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Fidelis Ruppert

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Pater Dr. Fidelis Ruppert OSB (* 3. April 1938 in Plankstadt, Baden-Württemberg) ist Benediktinermönch und Altabt der Abtei Münsterschwarzach am Main in Unterfranken.

Am 3. April 1938 in Plankstadt bei Heidelberg geboren (Taufname Gerhard), nach dem Abitur in Sasbach/Baden 1959 ins Kloster eingetreten, legte er 1963 die Ewige Profess ab und wurde 1964 zum Priester geweiht. Seine Studien hatte er in Würzburg und der internationalen Ordenshochschule San Anselmo in Rom absolviert und bei Prof. Alfons Auer in Würzburg wurde er zum Doktor der Theologie promoviert.

Von Abt Bonifaz Vogel wurde er 1979 zum Prior ernannt und am 5. November 1982 wählten ihn die Mönche zum 74. Abt von Münsterschwarzach (dem 4. Abt nach der Neugründung 1913); am 23. November 1982 – dem Fest der Klosterpatronin, der heiligen Felicitas, empfing er durch Bischof Paul-Werner Scheele die Abtsweihe.

Gemäß seinem Wahlspruch „Ihr alle seid Brüder“ galt sein besonderes Augenmerk den Formen des gemeinschaftlichen Lebens im Kloster im Sinne des Ordensvaters Benedikt. Zahlreiche Baumaßnahmen bis hin zur Renovierung der Klosterkirche sowie strukturelle Maßnahmen im Klosterleben prägten seine Amtszeit. Im Jahre 2005 berief ihn Papst Benedikt XVI. in das Beratergremium der Bischofssynode in Rom, wo er spirituelle Aspekte des monastischen Lebens in die Diskussionen der Synode einbrachte.

Über 23 Jahre stand er als umsichtiger und treusorgender Vater der Klosterfamilie vor, bevor er am Aschermittwoch 2006 seinen Rücktritt ankündigte, um die Leitung in jüngere Hände zu legen. Am 24. April 2006 – dem Gedenktag seines Namenspatrons, des heiligen Fidelis von Sigmaringen - resignierte er und trat von seinem Amt zurück. Nach der Wahl von Abt Michael Reepen zum 75. Abt verbrachte Pater Fidelis einige Monate bei den Mitbrüdern in afrikanischen Klöstern und kehrte im Januar 2007 in die Abtei zurück, wo er künftig Aufgaben im Rahmen des Kursangebots übernehmen wird. Für seine zahlreichen Verdienste weit über die Klostergrenzen hinaus zeichnete ihn die Diözese Würzburg mit der Liborius-Wagner-Medaille aus und Bundespräsident Horst Köhler verlieh ihm im März 2007 das Bundesverdienstkreuz am Bande.

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