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Fibel von Meldorf
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Die Fibel von Meldorf ist ein archäologischer Fund in Schleswig-Holstein, der 1979 in der Nähe des Ortes Meldorf gefunden wurde. Dabei handelt es sich um eine Gewandspange (Fibel) aus der Zeit zwischen 50 und 100 n. Chr. mit vier eingeritzten Schriftzeichen (Buchstaben).
Lesung und Deutung der Zeichen sind noch umstritten; am ehesten handelt es sich um einen Frauennamen im Dativ. Handelt es sich um Runen, so könnte die Gravur von rechts nach links gelesen hiwi heißen und etwa für die Häusliche bedeuten, liest man aber von links nach rechts, könnte es auch eine lateinische Inschrift sein und Idin die germanische Form für Ida heißen. Da die Runen vermutlich nach dem Vorbild der lateinischen Schrift entwickelt wurden, könnte es sich auch um eine Übergangsform oder eine Mischung von lateinischen und runischen Zeichen handeln.
Falls sich die Zeichen als Runeninschrift entpuppen, so handelte es sich um den ältesten Runenfund überhaupt und zweifellos um eine Frühstufe der Runen, die erst ab Mitte des zweiten Jahrhunderts zweifelsfrei nachzuweisen sind.
Die Fibel wird heute auf Schloss Gottorf in Schleswig Holstein aufbewahrt (Stiftung Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum).
Literatur
- Thomas Brock: Runen - die magischen Zeichen. in: Abenteuer Archäologie. Spektrum der Wissenschaft Verl.-Ges., Heidelberg 2006, 1, 84ff. ISSN 1612-9954
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