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Fialka (Maschine)

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Die Fialka ist eine sowjetische Rotor-Chiffriermaschine, welche in zahlreichen Ländern des Ostblocks eingesetzt wurde.

Technik

Das Gerät ähnelt im Aussehen einem Fernschreiber.
Es benötigt 24 Volt Gleichspannung, das separate Netzteil arbeitet mit 100-250 Volt Wechselspannung (50-400 Hz).

Es gibt zwei Grundversionen der Fialka, die M-125 MN und die technisch anspruchsvollere M-125 3MN.

Die Eingabe erfolgt über Tastatur oder 5 Kanal Lochstreifen. Die Ausgabe erfolgt bei der M-125 MN

  • a) gedruckt auf gummierten Streifen,
  • b) gelocht und gedruckt auf 5 Kanal Lochstreifenpapier.

Die Ausgabe bei der M-125 3MN erfolgt:

  • a) gedruckt auf gummierten Streifen
  • b) gelocht auf 5 Kanal Lochstreifenpapier.

Die M-125 MN und 3MN verfügt über zehn Schlüsselscheiben (Rotoren).
Bei der M-125 MN werden zur Tagesschlüsseleinstellung nur die Schlüsselscheiben
in ihrer Reihenfolge verändert.
Die M-125 3MN verfügt Schlüsselscheiben mit dreh- und wendbaren Verdrahtungseinsätzen.
Der Außenring ist drehbar, entsprechend dem Tagesschlüssel einstellbar.

Als Eingangspermutation wird ein Kommutator verwendet. Dieser permutiert alle 30 Signale.
Bei der Enigma wurde eine vergleichbare Eingangspermutation durch das
Steckerbrett durchgeführt, bei dem höchstens dreizehn, jedoch in der Regel nur zehn Kabel
gesteckt wurden.

Die zehn gegenläufigen Schlüsselscheiben sind für das kyrillische Alphabet
ausgelegt und haben daher 30 Kontakte, im Gegensatz zu vielen westlichen Geräten, deren Rotoren
26 Kontakte haben, entsprechend dem lateinischen Alphabet.
Die Tastatur der meisten Geräte hat eine Doppelbeschriftung, um sowohl für Nachrichten in
russischer als auch in der nationalen Sprache (z.B. deutsch, polnisch, tschechisch) verwendet
werden zu können.

Die M-125 MN hat für die Sprachenumschaltung einen kleinen Hebel, mit dem man den Typenkopf senkt
oder hebt. Mit dem Heben des Typenkopfes ist kyrillisch aktiviert.
Das ist notwendig, da man zum Erzeugen des Spruchschlüssels den kyrillischen Ausdruck benötigt.
Mit dem Spruchschlüssel werden die Schlüsselscheiben eingestellt.

Demgegenüber existiert bei der M-125 3MN dieser Hebel nicht mehr.
Diese Maschine ist eine Zwei-Register-Maschine. Mit dem entsprechenden Tastendruck kann man auf die
unterschiedlichen Register umschalten.
Die M-125 3MN verfügt über zwei austauschbare Typenräder (lateinisch<> Ziffern <>kyrillisch).
Die M-125 MN chiffriert nur Mischtexte (Buchstaben und Zahlen).
Die M-125 3MN hat 3 Betriebsarten:

  • a) Mischtexte (30 Zeichen)
  • b) Mischtexte mit Registerumschaltung (58 Zeichen + 2 Registerumschaltung)
  • c) Ziffern 0 ... 9


Eine Emulation/Simulation der M-125 MN ist auf den Seiten der untenstehenden Links zu finden.
Die M-125 MN ist mit der Simulaion verifiziert, aber nicht die 3MN.

Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Fialka_%28Maschine%29, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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