat.
Ron ist ein sehr guter Schachspieler, was er am Ende des ersten Bandes unter Beweis stellt. Er ist auch ein sehr guter Quidditch-Spieler, hat aber Probleme mit den Nerven. Im 5. Schuljahr wird er Hüter des Gryffindor-Quidditch-Teams. Außerdem wird er zusammen mit Hermine zum Vertrauensschüler von Gryffindor ernannt. Ron hat furchtbare Angst vor Spinnen, weil sein Bruder Fred seinen Teddy in eine Spinne verwandelte, als Ron drei Jahre alt war.
Ron Weasley wird in den Filmen von Rupert Grint dargestellt.
Hermine Granger
Hermine Jane Granger (Hermione Jane Granger) ist die beste Freundin von Harry und Ron und hat am 19. September Geburtstag. Da sie aus einer Muggel-Familie stammt und ihre Eltern Zahnärzte sind, muss sie sich von Draco Malfoy oft die Beleidigung „Schlammblut“ anhören. In den Büchern wird sie als eine Person mit braunem, buschigem Haar und braunen Augen beschrieben. Bis zu einer (magischen) Verkleinerung im vierten Buch hat sie auffällig große Vorderzähne. Sie ist sehr klug und kann ihren Freunden mit ihrem Wissen über die Magie oft bei Problemen helfen, geht ihnen damit aber auch auf die Nerven. Allerdings ist Hermine, trotz ihrer Intelligenz, ein eher unsicherer Mensch. Sie hat große Angst zu versagen.
Hermine ist fest entschlossen, alle Hauselfen, und besonders die in Hogwarts, aus ihrer „Sklaverei“ zu befreien (ob sie es wollen oder nicht). Zu diesem Zweck gründet sie im vierten Jahr „B.ELFE.R.“ (Bund für ELFEnRechte), im Original „S.P.E.W.“ (Society for the Promotion of Elfish Welfare) und beginnt im fünften Jahr sogar, Hüte, Mützen und Socken für die Elfen zu stricken und diese im Gryffindor-Gemeinschaftsraum zu verstecken. Elfen, die sie aufheben, würden damit „zwangsbefreit“, da man einen Hauselfen befreit, indem man ihm Kleidung schenkt. Die Hauselfen reagieren jedoch, laut Dobby, tödlich beleidigt auf diese für sie hinterhältige Art, sodass der befreite Hauself Dobby schließlich gezwungen ist, im Gryffindor-Gemeinschaftsraum alleine sauber zu machen (was er aber gerne macht, weil er hofft, Harry Potter zu treffen) und dabei alle Sachen an sich nimmt.
Im dritten Jahr besitzt Hermine einen „Zeitumkehrer“, weil sie so viele Fächer belegt hat, dass sie an manchen Orten gleichzeitig sein muss. Mit diesem Umkehrer kann man durch die Zeit reisen. Den Zeitumkehrer gibt sie nach dem dritten Schuljahr wieder ab und kehrt zu einem normalen Stundenplan zurück, weil selbst eine Musterschülerin wie sie mit so vielen Fächern überfordert war.
Im fünften Jahr wird Hermine zusammen mit Ron Weasley zur Gryffindor-Vertrauensschülerin ernannt.
Hermine besitzt einen rötlichen Kater mit eingedelltem Gesicht, der zur Hälfte ein Kniesel ist. Er heißt Krummbein – auf Englisch Crookshanks.
Wie bereits in den vorherigen Büchern angedeutet, wird im Verlaufe der Handlung des sechsten Buches offenkundig, dass sich Hermine in Ron verliebt hat. Sie reagiert sehr eifersüchtig auf Rons Beziehung zu Lavender und spricht einige Monate nicht mit ihm. Ron scheint ihre Gefühle zu erwidern.
Den Originalnamen Hermione ((/hə.maɪ.ə.niː/) entlehnte Joanne K. Rowling Shakespeares Werk Ein Wintermärchen. Im Buch Harry Potter und der Feuerkelch erklärt Rowling die richtige Aussprache, in dem sie Hermine ihren Namen langsam Viktor Krum vorsprechen lässt: „Her-my-oh-nee“. Der Name Hermione stammt aus den homerischen Epen; er ist im Angelsächsischen recht selten, aber nicht völlig ungebräuchlich.
Hermine Granger wird in den Filmen von Emma Watson gespielt.
Lehrer und Schulbedienstete auf Hogwarts
Übersicht
- Schulleiter: Prof. Albus Dumbledore (bis zu seinem Tod am Ende des 6. Bandes)
- Stellvertretende (und am Ende des 6. Bandes kommissarische) Schulleiterin: Prof. Minerva McGonagall
- Lehrerin für Arithmantik: Prof. Vektor
- Lehrerin für Astronomie: Prof. Aurora Sinistra
- Lehrer für Geschichte der Zauberei: Prof. Cuthbert Binns
- Lehrerin für Kräuterkunde: Prof. Pomona Sprout
- Lehrer für Pflege magischer Geschöpfe:
- Prof. Kesselbrand (bis Band 2)
- Prof. Rubeus Hagrid (ab Band 3)
- vertretungsweise Prof. Wilhelmina Raue-Pritsche
- Lehrerin für Besenflug und Organisatorin des jährlichen Quidditch-Turniers: Rolanda Hooch
- Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste:
- Prof. Quirin Quirrell (Band 1)
- Prof. Gilderoy Lockhart (Band 2)
- Prof. Remus Lupin (Band 3)
- Barty Crouch jr. in der Gestalt von Alastor "Mad-Eye" Moody (Band 4)
- Prof. Dolores Umbridge (Band 5)
- Prof. Severus Snape (bis kurz vor Ende des 6. Bandes)
- Der Posten des Lehrers für die Verteidigung gegen die dunklen Künste ist sehr unbeliebt, da bereits seit Jahrzehnten die Professoren, die dieses Fach lehren, nach nur einem Schuljahr durch Tod, Krankheit oder Entlassung ausscheiden. Der Grund dafür ist ein Fluch, mit dem damals Tom Riddle den Posten belegt hat, weil er selbst nie (nach zwei Versuchen) als Lehrer für dieses Fach ausgewählt wurde. Severus Snape hatte bereits seit Jahren Ambitionen auf diesen Posten, wurde allerdings von Albus Dumbledore erst in Harry Potters 6. Jahr auf diesen Posten versetzt.
- Lehrerin für Verwandlungen: Prof. Minerva McGonagall
- Lehrer für Wahrsagen:
- Prof. Sibyll Trelawney
- Firenze (zusätzlich ab Mitte des 5. Bandes)
- Lehrer für Zauberkunst: Prof. Filius Flitwick
- Lehrer für Zaubertränke:
- Prof. Severus Snape (bis Band 5)
- Prof. Horace Slughorn (ab Band 6)
- Hausmeister: Argus Filch
- Wildhüter: Rubeus Hagrid
- Krankenschwester: Poppy Pomfrey
- Bibliothekarin: Irma Pince
- Bekannte Hauselfen: Dobby, Winky und Kreacher
- Hauslehrerin von Hufflepuff: Prof. Pomona Sprout
- Hauslehrerin von Gryffindor: Prof. Minerva McGonagall
- Hauslehrer von Ravenclaw: Prof. Filius Flitwick
- Hauslehrer von Slytherin:
- Prof. Severus Snape (bis kurz vor Ende des 6. Bandes)
- Prof. Horace Slughorn (ab Ende des 6. Bandes)
Albus Dumbledore
Albus (lat. „weiß“) Percival (engl. „Parzival“) Wulfric Brian Dumbledore ist der Direktor der Zauberschule Hogwarts. Als mächtigster Zauberer der Gegenwart trägt Dumbledore eine Reihe von Ehrentiteln, wie den Orden des Merlin (1. Klasse), Supreme Mugwump, sowie Chief Warlock. Seine Erscheinung ist die eines humorvollen, alten Zauberers mit langem silbernem Haar und Bart, die ihm bis zum Gürtel reichen. Besonders ungewöhnlich ist seine Narbe über dem linken Knie, die die Form des Plans der Londoner U-Bahn hat.
Dumbledore entschied nach dem Tod von Harrys Eltern, ihn zu seiner Tante und seinem Onkel zu geben (die letzten noch lebenden Verwandten), damit diese ihn aufziehen. Er ist ein guter Freund und weiser Ratgeber Harry Potters. Er ist humorvoll, hat seinen heimlichen Spaß an den Streichen und Respektlosigkeiten seiner Schüler und isst gerne Süßigkeiten (vor allem Zitronendrops und Pfefferminzbonbons), die er auch Kollegen (die aber meist abgelehnen, da es eine Muggelsüßigkeit ist) und Schülern jederzeit anbietet. Zu seinen Hobbys zählen Kammermusik und Bowling.
Dumbledore genießt das Ansehen des „mächtigsten Magiers“ der Gegenwart in der Zauberwelt, was er auch in einigen Harry-Potter-Büchern beweist. Zu seinem größten Erfolg zählt 1945 der Triumph über den Schwarzen Magier Grindelwald, einen Vorgänger Lord Voldemorts. Dumbledore ist einer der wenigen, die sich trauen Lord Voldemort beim Namen zu nennen. Seiner Ansicht nach steigert die Angst vor einem Namen nur die Angst vor der Sache selbst.
Dumbledore bemerkte schon als er auf Hogwarts noch Verwandlung unterrichtete, dass mit Tom Riddle (Lord Voldemort) etwas nicht stimmte und beschloss, ihn im Auge zu behalten. Seine Informationen gibt er im 6. Band an Harry weiter, um ihn für seinen Kampf gegen Voldemort zu rüsten.
Dumbledore wird in Band 6 von Severus Snape mit dem 'Avada Kedavra'-Fluch ermordet. Sein Tod lässt Spekulationen zu, unter anderem, dass mit dem Mord an ihm Snape als Doppelagent gedeckt werden soll, da diese Aufgabe Dumbledore wichtiger erscheint als das eigene Leben. Eine weitere Theorie besagt, dass eine von Voldemort zubereitete Flüssigkeit, die Dumbledore im Verlauf des 6. Bandes trinkt, eine langsame Lähmung verursacht. Dumbledore zieht möglicherweise den schnellen Tod durch Snapes Fluch einem grauenvollen Ende durch die Vergiftung vor. Nach Dumbledores Tod erscheint automatisch ein Portrait von ihm im Zimmer des Schulleiters.
Dumbledore hat den Orden des Phönix gegründet und ist dessen Geheimniswahrer. Er besitzt einen Phönix (Fawkes) und sein Patronus nimmt die Gestalt eines Phönix an.
Dumbledore hat noch einen Bruder namens Aberforth (eigentlich ein Ortsname, der „Furt am Zusammenfluss zweier Flüsse“ bedeutet), der wegen Zaubertricks zu Lasten einer Ziege bestraft wurde und vermutlich nicht lesen kann.
Albus Dumbledore wird in den ersten beiden Filmen von Richard Harris dargestellt, nach dessen Tod seit dem dritten Film von Michael Gambon.
Minerva McGonagall
Minerva McGonagall stammt aus Schottland. Sie ist die Lehrerin für Verwandlung und die Hauslehrerin von Gryffindor. Sie ist zwar streng, aber gerecht, und hat einen starken Charakter. Als Animagus ist sie in der Lage, sich in eine Katze zu verwandeln. Ihr Erkennungszeichen als Katze ist die Fellzeichnung um die Augen, die dieselbe quadratische Form wie ihre Brillengläser hat. Sie ist bis zu Dumbledores Tod die stellvertretende und danach die kommissarische Schulleiterin (das Schulgremium hat bis zum Ende des 6. Bandes noch nicht über Dumbledores Nachfolge entschieden). Sie ist auch Mitglied des Phönixordens.
Prof. McGonagall ist ein eingefleischter Quidditchfan, auch wenn sie es nicht immer zugeben will.
Minerva (griechisch: Athene) ist in der römischen Mythologie die Göttin der Weisheit und der Künste und die Beschützerin der Lehrer.
Minerva McGonagall wird in den Filmen von Dame Maggie Smith gespielt.
Severus Snape
Severus Snape (lat. severus „streng“; engl. to snape „jemanden hart behandeln, tadeln, ihm Vorwürfe machen, Kinder einschüchtern“) (* 9. Januar) ist der Hauslehrer von Slytherin und Lehrer für Zaubertränke. Es ist jedoch ein offenes Geheimnis in Hogwarts, dass er am liebsten Verteidigung gegen die dunklen Künste unterrichten würde, was ihm Professor Dumbledore jedoch jahrelang, scheinbar grundlos, verwehrt. Außerdem hat er sich den Namen „Meister der Zaubertränke“ verdient. Seine Gemächer und Unterrichtsräume befinden sich in den „Kerkern“ von Hogwarts, was seine dunkle Aura noch stärker erscheinen lässt. Snape ging gemeinsam mit James Potter, Remus Lupin, Sirius Black und Peter Pettigrew nach Hogwarts und lebte dort mit ihnen in offener Feindschaft. Snape wurde oft Opfer von den, meist sehr rüden, Streichen von James und Sirius. Er überträgt seine Feindschaft mit James bereits bei der ersten Begegnung auf dessen Sohn Harry und kann sich bis zum Ende des 6. Bandes nicht darüber hinwegsetzen (auch wenn er Harry im 1. Band das Leben rettet, weil er noch in James Potters Schuld stand). Als Hauslehrer von Slytherin schikaniert er vor allem Harry und seine Mitschüler aus Gryffindor und behandelt sein eigenes Haus bevorzugt. Besonders Neville Longbottom lebt in ständiger Angst vor Snape.
Schon während der Schulzeit interessierte sich Snape für die dunkle Magie. Als Schüler in dem Hause Slytherin wurde ihm der Weg zum Anhänger von Lord Voldemort eröffnet, dem er sich später auch anschloss. Er spionierte für Lord Voldemort die Prophezeiung von Sibyll Trelawney aus, die zur Ermordung von Harrys Eltern führte. Schon kurz nachdem er die Prophezeiung an den Dunklen Lord verraten hat, kehrte Snape nach Hogwarts zurück und zeigte Reue. Dumbledore glaubte ihm und stellte ihn als Lehrer ein. Von anderen wird jedoch immer wieder bezweifelt, dass Snape tatsächlich zur guten Seite übergelaufen ist. Bereits im ersten Band verdächtigt Harry ihn, den Stein der Weisen stehlen zu wollen. Dies stellt sich jedoch als falsch heraus.
Im 5. Band nutzt Snape seine Vergangenheit als Todesser und spioniert als Agent für den Phönix-Orden. Außerdem unterrichtet er Harry in Okklumentik (Verschließen des Geistes). Dies ist aber erfolglos, da Harry im Gegenteil befürchtet, dass Snapes Unterricht seinen Geist noch weiter für Lord Voldemort öffnet. Der Unterricht endet im Fiasko, als Harry in Snapes in einem Denkarium abgelegte Gedanken eindringt und unter anderem erfährt, wie Snape als Schüler von seinem Vater James mit magischem Mitteln gedemütigt, aber von seiner Mutter Lily verteidigt wurde.
Schließlich erhält Snape im 6. Band doch noch die lang ersehnte Stelle als Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste. Gleichzeitig wird Harry zu einem Musterschüler im Fach Zaubertränke beim neuen Lehrer Slughorn, weil ihm ein altes, mit wertvollen Hinweisen vollgeschriebenes Schulbuch des „Halbblutprinzen“ in die Hände gerät. Wie sich herausstellt ist das Buch von Snape, der sich als Sohn der Hexe Eileen Prince und des Muggels Tobias Snape diesen Namen gab.
Aber es gibt auch das erste deutliche Anzeichen, dass Snape tatsächlich noch ein Anhänger Lord Voldemorts sein könnte: Am Anfang des 6. Bandes stattet Narzissa Malfoy und ihre Schwester Bellatrix Lestrange ihm einem Besuch in seinem Haus in Spinner's End ab. Als ihm Bellatrix offenkundig klar macht, dass sie seine Loyalität gegenüber dem Dunklen Lord anzweifelt, rattert er in ungewohnter „Plauderstimmung“ alle Erklärungen für alle Taten und Verhaltensweisen, die darauf schließen lassen könnten, er seie auf Dumbledores Seite, herunter, um ihre Behauptungen zu widerlegen. Erst mit dem unbrechbaren Schwur mit Narzissa Malfoy in dem er ihr verspricht, ihrem Sohn Draco zu helfen, der von Lord Voldemort den Auftrag erhielt, Dumbledore zu töten, scheint er Bellatrix von seiner Loyalität zu überzeugen. Tatsächlich bringt Draco es beim Kampf im Astronomieturm nicht über sich, den Todesfluch auszusprechen. Snape stößt ihn beiseite und tötet Dumbledore mit dem Fluch Avada Kedavra. Anschließend gelingt es ihm und Malfoy, aus Hogwarts zu fliehen.
Severus Snape wird in den Filmen von Alan Rickman verkörpert.
Quirin Quirrell
Quirin Quirrell ist in Harry Potters erstem Schuljahr Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste. Er wirkt ängstlich und hat anscheinend keinerlei Selbstvertrauen. (Sein Name reimt sich auf squirrel Eichhörnchen. Es könnte vom englischen „quarrel“ abgeleitet sein oder vom französischen „querelle“, beide bedeuten „Streit“.) Sein Vorname „Quirin“ kommt von dem lateinischen „Quirinus“, einem Beinamen des altrömischen Gotts Ianus, der zwei Gesichter gehabt haben soll.
Versteckt unter dem Turban, den er ständig trägt, befindet sich an seinem Hinterkopf das Gesicht von Lord Voldemort, der sich mit Quirrell den Körper teilt. Er steht durch einen Fluch unter der Macht von Lord Voldemort und versucht Harry beim Kampf um den Stein der Weisen zu töten. Da Harry aber immer noch durch die Liebe seiner Mutter geschützt wird, die schon damals Lord Voldemort seine Macht geraubt hat, kann er Harry nicht berühren und hat furchtbare Schmerzen, als Harry die Hände auf sein Gesicht presst. Harrys Berührung fügt seinem Körper einen solchen Schaden zu, dass Voldemort seine Niederlage erkennt, flüchtet und Quirrell dem Tod überlässt.
Quirin Quirrell wird im ersten Film von Ian Hart gespielt.
Gilderoy Lockhart
Gilderoy Lockhart löst in Harrys zweitem Schuljahr Prof. Quirrell als Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste ab. Sein Vorname „Gilderoy“ ist der Name eines schottischen Räubers, der gut aussah, jedoch am Galgen endete. Lockhart ist eine Stadt in Australien, nahe von Wagga Wagga, wo Lockhart angeblich einen Werwolf niederrang. Er schreibt ein Buch nach dem anderen über seine eigenen Heldentaten und prahlt damit überall herum, wobei er sich nur zu gerne von der Presse fotografieren lässt. In Wirklichkeit jedoch besitzt er im Grunde genommen kein Wissen über die dunklen Künste: Am Ende des Buches muss er vor Harry und Ron zugeben, dass er gar nicht der Held ist, der er vorgibt zu sein, sondern andere Helden durch Gedächtniszauber manipuliert hat und ihre Taten als seine ausgibt. Als er versucht, mit Rons kaputtem Zauberstab einen Gedächtniszauber gegen die beiden auszuüben, geht dieser nach hinten los und Gilderoy verliert selbst sein Gedächtnis. Fortan musste er im St.-Mungo-Hospital für magische Krankheiten und Verletzungen behandelt werden, wo ihn Harry, Ron und Hermine im fünften Buch zufällig treffen.
Gilderoy Lockhart wird im zweiten Film von Kenneth Branagh dargestellt.
Remus Lupin
Remus John Lupin (lupine: die Wolfsblume, lupus: lat. „Wolf“, Romulus und Remus: der Sage nach von Wölfen großgezogen) ist der Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste in Harrys drittem Schuljahr.
Lupin wurde als Kind von dem Werwolf Fenrir Greyback gebissen und ist seitdem gezwungen, sich jeden Monat selbst in einen Werwolf zu verwandeln. Sein Schulbesuch schien deshalb zuerst unmöglich, aber Dumbledore fand eine Lösung: Bei Vollmond zog Lupin sich über einen Tunnel in eine Hütte zurück, die seitdem die Heulende Hütte heißt. Über den Tunnel pflanzte man die Peitschende Weide, um Verfolger abzuhalten. In Hogwarts konnte Lupin deshalb die ersten Freundschaften seines Lebens schließen, mit James Potter, Sirius Black und Peter Pettigrew. Als seine Freunde von seinem Geheimnis erfuhren, wurden sie ihm zuliebe zu nicht registrierten Animagi, um ihm bei seinen Verwandlungen beistehen zu können: James wird zum Hirsch, sein Spitzname ist deshalb „Krone“ (engl. prongs), Sirius zum Hund („Tatze“, engl. Padfoot) und Peter zur Ratte („Wurmschwanz“, engl. Wormtail). Zusammen mit Lupin („Moony“) schreiben sie die Karte des Rumtreibers (engl. Marauders’ Map), die Harry im dritten Jahr von Fred und George Weasley geschenkt bekommt. In seinem 5. Schuljahr wurde er zusammen mit Lily Evans zum Vertrauensschüler ernannt, vermutlich um Sirius und James etwas unter Kontrolle zu bekommen.
Als Lehrer ist Lupin bei den Schülern außerordentlich beliebt. Er hilft Harry, sich gegen die Dementoren zu verteidigen, in dem er ihm den Patronus-Zauber beibringt. Nach nur einem Jahr kündigt er aber freiwillig, da im Verlauf der Ereignisse, wie auch durch Snape, der sein Geheimnis verrät, offenbar wird, dass er ein Werwolf ist. Lupin arbeitet für den Phönix-Orden. Es ist seine Aufgabe, die Werwölfe, unter ihnen auch Fenrir Greyback, zu überwachen und sie davon zu überzeugen, sich nicht Voldemort, sondern Dumbledore anzuschließen. Zu dieser Zeit geht es ihm schlechter als je zuvor, er zieht sich zunächst auch von Tonks zurück, die sich in ihn verliebt hat. Bei Dumbledores Beerdigung erscheinen die beiden erstmals als Paar, zumindest sitzen sie händchenhaltend zusammen.
Remus Lupin wird im dritten und fünften Film gespielt von David Thewlis.
Alastor „Mad-Eye“ Moody
„Moody“ bedeutet soviel wie unausgeglichen, übellaunig, trübsinnig aber auch tapfer, stur, überheblich. „Alastor“ ist ein unermüdlicher Rachegeist.
Moody war zu seiner Zeit der beste Auror des Zaubereiministeriums, der sein halbes Leben mit der Jagd auf schwarze Magier verbracht hat und versessen auf das Aufdecken von Verschwörungen ist. Da er aber oft nicht nachweisen konnte, dass dunkle Mächte am Werk sind, ist seine Glaubwürdigkeit ziemlich angeknackst. Alastor hat eines seiner Augen verloren und trägt statt dessen eine magische Prothese. Mit diesem magischen, tiefblauen Auge kann er nach hinten, durch Gegenstände (auch durch seinen eigenen Kopf) hindurch und sogar unter Tarnumhänge sehen.
Dumbledore engagiert Moody vor Beginn des vierten Schuljahres als Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste. Doch bevor Moody seine Stelle antreten kann, wird er von Barty Crouch jr. bei sich zu Hause überfallen und unter den Imperius-Fluch gestellt. Mit Hilfe des Vielsaft-Trankes verwandelt sich Crouch in sein Opfer und tritt die Stelle als Lehrer an. Fast das gesamte Schuljahr muss der echte Moody in seinem magischen Koffer verbringen, aus dem er von Dumbledore befreit wird.
Crouch machte es sich zu Nutze, dass Moody stets aus seinem Flachmann trinkt und befüllt diesen mit dem Vielsaft-Trank, der stündlich genommen werden und für den der echte Moody einen Großteil seiner Haare opfern muss.
In den Sommerferien danach lernt Harry den wahren Alastor Moody kennen, der durch seine Gefangenschaft noch schreckhafter ist als der, den Crouch das ganze vierte Schuljahr über gespielt hat.
Außerdem erfahren wir im 5. Buch, dass er im Orden des Phönix ist und auch schon das erste Mal dabei war. Er zeigt Harry eine Fotografie der Gründungsmitglieder des Ordens, von denen schon fast die Hälfte tot oder, im Fall von Wurmschwanz, übergelaufen ist.
Alastor Moody wird im vierten und fünften Film von Brendan Gleeson verkörpert.
Dolores Umbridge
Dolores Jane Umbridge tritt erstmals in Band 5 auf. In diesem Jahr wird sie zu einer der Schlüsselfiguren in Hogwarts.
Dolores (lat., Plural von dolor) bedeutet „Schmerzen“; Jane ist ein abwertender Ausdruck für eine Frau (etwa „Tussi“); und umbrage – Aussprache genau wie „Umbridge“ – bedeutet „Ärgernis“. Diese Andeutungen der Autorin treffen zum Teil auf den Charakter Umbridges zu: Mehrfach wird beschrieben, dass sie Spaß daran hat, andere Menschen leiden zu sehen (z.B. als Prof. Trelawney entlassen wird).
Sie wird von Harry mit einer Kröte verglichen, wegen ihres breiten, schlaffen Mundes und der unvorteilhaften Kleidung. Sie redet mit hoher, mädchenhafter Stimme, die nicht zu ihr passt. Auch lacht sie sehr geziert, was sie nur noch schlimmer macht.
In Band 5 muss sich Dumbledore bei der Besetzung des Verteidigungslehrers dem Zaubereiministerium beugen und eine Vertraute des Ministers, die Erste Untersekretärin Dolores Jane Umbridge einstellen. Umbridge leugnet die Rückkehr Voldemorts und schätzt die Verteidigung gegen die dunklen Künste entsprechend als unwichtig ein. Ihr stets theoretischer Unterricht besteht größtenteils darin, die Schüler nur das Lehrbuch lesen zu lassen. Der Zaubereiminister Cornelius Fudge besetzte die Stelle des Lehrers für Verteidigung gegen die dunklen Künste mit Umbridge, um das angeblich „sinkende Niveau“ Hogwarts' zu bekämpfen und um sicherzustellen, dass es Dumbledore unmöglich gemacht wird, eine private Armee gegen das Ministerium aufzubauen, was Fudge befürchtet. Schließlich schwingt sich Umbridge zur Großinquisitorin von Hogwarts auf, um den Einfluss des Zaubereiministeriums auf die Schule zu erhöhen und sichert sich in der Schule damit nahezu unumschränkte Macht. Später wird sie sogar Schulleiterin von Hogwarts, allerdings nur für kurze Zeit. Ihre Zeit als Schulleiterin ist geprägt von verdeckten und offenen Feindseligkeiten ihr gegenüber, hauptsächlich von Seiten der Weasley-Zwillinge Fred und George, aber auch von anderen Schülern und sogar der Lehrerschaft. Ihr zur Seite stehen dabei der Hausmeister von Hogwarts, Argus Filch, der schon im ersten Buch liebend gerne Auspeitschungen und andere schmerzhafte Strafen für die Schüler wieder einführen würde (was Dumbledore ihm natürlich verbietet), und eine Hilfstruppe von Schülern des Hauses Slytherin, darunter auch Draco Malfoy. Sie genehmigt Filch die Auspeitschung von Fred und George Weasley, nachdem diese einen Korridor in einen Sumpf verwandelt haben. Bevor es jedoch dazu kommen kann, verlassen Fred und George die Schule für immer auf ihren Besen. Umbridge will außerdem einmal Harry dem Cruciatus-Fluch aussetzen, um Informationen von ihm zu erhalten, wovon sie jedoch auch abgehalten wird.
Umbridge war seit dem Antritt ihrer Stelle in Hogwarts bei den Lehrern und den meisten Schülern gleichermaßen unbeliebt. Sie lässt Harry öfter Strafarbeiten schreiben, weil er erzählt, Voldemort sei zurückgekehrt und hätte wieder seine alte Macht. Er muss den Satz „Ich soll keine Lügen erzählen!“ (engl. „I must not tell lies“) immer und immer wieder mit seinem eigenem Blut schreiben, bis er schließlich so tief in Harrys Haut eingeritzt ist, dass feine weiße Narben zurückbleiben. Umbridge überwacht als Großinquisitorin von Hogwarts alle Nachrichtenwege von und zur Schule und erwischt so beinahe Sirius, als dieser über das Flohnetzwerk mit Harry Kontakt aufnimmt. Da Umbridge große Abneigung gegen (nach ihrer Meinung) so genannte „Halbmenschen“ hegt, kündigt sie Hagrid, dessen Mutter eine Riesin war, der daraufhin Hogwarts verlässt. Außerdem entlässt sie Professor Trelawney, vor den Augen der versammelten Schule, während diese auf dem Boden liegt und weint, wobei Umbridge stetig lächelt und sich an ihrem Leiden erfreut. Als sie jedoch am Ende des fünften Bandes Harry und Hermine zwingt, ihr eine versteckte Waffe zu zeigen, mit der Dumbledore angeblich das Zaubereiministerium übernehmen will, lockt Hermine sie in den Verbotenen Wald, wo die drei, wie erhofft, auf die Zentauren treffen. Harry und Hermine können fliehen, während Umbridge von den Zentauren verschleppt wird.
Schließlich, nachdem kurz darauf Voldemorts Rückkehr öffentlich von Fudge eingestanden wurde und Dumbledore wieder nach Hogwarts zurückkehren kann, wird sie befreit. Sie bleibt jedoch in einer Art Wachschlaf und schreckt nur auf, wenn jemand mit der Zunge schnalzt. Zum Schuljahresende verlässt sie unter etlichen Buhrufen und Schmähungen seitens der Schüler, der Lehrerschaft und des Poltergeistes Peeves Hogwarts. Später erfährt man, dass sie diejenige war, die am Anfang des fünften Bandes die Dementoren zu Harry nach Little Whinging geschickt hatte, um zu verhindern, dass er weiter „solche Lügen“ über die Rückkehr Voldemorts verbreitet.
In Band 6 erfährt der Leser, dass Dolores Umbridge inzwischen wieder im Ministerium arbeitet, die genauen Umstände und Hintergründe ihrer Rückkehr bleiben aber unklar, sie scheint auch keine große Rolle mehr für den Fortgang der Geschichte zu spielen, auch wenn J.K. Rowling veröffentlicht hat, dass sie in Band 7 wieder vorkommt.
Bei Dumbledores Beerdigung taucht sie noch einmal auf. An der „fadenscheinigen Miene“ kann man erkennen, dass sie offensichtlich nicht traurig über seinen Tod ist.
Dolores Umbridge wird im fünften Film von Imelda Staunton gespielt.
Filius Flitwick
Filius Flitwick (filius: lat. „Sohn“, „Kind“) ist der Lehrer für Zauberkunst und Hauslehrer von Ravenclaw. Er hat Kobolde in seinem Stammbaum und ist deshalb ungewöhnlich klein. Während des Unterrichts steht er auf einem Stapel Bücher hinter seinem Pult, um überhaupt darüber hinwegsehen zu können. Als er im sechsten Band beim Eindringen der Todesser Snape zu Hilfe holen will, wird er von diesem mit einem Schockzauber außer Gefecht gesetzt.
Filius Flitwick wird in den Filmen von dem kleinwüchsigen Warwick Davis gespielt.
Wilhelmina Raue-Pritsche
Wilhelmina Raue-Pritsche (Wilhelmina Grubbly-Plank) ist die stellvertretende Lehrerin für Pflege magischer Geschöpfe. Im Gegensatz zu Rubeus Hagrid ist ihr Unterricht von Sachlichkeit, Bedacht auf Gefahrlosigkeit für ihre Schüler und strikter Einhaltung des Lehrplans geprägt. Diese unspektakuläre Art zu unterrichten findet freilich bei Hermine Granger sowie den meisten Schülern Slytherins und Gryffindors Anklang, die noch nie viel für Hagrid übrig hatten. Natürlich hält Hermine durch Harry und Ron treu zu Hagrids Unterricht.
Sie wird im fünften Film von Apple Brook verkörpert.
Sibyll Trelawney
Sibyll Patricia Trelawney unterrichtet Wahrsagen und sagt gleich in der ersten Stunde des dritten Schuljahres Harrys baldigen Tod voraus. Obwohl sie die Ururenkelin der berühmten Seherin Cassandra Trelawney ist, hat sie allerdings in ihrem ganzen Leben erst zwei Vorhersagen getroffen (beide in Trance, ohne dass sie sich daran erinnern könnte), die sich später bewahrheitet haben: die eine vor Harrys Geburt über den Sturz Lord Voldemorts, die andere in Harrys dritten Schuljahr über Voldemorts Rückkehr. Zwischendurch hat sie noch ein paar 'Zufallstreffer', im dritten Band sagt sie, jemand ginge um Ostern herum für immer von ihnen (ihrer Klasse), und tatsächlich geht zu Ostern Hermine, weil sie angibt, Trelawney für eine „ausgemachte alte Schwindlerin“ zu halten. Lavender und Parvati sind ihr im Gegenteil treu ergeben, haben aber auch nichts dagegen, den Unterricht bei einem muskulösen, hübschen Zentauren (Firenze) im 5. Buch zu haben.
Im 5. Band wird Sibyll Trelawney von Dolores Umbridge aus ihrem Lehramt in Hogwarts entlassen. Der neue Wahrsagelehrer ist Firenze, ein Zentaur, der von seiner Herde im Verbotenen Wald ausgeschlossen wurde. In Band 6 erhält Trelawney von Dumbledore ihre Stelle zurück, muss sich aber den Unterricht mit Firenze teilen, was nicht unbedingt von ihr begrüßt wird. Seit ihren Problemen mit Umbridge ist sie dem Sherry etwas zu sehr zugetan.
Ihr Vorname bezieht sich auf die sagenhaften Priesterinnen (genannt Sibylle) im Apollon-Orakel in Delphi, die in der Antike sibyllinische – also unklare – Voraussagen machten. Über den Nachnamen Trelawney könnte J.K. Rowling in der Londoner National Portrait Gallery gestolpert sein: dort hängt in Raum 31 ein Ölportrait des 1875 geborenen englischen Okkultisten Aleister Crowley, der sich selbst als Hexer und Hellseher betrachtete und den Geheimbund Golden Dawn leitete. In der Bildbeschreibung wird erwähnt, dass Crowley als Vorlage für eine Romanfigur namens Dr. Trelawney diente (Anthony Powells: „The Kindly Ones“; Little, Brown and Company, Boston 1962).
Sibyll Trelawney wird im dritten und fünften Film von Emma Thompson dargestellt.
Rubeus Hagrid
Rubeus Hagrid („Rubeus“ lateinisch für „Der vom Brombeerstrauch“, auch von rubeo für „rot sein / glänzen“ (was auf seinen gelegentlich leichtfertigen Umgang mit Alkohol hindeutet) oder auch „Rubin“ – „Hagrid“ ist eine Ableitung von (engl.) hagridden: „vom Alptraum gequält“) ist ein Halbriese (Hagrids Vater war ein Mensch, seine Mutter eine Riesin), der fast doppelt so groß wie ein normaler Mensch ist. Er arbeitet in Hogwarts als Wildhüter, ist auch für die Pflege der Außenanlagen von Hogwarts zuständig und ist ab Harrys drittem Schuljahr Lehrer für Pflege magischer Geschöpfe.
Hagrid hat eine Vorliebe für wilde und gefährliche Tiere. Er hält viele gefährliche Tiere für harmlos, weil er aufgrund seiner Körpergröße und Kraft mit ihnen umgehen kann. Deshalb sieht er keine Gefahr darin, Drachen oder Spinnen in der Größe von Elefanten zu züchten, obwohl dies streng verboten ist. Aufgrund dessen wurde er mehrmals unschuldig verdächtigt, auch für andere Vergehen verantwortlich zu sein. So soll er in seinem 3. Schuljahr die Kammer des Schreckens geöffnet haben und wurde daher von der Schule verwiesen und mit einem Zauberverbot belegt (dem er sich jedoch auch heimlich widersetzt). Auch während seiner Lehrertätigkeit wurde er mehrfach suspendiert und kurzzeitig auch in Askaban inhaftiert.
Im dritten Band (Harry Potter und der Gefangene von Askaban) versucht Draco Malfoy, ihm aus dieser Vorliebe für gefährliche Geschöpfe einen Strick zu drehen: In der ersten Unterrichtsstunde Hagrids wird Malfoy wegen Beleidigung eines Wesens (Hippogreif) von diesem angegriffen und erreicht beinahe die Entlassung des neuen Lehrers für magische Geschöpfe und außerdem die Hinrichtung des Hippogreifs.
In Band 5 erfährt Hagrid, dass er einen, für einen reinen Riesen „kleinen“, Halbbruder namens Grawp hat, und bringt ihn nach Hogwarts, wo er ihn im Verbotenen Wald versteckt und ihm Englisch beibringen will. Dies führt zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Hagrid und den Zentauren, vor allem den eher konservativ eingestellten Bane (engl. Fluch) und Ronan. Im 6. Band hat sich Grawp, dem Dumbledore einen neuen Wohnort in der Bergen beschafft hat, laut Hagrid „prächtig entwickelt“ – bei Dumbledores Beerdigung verhält er sich tatsächlich ganz friedlich.
Für Harry ist Hagrid weitaus mehr als nur ein Lehrer. Hagrid hat ihn aus dem Haus seiner Eltern geholt und zu Dumbledore gebracht, in der Nacht, als diese von Voldemort ermordet wurden. Und er war die Person, die geschickt wurde, um Harry zu sagen, dass er ein Zauberer sei. Seitdem hat sich eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden und auch zwischen Hagrid, Ron und Hermine entwickelt. Es gibt nur eine Person auf der Welt, die Hagrid mehr verehrt als Harry – Professor Dumbledore. Trotz seiner Größe und seines ungeschlachten Äußeren ist Hagrid eine zutiefst liebevolle Person. Für seine Freunde würde er alles tun, sogar sterben. Er hat sich auch bei der Verteidigung der Schule im 6. Band ausgezeichnet, als er gegen die Todesser kämpfte.
Außerdem besitzt Hagrid einen Saurüden namens Fang.
Rubeus Hagrid wird in den Filmen von Robbie Coltrane dargestellt.
Cuthbert Binns
Cuthbert Binns (engl. bin, „Mülleimer“) ist der Lehrer für Geschichte der Magie und der einzige Lehrer von Hogwarts, der ein Geist ist. Er ist im hohen Alter eines Morgens aufgestanden und zum Unterricht gegangen, ohne zu bemerken, dass er in der Nacht zuvor verstorben war. Aufgrund seines eintönigen und langweiligen Vortragsstils und seiner leiernden Stimme fällt es den Schülern oft schwer, dem Unterricht zu folgen und nicht einzuschlafen. Das Aufregendste an seinem Unterricht war, dass er das Klassenzimmer einmal durch die Tafel betrat.
Im zweiten Band wird er das erste Mal aus seinem Unterricht aufgeschreckt und erzählt den Schülern die Legende über die Kammer des Schreckens. Das zweite Mal kurz im fünften Band, als Harrys Eule mit einer Verletzung zu spät kommt und ihn deswegen erst im Unterricht erreicht. Binns vergisst die richtigen Namen seiner Schüler und verwechselt sie (Harry nennt er zum Beispiel 'Perkins'). Das könnten Namen seiner ehemaligen Schüler sein, ist aber nie geklärt worden.
Pomona Sprout
Pomona Sprout (engl. sprout „Spross“) ist die Lehrerin für Kräuterkunde und Hauslehrerin von Hufflepuff. Sie ist meist in den Gewächshäusern von Hogwarts anzutreffen und häufig ist ihre Kleidung mit Erde beschmutzt. Der Vorname Pomona kommt von Pomologie – dem Zweig der Wissenschaft, der sich mit Früchten befasst.
In Band 2 bekommt sie die besondere Aufgabe Alraunen zu züchten, um die vom Basilisken versteinerten Schüler wiederzubeleben.
Pomona Sprout wird im zweiten Film von Miriam Margolyes dargestellt.
Rolanda Hooch
Rolanda Hooch gibt jeweils im ersten Hogwarts-Schuljahr eines Jahrgangs einen Grundkurs im Besenflug und fungiert ansonsten als Organisatorin und Schiedsrichterin bei den Quidditch-Pokalspielen zwischen den Hogwarts-Häusern.Sie selber lernte auf einem Silberpfeil das fliegen.
Rolanda Hooch wird im ersten Film von Zoë Wanamaker dargestellt.
Firenze
Ein Zentaur, nach der griechischen Mythologie ein Mischwesen aus Mensch und Pferd. Zentauren gelten allgemein als sehr weise und begabte, teilweise auch mit hellseherischen Fähigkeiten ausgestattete Sterndeuter. Im Gegensatz zu den anderen Zentauren im Verbotenen Wald, die den Umgang mit Menschen (mit Ausnahme des Wildhüters Hagrid, da dieser nur zur Hälfte Mensch ist) für unter ihrer Würde halten und deshalb gewöhnlich meiden, hält er Zentauren durchaus nicht für unfehlbar und zögert in Harrys 1. Jahr auch nicht, ihn vor dem heimlich wildernden Voldemort zu retten. Dafür musste er sich auch schon einmal als „gewöhnliches Maultier“ beschimpfen lassen. Er übernimmt in Harrys 5. Jahr in Hogwarts den Unterricht in Wahrsagen (zur Begeisterung von Lavender und Parvati), nachdem Professor Umbridge Sibyll Trelawney gefeuert hat. Dafür wurde er ziemlich gewaltsam aus der Gemeinschaft der anderen Zentauren ausgeschlossen, wovon ein Hufabdruck auf seiner Brust zeugt. Auch im 6. Band unterrichtet er weiterhin, teilt sich jedoch den Unterricht mit der von Dumbledore wiedereingestellten Professor Trelawney.
Firenze ist im ersten Film computeranimiert und wird in der englischen Originalversion vom Schauspieler Ray Fearon gesprochen.
Horace Slughorn
Horace Slughorn (engl. slug „Nacktschnecke“, aus dem Schottischen sluagh-ghairm (ausgesprochen slogoam) entnommen slughorne oder sluggorne „Kampfschrei“, daher auch Slogan) ist ab dem 6. Band Lehrer für Zaubertränke in Hogwarts. Er war bereits zuvor, während der Schulzeit von Tom Riddle (Lord Voldemort), Lehrer für Zaubertränke und Hauslehrer von Slytherin, woraus man schließen kann, dass er relativ alt ist. Bereits im Ruhestand, bewegen Harry Potter und Albus Dumbledore ihn aber dazu, diesen Posten wieder zu übernehmen. Als Lehrer für Zaubertränke tritt er die Nachfolge von Severus Snape an, und nach dessen Überlauf zu den Todessern am Ende des Schuljahres übernimmt er von ihm auch wieder das Amt als Hauslehrer von Slytherin.
In seiner früheren aktiven Zeit als Lehrer hat er besonders begabte Schüler um sich versammelt und dadurch ein bedeutendes Netzwerk (mit Bedacht auf seinen eigenen Vorteil) unter den Zauberern geschaffen. Tom Riddle gehörte ebenso zu seinem „Slug-Club“ (zu deutsch „Schnecken-Club“) wie seine Lieblingsschülerin Lily Evans (spätere Potter, Harrys Mutter). Bereits während seiner Rückkehr nach Hogwarts lässt er im Hogwarts-Express den Slug-Club wieder aufleben. Neben Harry und anderen Schülern aus bekannten Zaubererfamilien lädt er auch die muggelstämmige Hermine Granger ein, da ihre Schulleistungen ihn beeindrucken.
Slughorn zeigt einerseits typische Eigenschaften von Slytherin wie Intelligenz, Zielstrebigkeit und Machthunger. Seine Fähigkeit, Zaubertränke zu brauen, ist denen Snapes mindestens ebenbürtig. Dazu kommt eine überragende Fachkenntnis sowohl der konventionellen als auch der dunklen Seite der Zauberkünste. Slughorn wählt seine Bekanntschaften und Schützlinge nur nach Einfluss und Können aus; Personen, die seinen Ansprüchen nicht genügen, werden schnell fallen gelassen und ignoriert. Diese Auswahl bedeutet allerdings auch, dass die bei Slytherins verbreitete Abscheu vor Muggeln von Slughorn nicht geteilt wird, denn sowohl Lily Evans als auch Hermine Granger wurden bzw. werden von ihm umgarnt.
Slughorn verfügt weiterhin über die Begabung, anderen zu schmeicheln und zielsicher die richtigen Worte für alle Anlässe zu finden. Diese Fähigkeiten nutzte er aus, um sich ein Netzwerk von Günstlingen zu schaffen, die ihn als ausgesprochenen Genussmenschen mit Vergünstigungen versorgen.
Auf der anderen Seite verabscheut Slughorn die dunklen Künste. Hass und Grausamkeit ist seinem Wesen fremd, der Mord an Harrys Eltern, insbesondere der Tod von Lily, hat ihn bis ins Mark erschüttert. Seitdem Voldemorts Rückkehr bekannt wurde, wechselte Slughorn vor der Annahme des Lehrerpostens mehrfach seinen Aufenthaltsort, da er zu Recht fürchtet, wegen seines Wissens von Todessern missbraucht zu werden. Slughorn ist damit im Buch eine Ausnahmefigur der Slytherins, da er trotz seiner negativen Eigenschaften nicht bösartig ist.
Eine tragische Rolle spielte Slughorn in der Entwicklung von Lord Voldemort. Er war es, der ihn über die Bedeutung der Horkruxe aufklärte, die Voldemort das Überleben nach der ersten Begegnung mit Harry ermöglichten. Slughorn schämt sich dessen und weigert sich auch vehement, diese Erinnerung seinem Freund Albus Dumbledore zu zeigen, als dieser die Hintergründe von Lord Voldemort aufklären möchte. Harry gelingt es schließlich mit einem Trick, diese Erinnerung an sich zu bringen und sie Dumbledore zu zeigen.
Armando Dippet
Professor Dippet war Professor Dumbledores Amtsvorgänger als Schulleiter von Hogwarts. Zu seiner Zeit durchlief auch Tom Riddle die Schulausbildung, brachte es nach und nach zum Vertrauensschüler und Schulsprecher und genoss fast bei der gesamten Lehrerschaft, einschließlich Dippet, nicht aber bei Dumbledore, einen ausgezeichneten Ruf als höflicher, gelehrsamer und begabter Schüler. Bei Riddles Schulabgang wäre Dippet grundsätzlich bereit gewesen, Riddle als Lehrer einzustellen, allerdings erst einige Jahre später. Als Riddle es dann noch einmal versuchte, war Dippet bereits nicht mehr im Amt, und Dumbledore wiederum lehnte Riddles Bewerbung rundweg ab. Über die genaueren Umstände von Dippets Abgang und seinem Tod ist nichts bekannt, wie alle ehemaligen Schulleiter steht er aber dem aktuellen Amtsinhaber als Berater in Form eines Portraits zur Verfügung.
Armando Dippet wird im zweiten Film von Alfred Burke dargestellt.
Argus Filch
Argus Filch ist der Hausmeister von Hogwarts. Als solcher betrachtet er mit „Argusaugen“ das Geschehen, um jeden Schüler, der die Regeln missachtet, sofort zu bestrafen und Gegenstände wie fangzähnige Frisbees, etc. zu beschlagnahmen (to filch: klauen, stibitzen, wegnehmen). Am liebsten würde er die verhassten Schüler mit dem Kopf nach unten an die Decke hängen, doch das erlaubt ihm Dumbledore nicht, obwohl er schon unzählige Anträge dazu gestellt hat. Sein Hass auf die zaubernden Schüler kommt daher, dass er ein Squib ist, also aus einer Zaubererfamilie stammt, aber selber nicht zaubern kann. Bei den Schülern ist er natürlich äußerst unbeliebt.
Im fünften Buch, in der kurzen Amtszeit von Prof. Umbridge, durfte er die Schüler auspeitschen, doch er hat keinen auf frischer Tat ertappen können (außer Fred und George, die aber rechtzeitig abhauen, siehe Dolores Umbridge). So kam er nie in den Genuss, die Schüler so zu bestrafen, wie er es für richtig hält.
Ferner ist eins seiner am härtesten verfolgten Ziele, den Poltergeist Peeves zu fassen und von der Schule werfen zu lassen, da dieser ihm ständig Scherereien macht.
Filchs treue Weggefährtin ist seine Katze, Mrs. Norris. Mrs. Norris ist eine Art Spion für Filch, die alleine durch die Schule streift. Wenn sie Schüler die Regeln brechen sieht, rennt sie sofort zu Filch. Dank der Hilfe von Mrs. Norris bekommt er viele Dinge mit, was um ihn herum in Hogwarts passiert. In den Filmen wird sie mit roten Augen dargestellt.
Argus Filch wird in den Filmen von David Bradley gespielt.
Irma Pince
Irma Pince ist die Bibliothekarin von Hogwarts. Ihr Nachname kommt von 'pince-nez', was Kneifer bedeutet, eine Brille, die man sich auf die Nase zwickt (passend für eine Bibliophile). Sie gibt stets acht, dass niemand ihre Bücher in irgendeiner Weise beschädigt oder auch nur schief anguckt. Harry und Hermine stellen im 6. Band spaßeshalber die Theorie auf, dass sie eine geheime Beziehung mit Argus Filch hat, was sich bis jetzt aber noch nicht bestätigt hat. Sie wird des Weiteren als geierartig und höchst ungehalten beschrieben.
Poppy Pomfrey
Poppy Pomfrey ist die Krankenschwester von Hogwarts. Sie kann fast alle Verletzungen und Krankheiten heilen, viele sogar in ein paar Sekunden, und ist stets um die Ruhe ihrer Patienten besorgt.
„Pomfrey cakes“ sind Pastillen aus Süßholz, denen eine heilende Wirkung zugeschrieben wird und die in Pontefract/Yorkshire als Heilmittel angebaut wurden. „Poppy“ ist ein Mohn, aus dem seit langer Zeit schon allerlei Heilmittel gewonnen werden.
Madame Pomfrey überlegt sich im fünften Band zu kündigen, weil Dolores Umbridge die Schule übernehmen will. Sie bleibt aber, da sie sich um die Schüler sorgt.
Poppy Pomfrey wird im zweiten Film von Gemma Jones dargestellt.
Hausgründer
Godric Gryffindor
Godric Gryffindor (Griffin d'Or: franz. „goldener Greif“) ist neben Slytherin das berühmteste Mitglied der Gründergemeinschaft. Er bevorzugte für sein Haus Gryffindor stets die Mutigen unter den Kandidaten. Er hinterließ der Schule sein Schwert, das Harry in Band 2, als er gegen den Basilisken kämpfte, aus dem Sprechenden Hut zog und die Schlange damit tötete. Der Sprechende Hut gehörte ebenfalls Gryffindor, wie der Hut in einem Begrüßungslied zum neuen Schuljahr in Band 4 enthüllt. Gryffindors Zeichen ist ein männlicher Löwe. Das Wappen des Hauses Gryffindor ist dieser Löwe (rot) auf goldenem Grund.
Helga Hufflepuff
Helga Hufflepuff ('Huffle' heißt „Windstoß“ oder „sich aufblasen“, 'puff' bedeutet ebenfalls „Windstoß“) ist Mitbegründerin von Hogwarts, die ohne Ansehen der Herkunft und Abstammung ihrer Schüler jeden aufnahm, der magische Begabung mitbrachte und für den Hilfsbereitschaft und Treue selbstverständlich waren. Diese „Großzügigkeit“ in der Auswahl brachte dem Haus Hufflepuff freilich auch den Ruf ein, besonders viele „Flaschen“ hervorzubringen. Das Wappen des Hauses ist ein schwarzer Dachs auf gelbem Grund. Voldemort besitzt im sechsten Teil einen Becher, der früher Helga Hufflepuff gehörte. Dieser Becher ist vermutlich ein Horkrux von Voldemort.
Rowena Ravenclaw
Rowena Ravenclaw ist Mitbegründerin von Hogwarts, die bei ihren Schülern vor allem Klugheit und Gelehrsamkeit als wichtige Tugenden schätzte. So wird es auch im nach ihr benannten „Haus“ gesehen, das einen bronzenen Adler auf blauem Grund, das Sinnbild des Verstands, im Wappen führt.
Ihr Name lässt sich wie folgt zerlegen: 'raven' und 'claw' ergibt „Rabenkralle“. Der Vorname Rowena kommt in Sir Walter Scotts Ivanhoe vor.
Salazar Slytherin
Salazar Slytherin (engl. sly: schlau, gerissen und engl. slither: gleiten einer Schlange), der Vorfahre von Lord Voldemort (mütterlicherseits), gehörte vor tausend Jahren zu den Gründern von Hogwarts und gilt neben Godric Gryffindor als der beste Zauberer der Gründergemeinschaft. Auf ihn geht das Haus Slytherin zurück. List, Schlauheit und Reinblütigkeit gehörten ursprünglich zu den Auswahlkriterien für seine Schüler.
Er entzweite sich mit den übrigen Gründern, weil nach seiner Ansicht nur reinblütige Zauberer das Recht haben, Magie zu erlernen, und verließ die Schule. Er versteckte zuvor tief unter der Schule eine geheime Kammer, die Kammer des Schreckens. Erst wenn sein wahrer Erbe nach Hogwarts kommt – so will es die Sage – kann dieser die Kammer öffnen und den Schrecken im Inneren, einen Basilisken, entfesseln, um die Schule von allen Schlammblütern zu befreien. Voldemort als sein letzter, lebender Nachfahre öffnet diese Kammer zweimal: während seiner eigenen Schulzeit und in Harrys zweitem Schuljahr, indem er Ginny Weasley aus seinem alten Tagebuch heraus seinen Willen aufzwingt.
Das Symbol des Hauses ist eine Schlange, weil Salazar Slytherin ein Parselmund war. Das heißt, er konnte mit Schlangen sprechen. Diese Fähigkeit hat Voldemort und damit auch indirekt Harry von ihm geerbt.
Im sechsten Band stellt sich heraus, dass von ihm zwei Erbstücke existieren (eines davon ist ein goldenes Medallion), die von seinem Nachkommen Lord Voldemort als Horkrux genutzt werden.
Schüler
Slytherins
Draco Malfoy
Draco Malfoy (* 5. Juni) ist Harry Potters Erzfeind in Hogwarts und der Inbegriff von Fiesheit, Arroganz und Schmierigkeit. Er ist der jüngste Spross einer alten reinblütigen Zauberfamilie, deren Mitglieder traditionell dem Haus Slytherin angehören. Er ist wie sein Vater Lucius davon überzeugt, dass nur reinblütige Zauberer das Recht haben, in Hogwarts ausgebildet zu werden. Schüler, die seiner „rassistischen“ Ansicht nach in Hogwarts Fehl am Platz sind, oder solche, die sich mit ihnen abgeben, werden von ihm beleidigt und gemobbt. Auf Hermine Granger, die er mehrfach als Schlammblut bezeichnet, hat er es dabei des öfteren besonders abgesehen.
Draco tritt meistens nicht alleine, sondern inmitten seiner Slytherin-Clique in Erscheinung, zu der hauptsächlich Gregory Goyle und Vincent Crabbe gehören. Er ist der Lieblingsschüler seines Hauslehrers Severus Snape und wird von diesem oft bevorzugt. So lässt Snape ihm Dinge ohne Bestrafung durchgehen, für die andere Schüler nachsitzen müssten.
Dracos Feindschaft mit Harry liegt tief begründet und beginnt bereits am ersten Schultag. Harry hat Dracos hässliche Seite schon einige Tage zuvor bei seinem ersten Besuch in der Winkelgasse kennen gelernt. Die entscheidende Szene ist wohl die, als Draco im Hogwarts-Express zuerst Ron Weasley und dessen Familie beleidigt und dann Harry seine Freundschaft anbietet. Harry lehnt diese aber ab ("Ich denke, ich kann sehr gut selber entscheiden, wer von der richtigen Sorte ist").
In den folgenden Jahren wird die Feindschaft der beiden immer vielschichtiger. Wo zu Beginn nur eine unterschiedliche Hauszugehörigkeit, allgemeine Abneigung beiderseits und Dracos Hass auf Harrys Freunde Ron Weasley und Hermine Granger besteht, kommt im 2. Band die direkte Rivalität als Sucher der jeweiligen Quidditch-Hausmannschaft hinzu. Hier kann Draco Harry allerdings nicht das Wasser reichen. Im 5. Band erreicht ihre Rivalität die nächste Stufe, denn beide sind Anführer zweier verfeindeter Gruppierungen: Draco steht dem „Inquisitionskommando“ von Dolores Umbridge vor, während Harry der Anführer von „Dumbledores Armee“ ist. Im 6. Band gibt es dann schließlich einige direkte Konfrontationen mit tätlichen Angriffen. Auch die Zugehörigkeit zu verfeindeten Gruppierungen, die im 5. Band noch auf die Schule beschränkt ist, wird im 6. Band Realität. Harry glaubt, dass Draco trotz seiner Jugend in die Reihen der Todesser aufgenommen und damit ein Anhänger von Lord Voldemort wurde. Harry dagegen ist Albus Dumbledore auch nach dessen Tod treu ergeben („durch und durch Dumbledores Mann“) und steht auf der Seite des Phönixordens.
Dracos Name lässt Schlimmes erwarten: Draco ist lateinisch und bedeutet Drache oder Schlange. Auch zeigt sich hier wieder die Tradition der Black-Familie (aus der seine Mutter Narzissa stammt), Kinder nach Sternen oder Sternbildern zu benennen: Draco (Drache) ist ein Sternbild der nördlichen Hemisphäre. Der Name „Malfoy“ stammt offenbar von dem alten Ausdruck malfaisance (franz. die Übeltat). Er lässt sich aber auch von mala fides (lat. das Misstrauen), das auf altfranzösisch Mal foy heißen würde. Joanne K. Rowling selbst sagt dazu: „It's made up, but you could say it's Old French for Bad Faith“ (Es ist erdacht, aber man könnte sagen, dass es altfranzösisch für Misstrauen ist).
Bis zum 6. Band ist Draco der arrogante Sproß der Familie Malfoy, der keine Gefühle zeigt und eiskalt zu sein scheint. Er bekommt von Voldemort den Auftrag, Albus Dumbledore zu töten. Mit zunehmender Verzweiflung versucht er das ganze 6. Schuljahr hindurch auf verschiedenste Art und Weise, seinen Auftrag zu erfüllen. Gegen Ende des Schuljahres bekommt Harry jedoch mit, wie Draco bei der Maulenden Myrte in der Toilette weint, weil er um sein Leben fürchtet, ebenso um seine Familie. Er ist es, der den Todessern ermöglicht, in Hogwarts einzudringen, um mit ihrer Hilfe seinen Auftrag zu erfüllen. Er kann sich jedoch nicht überwinden, den entwaffneten Dumbledore zu töten. Severus Snape, der den Unbrechbaren Schwur gegenüber Dracos Mutter abgelegt hat, übernimmt zwangsweise diese Aufgabe und tötet Dumbledore mit dem Avada-Kedavra-Fluch, woraufhin sie gemeinsam flüchten.
Im 5. Band wird er zusammen mit Pansy Parkinson zum Vertrauensschüler von Slytherin ernannt.
Draco Malfoy wird in den Filmen von Tom Felton dargestellt.
Vincent Crabbe & Gregory Goyle
Vincent Crabbe (engl. crab „Krebs“ oder auch „Griesgram“, engl. to crab „nörgeln“, engl. crabby „mürrisch“, Ausspracheähnlichkeit mit engl. crap „Mist“) und Gregory Goyle (engl. guile „List, Tücke“; erinnert an gargoyle, einen Wasserspeier in Form eines Ungeheuers, wie er an gotischen Kirchen zu finden ist) fallen weniger durch ihre Intelligenz als durch ihre Größe und ihr Gewicht auf. Sie sind die meiste Zeit in der Gesellschaft von Draco Malfoy zu finden, der sie herumkommandiert. Crabbes und Goyles Väter gehören den Todessern an, den Anhängern des dunklen Lord Voldemort.
Vincent Crabbe wird in den Filmen von Jamie Waylett und Gregory Goyle von Josh Herdman dargestellt.
Pansy Parkinson
Pansy Parkinson ist im 6. Band die zeitweilige Freundin von Draco Malfoy und lässt keine Gelegenheit aus, über Harry und andere Schüler herzuziehen oder böse Gerüchte über sie zu verbreiten. Auch zum Weihnachtsball kommt sie in Begleitung von Draco Malfoy. Im fünften Band wird sie zusammen mit ihm zur Vertrauensschülerin von Slytherin ernannt.
Pansy Parkinson wird im dritten Film von Genevieve Gaunt verkörpert.
Gryffindors
Neben den Hauptfiguren Harry, Ron und Hermine werden verschiedene andere Gryffindors in den 6 bisher erschienen Bänden wiederholt genannt.
Katie Bell
Katie Bell, die wie Harry im Haus Gryffindor wohnt, ist in Harrys Quidditch-Team. Sie ist eine Jägerin. Als im fünften Schuljahr auf Betreiben von Hermine Dumbledores Armee gegründet wird, schließt sie sich auch dieser Gruppe an, gemeinsam mit ihren Freundinnen Alicia Spinnet und Angelina Johnson. Als Harry im sechsten Schuljahr Kapitän der Gryffindor-Mannschaft wird, ist sie als einzige ursprüngliche Stammspielerin noch mit dabei. Allerdings wird sie auf ihrem ersten Hogsmeade-Ausflug von einem verhexten Halsband schwer verletzt und kann die ersten Spiele nicht bestreiten, ist aber zumindest im letzten wieder dabei. Sie muss einen Großteil des Schuljahres im St.-Mungo-Hospital verbringen.
Katie Bell wird in den ersten beiden Filmen von Emily Dale dargestellt.
Lavender Brown
Lavender Brown (engl. lavender „Lavendel“) ist eng mit Parvati Patil befreundet. Beide wurden vom Sprechenden Hut dem Hause Gryffindor zugeteilt und sind im selben Jahrgang wie Harry Potter. Wie ihre Freundin Parvati ist auch sie eine begeisterte Verehrerin von Prof. Sibyll Trelawney, der Lehrerin für Wahrsagen in Hogwarts. Im 4. Band geht sie mit Seamus Finnigan zum Weihnachtsball. Gemeinsam mit ihrer Freundin Parvati und deren Schwester Padma schließt sie sich im fünften Schuljahr Dumbledores Armee an. Während des sechsten Schuljahres wird sie die erste Freundin von Ron. Dieser ist allerdings nicht wirklich in sie verliebt, sondern nur mit ihr zusammen, um Ginny etwas zu beweisen und Hermine eifersüchtig zu machen. Sehr zu Rons Missvergnügen gibt sie ihm zum Amüsement seiner Freunde den Kosenamen „Won Won“. Ihre Beziehung endet, als Lavender Ron einmal mit Hermine aus dem Schlafsaal kommen sieht. Da Harry zu diesem Zeitpunkt unter dem Tarnumhang versteckt ist, denkt sie, die beiden wären dort nur zu zweit gewesen.
Lavender Brown wird im dritten Film von Jennifer Smith dargestellt.
Colin & Dennis Creevey
Die beiden muggelstämmigen Brüder Colin und Dennis Creevey sind ein bzw. drei Jahre jünger als Harry und verehren ihn wie einen Helden. Da sie ebenfalls Mitglieder des Hauses Gryffindor sind, haben sie auch ausreichend Gelegenheit dazu, Harry mit ihrem ständigen Grüßen und penetrantem Fotografieren auf die Nerven zu gehen. Draco Malfoy nutzt diesen Umstand weidlich aus, um Harry zu ärgern.
In Band 2 fällt Colin einem Basilisken zum Opfer und wird versteinert, kann aber durch einen Alraunen-Trank gerettet werden.
Colin Creevey wird im zweiten Film von Hugh Mitchell dargestellt.
Seamus Finnigan
Seamus Finnigan ist ein Schüler des Hauses Gryffindor und der beste Freund von Dean Thomas. Der rotblonde Junge ist irischer Abstammung, sein Vater ist ein Muggel, seine Mutter eine Hexe. Für seinen Vater war die Erkenntnis, mit einer Hexe verheiratet zu sein, laut Aussage von Seamus, ein ziemlicher Schock. Der begeisterte Zauberschachspieler ist Fan der Quidditch-Mannschaft „Kenmare Kestrels“, deren Poster neben seinem Bett hängt. In Gryffindor teilt er den Schlafsaal mit Dean Thomas, Neville Longbottom, Harry Potter und Ron Weasley. Im 5. Band streitet er sich mit Harry, weil Seamus' Mutter behauptet, dass Harrys und Dumbledores Aussagen falsch sind. Später aber tritt er auch der DA bei, weil ihn das Interview im „Klitterer“ überzeugt. Auf den Weihnachtsball des 4. Jahres ist Seamus mit Lavender Brown gegangen.
Seamus Finnigan wird in den Filmen von Devon Murray dargestellt.
Angelina Johnson
Angelina Johnson ist zwei Jahre älter als Harry, Jägerin im Quidditch-Team von Gryffindor und in ihrem letzten Schuljahr (Band fünf) Oliver Woods Nachfolgerin als Mannschaftskapitän. In ihrem Ehrgeiz, den Hauspokal für Gryffindor zu holen und dieses Ziel, wenn nötig, auch vor das Wohl ihrer Mitspieler zu stellen, steht sie ihrem Vorgänger in nichts nach. Mit Fred Weasley geht sie in Band 4 zum Weihnachtsball.
Angelina Johnson wird in den ersten drei Filmen von Danielle Tabor und im vierten Film von Tiana Benjamin dargestellt.
Neville Longbottom
Neville Longbottom (* 30. Juli) wird als etwas dickliches, ungeschicktes und sehr vergessliches Kind beschrieben. So ist er öfters auf der Suche nach seiner Kröte Trevor. Wegen seiner etwas schusselig wirkenden Art wird er von Draco Malfoy gehänselt und von Professor Snape im Unterricht schikaniert. Seine schulischen Leistungen sind eher schlecht, ausgenommen im Fach Kräuterkunde. Später entwickelt sich Neville schneller weiter als alle anderen Charaktere der Serie und wird „normaler“. Mit seinem wachsenden Selbstbewusstsein, das sowohl mit einer persönlichen Entwicklung einhergeht, wie auch auf Harrys und Hermines Hilfe zurück zu führen ist, werden seine schulischen Leistungen besser. Er wird einer der eifrigsten Schüler in Harrys DA-Kurs, was ihn zu einem guten Schüler in Verteidigung gegen die dunklen Künste macht. Er und Luna Lovegood sind die einzigen beiden Mitglieder der DA („Dumbledores Armee“), die sich am Ende des 6. Bandes am „Kampf um den Astronomieturm“ beteiligen.
Neville lebt bei seiner Großmutter, da seine Eltern (Alice und Frank Longbottom) in Folge der Folterung durch die Todesserin Bellatrix Lestrange wahnsinnig wurden und dauerhaft im St. Mungo Hospital betreut werden.
Neville wurde einen Tag vor Harry geboren, seine Eltern waren auch Mitglieder des Phönix-Ordens und haben Voldemort ebenfalls bereits dreimal die Stirn geboten. Daher könnte die Prophezeiung, die Harrys Leben veränderte, ursprünglich auch Neville gemeint haben.
Wie Harry und Luna kann Neville die Testrale sehen (große drachenartige Pferde). Diese Wesen können nur von Menschen gesehen werden, die Menschen haben sterben sehen ("den Tod gesehen haben").
Neville Longbottom wird in den Filmen von Matthew Lewis gespielt.
Cormac McLaggen
Cormac McLaggen ist Mitglied von Professor Slughorns „Slug-Club“, da sein Onkel Tiberius mit dem Ministeriumsangestellten Bertie Higgs und dem amtierenden Minister Scrimgeor gut bekannt ist, dies bezog sich aber hauptsächlich auf die Zeit vor Scrimgeors Amtsantritt. Er konkurriert mit Ron um den Posten des Hüters in Gryffindors Quidditch-Mannschaft. Als Ron einmal ausfiel und McLaggen antreten durfte, erwies er sich als absolut teamunfähig, stellte Harrys Autorität als Mannschaftskapitän in Frage und griff mehrfach besserwisserisch ins Spielgeschehen ein, einmal mit fatalen Folgen (Schädelbruch) für Harry.
Hermine geht mit ihm zur Weihnachtsfeier des Slug-Clubs, um Ron, der zu dieser Zeit mit Lavender zusammen ist, eifersüchtig zu machen.
Parvati Patil
Parvati Patil ist die Zwillingsschwester von Padma Patil. Sie ist wie Harry Potter vom Sprechenden Hut dem Hause Gryffindor zugeteilt worden, ihre Schwester jedoch Ravenclaw. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Lavender Brown ist sie eine begeisterte Anhängerin der Wahrsagelehrerin Prof. Sibyll Trelawney, deren Worte beide für bare Münze nehmen. Beim Weihnachtsball anlässlich des Trimagischen Turniers ist sie die Partnerin Harry Potters beim Ball und eröffnet ihn mit ihm und den anderen Champions mit ihren Partnern bzw. Partnerinnen. Für Harry ist sie allerdings trotz ihres blendenden Aussehens nur zweite Wahl. Er hätte viel lieber Cho Chang als Partnerin, allerdings hat er zu lange gezögert, diese zu fragen und so ging Cho schlussendlich mit Cedric Diggory (ebenfalls Hogwarts-Champion im Trimagischen Turnier) zum Ball. Wie sein Freund Ron (der mit Parivatis Zwillingsschwester Padma zum Ball geht) erweist sich auch Harry nicht gerade als idealer Ballbegleiter und nachdem er Parvati ignoriert, lässt sich das bildhübsche Mädchen viel lieber von französischen Beauxbatons-Schülern den Hof machen. In ihrem fünften Schuljahr schließt sie sich gemeinsam mit ihrer Schwester und ihrer Freundin Lavender der DA an.
Ihr Name verweist auf Parvati, die hinduistische Göttin der Schönheit, des Glanzes und der Heiterkeit. Auch der Vorname ihrer Zwillingsschwester Padma und ihr Nachname Patil gehören in den indischen Sprachraum.
Parvati Patil wird im dritten Film von Sitara Shah und im vierten Film von Shefali Chowdhury dargestellt.
Alicia Spinnet
Alicia Spinnet ist in Hogwarts im selben Haus wie Harry, in Gryffindor. Sie ist Jägerin in der Quidditch-Mannschaft der Gryffindors. Im fünften Schuljahr von Harry schließt sich Alicia gemeinsam mit ihren Freundinnen Angelina Johnson und Katie Bell Dumbledores Armee an.
Alicia Spinnet wird im ersten Film von Leilah Sutherland und im zweiten Film von Rochelle Douglas dargestellt.
Dean Thomas
Dean Thomas gehört demselben Jahrgang wie Harry Potter an, ist ebenfalls in Gryffindor, von dunkler Hautfarbe und muggelstämmig. Sein bester Freund ist Seamus Finnigan. Dean ist, zum Unverständnis von Seamus und Ron, großer Fußballfan (West Ham United). Er wuchs in London bei seiner Mutter und seinem Stiefvater auf, da sein leiblicher Vater die Familie verlassen hat, als Dean noch sehr klein war. Dieser war ein Zauberer, der dies seiner Frau jedoch nie erzählte, um sie zu schützen. Er wurde von Todessern getötet, weil er sich weigerte, sich ihnen anzuschließen. Dean hat einige Halbbrüder und – schwestern. (entnommen einem Interview mit J.K. Rowling) Dean ist eine Zeit lang (Ende seines fünften, Anfang seines sechsten Schuljahres) mit Ginny Weasley gegangen, was einen Streit zwischen ihm und Ron entfacht.
Dean Thomas wird in den Filmen von Alfie Enoch dargestellt.
Romilda Vane
Romilda Vane ist zwei Klassen unter Harry. Nach seinen Heldentaten in der Mysteriumsabteilung schwärmt sie für ihn und versucht sich ihm immer wieder auf aufdringliche Weise zu nähern. Sie geht sogar soweit, Harry einen Liebestrank unterzuschieben, der an seiner Stelle allerdings Ron trifft.
Ginny Weasley
Ginevra Molly Weasley (* 11. August), genannt Ginny, ist ein Jahr jünger als Ron und seit Generationen das erste Mädchen innerhalb der Weasley-Familie. Sie ist seit dem ersten Band in Harry verliebt und später rät Hermine ihr, mehr sie selbst zu sein, da sie so eher Harrys Aufmerksamkeit errege. Im fünften Band wird ihr Charakter stärker in die Handlung einbezogen und sie bekommt einen aktiven Part im Hauptgeschehen. Der Leser erfährt, dass sie ihre Schwärmerei für Harry scheinbar aufgegeben hat und dies führt nicht nur zu ihren Beziehungen mit Michael Corner und Dean Thomas, sondern auch dazu, dass Ginny fähig ist, Harry als guten Freund zu gewinnen. In ihrem fünften (und Harrys sechstem) Jahr in Hogwarts werden Harry und Ginny ein Paar, nachdem sich die Situation umgekehrt hat und Harry sich für einen Großteil des sechsten Buches stark in Ginny verliebt hat. Am Ende des sechsten Bandes beendet Harry vorerst die Beziehung noch während Dumbledores Beerdigung, da er aufgrund seiner Aufgabe, Voldemort zu vernichten, Ginny nicht durch ihre Verbindung zu ihm zur Zielscheibe machen will. Diese Begründung wurde allerdings von Ginny vorerst nicht akzeptiert, den weiteren Verlauf der Beziehung wird erst der siebte Band zeigen.
Sie war in ihrem ersten (Harrys zweitem) Jahr von Voldemort besessen, da sie ahnungslos in Tom Riddles (Voldemorts bürgerlicher Name) altes Tagebuch schrieb, das einen Teil von Voldemorts Seele beherbergte (ein Horkrux). Dadurch konnte er sie negativ beeinflussen und nach und nach in Besitz nehmen, bis er sie schließlich in die Kammer des Schreckens entführte, aus der Harry sie rettete. In ihrem vierten Jahr wurde sie Mitglied von Dumbledores Armee (DA) und war sowohl beim Kampf im Ministerium, als auch am Kampf in Hogwarts ein Jahr später beteiligt. Ginny ist eine ausgesprochen begabte Hexe und wird im 6. Buch nach einem perfekt ausgeführten „Flederwicht-Zauber“ von Professor Slughorn in den „Slug-Club“ eingeladen.
Ginny wird als rothaarig, sommersprossig und braunäugig beschrieben. Wie auch Arthur oder Percy (Percival) entstammt der Name Ginevra der Artussage.
Ginny Weasley wird in den Filmen von Bonnie Wright gespielt.
Fred & George Weasley
Fred und George Weasley (* 1. April), auch bekannt als die Weasley-Zwillinge (oder auch „diese Beiden“, wie sie von ihrer Mutter und Hermine öfters genannt werden), sind Rons zwei Jahre ältere Brüder. Sie haben meistens nichts als Unsinn im Kopf – das ist auch der Grund dafür, dass Hogwarts' Hausmeister Argus Filch in seinem Schrank mit Aufzeichnungen über Verstöße gegen die Schulordnung ein eigenes Fach für die beiden eingerichtet hat.
Schon während ihrer Schulzeit verkaufen sie selbst hergestellte Scherzartikel und schmieden Pläne, später einen Laden für magische Scherzartikel namens Weasleys Zauberhafte Zauberscherze zu eröffnen. Als ihre Mutter jedoch herausfindet, dass sie ihre Ferien mit der Erfindung neuer Scherzartikel verbracht haben und deshalb in der Prüfung nicht genug Zauberergrade erreicht haben, verbrennt sie sämtliche Bestellformulare.
Die Weasley-Zwillinge brechen ihre Schullaufbahn frühzeitig ab. Mit ihrem „Abgang“ in der Mitte ihres 7. Schuljahres übertreffen sie sich noch einmal selbst, indem sie einen ganzen Korridor in einen Sumpf verwandeln, ihre vorher beschlagnahmten Besen mit einem Aufrufzauber aus ihren Ketten befreien und damit der Schule entfliehen. Sie verwirklichen ihren Traum und eröffnen in der Winkelgasse einen Laden für magische Scherzartikel, dessen Fundament von Harrys Gewinn im Trimagischen Turnier finanziert wird. Dieser läuft sehr erfolgreich und macht sie zu wohlhabenden Zauberern, was sogar ihre strenge Mutter mit ihrer Entscheidung versöhnt. Der Erfolg der beiden beweist, dass sie trotz ihrer ständigen Scherze und Albernheiten ein großes magisches Talent besitzen.
Fred Weasley wird in den Filmen von James Phelps und George Weasley von Oliver Phelps gespielt.
Percy Weasley
Rons Bruder Percy Ignatius Weasley (geboren am 22. August, Ignatius lat.: der Feurige) ist zwei Jahre älter als Fred und George und ein noch größerer Streber als Hermine und versessen darauf, alle Vorschriften einzuhalten, selbst wenn diese sämtlichen guten Menschenverstand vermissen lassen. In Harrys erstem Jahr ist er Vertrauensschüler von Gryffindor, im dritten dann Schulsprecher. Er ist der feste Freund von Penelope Clearwater, die in Band 2 Vertrauensschülerin von Ravenclaw ist und durch den Basilisken versteinert wird. Nach dem Ende seiner Schulzeit beginnt er in Band 4 mit der Arbeit im Zauberministerium. Dort ist er zuerst der Sekretär von Bartemius Crouch, ein Jahr später bereits Juniorassistent des Ministers.
Da seine Eltern fest zu Dumbledore halten, bricht er mit ihnen und stachelt in einem Brief sogar Ron dazu an, sich nicht mehr mit Harry und Dumbledore abzugeben, weil das Zaubereiministerium beide für verrückt und gefährlich erklärt hat. Auch nach Bekanntwerden der Tatsache, dass Harry und Dumbledore in allem, was sie sagten, Recht hatten, ist er nicht bereit sich mit seiner Familie zu versöhnen.
Percy Weasley wird im ersten bis dritten und im fünften Film von Chris Rankin gespielt.
Oliver Wood
Oliver Wood ist Kapitän der Quidditch-Hausmannschaft von Gryffindor und der Hüter der Torringe. Nachdem er in Band 3 seine Zeit in Hogwarts beendet hat, wird er Reservespieler für das Profiteam Eintracht Pfützensee. Oliver ist bei seinem Quiddichteam bekannt für sein Engagement und seine fast traditionelle Aufmunterungsrede, die nur sehr selten ausfällt.
Oliver Wood wird in den ersten beiden Filmen von Sean Biggerstaff dargestellt.
Ravenclaws
Cho Chang
Cho Chang ist ein auffallend hübsches Mädchen asiatischer Abstammung und ist Sucherin in der Quidditchmannschaft des Hauses Ravenclaw. Harry hatte große Probleme, sich auf sein Lieblingsspiel zu konzentrieren, wenn Gryffindor gegen Ravenclaw spielte. Cho ist ein Jahr älter als Harry. Er fragte sie bei einem Weihnachtsball, ob sie mit ihm hingehen will, aber sie hatte schon Cedric Diggory von Hufflepuff zugesagt. Im fünften Band bekam Harry von ihr seinen ersten Kuss und sie war von da an eine Zeit lang Harrys erste Freundin. Doch nach einem ersten (und einzigen) Date am Valentinstag und darauf folgenden 'Unstimmigkeiten' trennte sie sich von ihm. Später beginnt sie eine Liebesbeziehung mit Michael Corner, Ginnys früherem Freund.
Cho Chang wird im vierten und fünften Film von Katie Leung dargestellt.
Luna Lovegood
Luna Lovegood ist ein Mädchen, von dem es heißt, es sei nicht ganz richtig im Kopf (engl. lunatic „verrückt, irr“). Sie wird von vielen Schülern mit dem Namen Loony („verrückt, töricht“) gehänselt. Ihr Vater ist Chefredakteur der Zeitschrift „Der Klitterer“ (im englischen Original „The Quibbler“), welche dafür bekannt ist, hahnebüchene und meist frei erfundene Artikel zu enthalten. Ihre Mutter starb aufgrund eines fehlgeleiteten Zauberexperiments, als Luna 9 Jahre alt war.
Luna steht auch im Ruf, nur an Dinge zu glauben, solange ihre Existenz nicht bewiesen ist. In den ersten Jahren in Hogwarts hat Luna daher nur wenige Freunde. Erst die DA-Treffen („D