Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Fidibus
Aus Kefk.
Ein Fidibus ist ein harzreicher Holzspan oder ein gefalteter Papierstreifen und dient als Hilfe zum Anzünden von Feuer. Die Etymologie des im späten 17. Jahrhundert aufgekommenen Begriffes ist unbekannt. Moriz Haupt vermutete eine scherzhafte Umdeutung eines Spruches von Horaz als Ursprung: In Od. 1,36,1-3 heißt es et ture et fidibus iurat placare ... deos, lasst uns mit Weihrauch und Saitenspiel die Götter besänftigen. Er vermutet, dass als Studentenulk ture zu Tabaksqualm und fidibus zum Pfeifenanzünder wurde.
Es gibt jedoch auch andere Vorschläge zur Etymologie, siehe etwa in http://www.pfeife-tabak.de/Artikel/Verschiedenes/Feuer/feuer.html.
Der elektrische Fidibus (um 1920)
Es gab auch ein elektrisches Gerät, das den Namen Fidibus trug.
Es wurde wohl um 1920 im deutschen Reich hergestellt und verkauft. Gefertigt war es aus Bakelit, Porzellan und Metall. Zur Nutzung wurde es in eine Steckdose gesteckt und Metalldrähte begannen auf Knopfdruck zu glühen. Die Glühdrähte standen natürlich unter der vollen Netz-Spannung! An den glühenden Drähten konnte man dann ein Stück Papier (Zeitung) entzünden. So sparte man teure Streichhölzer, da der Strom nur wenig kostete. Ähnliche Technik ist heute beim Zigarettenanzünder im Auto zu finden.
Fidibus-1-k.jpg
Fidibus - Draufsicht |
Fidibus-2-k.jpg
Fidibus - Ansicht von unten |
Fidibus-3-k.jpg
Fidibus - Ansicht von der Seite |
Fidibus-4-mit-Steckdose-k.jpg
Fidibus eingesteckt in eine E27 Glühbirnenadapter - Steckdose |
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Fidibus, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
