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Fibrille

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel behandelt Fibrillen in der Zellbiologie. Mit Fibrillen werden außerdem noch Strukturen auf der Sonnenoberfläche bezeichnet. Vergleiche auch Struktur von Kunststoffen (z.B. Fibrillenstruktur oder Sphärolithe). In der Zahnmedizin werden keratinhaltige Fäserchen in der Cortex ebenfalls als Fibrillen bezeichnet.

Fibrillen sind wichtige Bestandteile mikroskopischer Größenordnung pflanzlicher Zellwände, aber auch tierischer Zellen, hier besonders in Muskeln und Bindegewebe. Die feinen, lang gestreckten Strukturen bestehen vor allem aus Proteinen (Tiere) oder Polysacchariden (Pflanzen). Es sind zusammengelagerte Mikrofilamente (fadenförmige Proteingebilde), die in einer Reihe liegen und vier Protofibrillen bestehen, die im Querschnitt wiederum aus je acht Proteinketten bestehen. Jede Protofibrille baut sich ihrerseits aus zwei Protofilamenten mit je vier Proteinketten auf. Jedes einzelne Protofilament ist dabei aus zwei antiparallelen linearen Ketten von Proteindimeren, die parallel und hintereinander angeordnet sind, aufgebaut.[1]

In der Anatomie sind Fibrillen Strukturelemente der Bindegewebsfasern, welche aus fädigen Eiweißmolekülen bestehen. Auch spricht man im Zytoplasma von Muskel- (Myofibrillen), Nerven- (Neurofibrillen) u. Epithelzellen (auch Tonofibrillen). Als maskierte Fibrillen bezeichnet man unsichtbare kollagene Fibrillen die in der Kittsubstanz des hyalinen Knorpels eingebettet sind.

Quellen

  1. Lüdemann, N: NL6, ein neuer monoklonaler Antikörper zur Analyse der O-Glycosylierung von Neurofilament Protein M Dissertation am Institut für Neurobiologie der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, 27.01.2003
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