Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Fiat 600

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche
Bild:Zastava 850 f.jpg
Zastava 600/750/850

Der Fiat 600 (auch "Seicento") ist ein Kleinwagen des italienischen Pkw-Herstellers Fiat. Der Wagen wurde ab 1955 produziert und begründete den Erfolg der Marke in den 1950er und 1960er Jahren.

Er war neben dem kleinen Bruder Fiat 500 das erste der eiförmigen Modelle des Fiatkonzerns. Das Ziel war, möglichst wenig Blech zu verbrauchen, das damals in Italien noch knapp und teuer war. Mit dem von Ferry Porsche beim Käfer propagierten Heckantrieb und Heckmotor ausgerüstet wurde der 600 damals eine Art Familienwagen, denn bei nur 3,20 m Länge konnte er doch 4 Personen befördern.

Bei anfangs 633 ccm und 23 PS fuhr der 600 sogar fast konstante 110 km/h, mit denen man auch weite Strecken zurücklegen konnte. 1956 kam dann als Kombivariante der erste Fiat 600 Multipla auf den Markt, bei dem (passend zum Heckmotor) nicht hinten, sondern vorne der Innenraum vergrößert wurde. Das erste Fahrzeug ohne Frontpartie vor der Windschutzscheibe. Der Frontlenker für sechs Personen war damals eines der kleinsten Transportfahrzeuge der Welt und erfreute sich insbesondere in Italien außerordentlicher Beliebtheit. Neben der Sechssitzer-Variante gab es einen kleinen Campingbus, mit dem auch vier bis fünf Personen befördert werden konnten, sowie eine spezielle Taxivariante.

In Spanien erschien auch eine 4-Türige Variante als Seat 800, dieser wurde auch in Barcelona von 1963-1967 gebaut. Beinahe 18000 Fahrzeuge wurden in dieser Zeit gebaut, welche in vielen Fällen als Taxi ihren Dienst taten. Der Seat 800 ist 30 cm länger als die Basisversion, benutzt aber dessen 767ccm Motor.

Modellpolitik

Der Erfolg des 600 führte dazu, dass er auch in Spanien als Seat (Seiscientos), in Jugoslawien als Zastava (Kosename:Fićo) und in Deutschland als NSU Fiat Jagst mit Stoffschiebedach gebaut wurde. In den 1960er-Jahren gab es mehrere Überarbeitungen, bei denen die Front- und Heckpartie verändert wurden, vor allem die Türen vorne statt hinten angeschlagen und der Motor auf 770 ccm vergrößert wurden. Nach Einführung des 850 (1964) führte der 600 mehr und mehr ein Schattendasein, eingeklemmt zwischen 500 und 850 schrumpften seine Verkaufszahlen, in Italien wurde seine Produktion 1969 eingestellt, aber hartnäckig gab es bis in die Siebzigerjahre eine deutsche Fangemeinde, die immer wieder bestellte, zuerst den "Jagst 2", zuletzt den in Deutschland als Fiat 770 S angebotenen Seat, der laut Fahrzeugpapieren bei SEAT in Barcelona, Spanien gebaut wurde.

In Deutschland wurde der 770 erst nach der Einstellung der Produktion in Spanien im Jahre 1973 endgültig aus dem Angebot genommen. Noch wesentlich länger lebte der Zastava, der sogar noch bis auf 850 cm³ weiterentwickelt wurde. Der Zastava 850 ist also ein 600 mit einem 850 cm³ großen Motor, nicht etwa eine jugoslawische Version des (größeren und moderneren) Fiat 850. Erst im Jahre 1985 wurde dieser Wagen endgültig eingestellt. Billigstes Modell in Jugoslawien war fortan der Zastava Yugo.

1998 erschien der Fiat Seicento, der den Namen des traditionsreichen Wagens wiederbelebt hat, aber natürlich eine ganz andere, viel modernere Konstruktion ist.

Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Fiat_600, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge