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Feuerwerkskörper

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Bild:Kirschbluetenfest Hamburg.png
Feuerwerksbomben-Arrangement beim Kirschblütenfest in Hamburg

Als Feuerwerkskörper werden pyrotechnische Gegenstände bezeichnet, die für Feuerwerkszwecke dienen. Nicht zu den Feuerwerkskörpern gerechnet werden pyrotechnische Gegenstände, die als Notsignale (Signalrakete), für den militärischen Einsatz (Schlachtfeldbeleuchtung) oder für technische Experimente dienen.

Inhaltsverzeichnis

Typen von Feuerwerkskörpern

Hochfeuerwerk

Effekt mit Steighöhen zwischen mehreren Dutzend und einigen hundert Metern. Im Himmel explodieren solche Höhenfeuerwerkskörper – bedingt durch eine Zerlegerladung – und werfen ihre Effekte aus (z. B. Leuchtsterne, Heuler, Saluts).

Effektkörper, die in den Himmel geschossen werden (Bomben)

Bild:Bratislava New Year Fireworks.jpg
Kugelbomben am Nachthimmel von Bratislava

Diese werden im allgemeinen aus Rohren (Mörsern) geschossen, bedingt durch eine Ausstoßladung in Form von gekörntem Feuerwerksschwarzpulver:

  • Kugelbombe, ein kugel<b/>rundes Geschoß; sie sind die Standardbauform für Feuerwerkskörper asiatischer Herkunft
  • Zylinderbombe, zylinder<b/>förmige Bomben, die durch ihre Form mehr Steighöhe erzielen
  • Bombette, ein kleiner Effekt, der in größerer Anzahl in einem Gesamteffekt verbaut ist

Die Form des eigentlichen Effekts ist dabei aber von der Bauform des Körpers unabhängig. Zylinderbomben erzeugen auch durchaus runde Effekte („Chrysanteme“, „Päonie“), Kugelbomben erzeugen etwa auch Ringe (Ringbombe, „Saturn“), oder Figuren wie „Schmetterling“, „Smiley“ oder „Herz“, wie auch die folgenden:

  • Eine „Trauerweide“, insbesondere aber die japanische Kamuro, oder „Crown“, „Diadem“, „Spinne“, „Polyp“ und anderes bezeichnet einen besonders langziehenden Effekt, der erst einige Sekunden nach der Zerlegung ausbrennen und daher weit herunterfällt. Kamuros in Gold sind die klassischen Finalschüsse.
  • „Komet“, „Palme“ oder ähnliches sind Effekte, die schon beim Aufstieg eine Leuchtspur hinterlassen (aufsteigender Effekt). Dieser zusätzliche Leuchtsatz wird gleichzeitig mit der Treibladung gezündet.
  • Blitzknall, „Salut“, ein Bombe mit Blitzknallsatz, die hauptsächlich Lärm erzeugt. Der typische Eröffnungs- und Abschlussschuß. Ein besonderen Ruf haben dabei italienische und spanische Saluts.

Effektkörper, die durch einen Eigenantrieb aufsteigen

Dies geschieht durch einen nach und nach abbrennenden Treibsatz.

  • Feuerwerksraketen
  • Ein Luftheuler ist ein Feuerwerkskörper, der nach dem Anzünden unter Erzeugung eines lauten Heultones abbrennt und sich durch den Rückstoß fortbewegt. In Deutschland ist dieser Feuerwerkskörper wegen seines unkontrollierten Flugs ab dem 1. Juli 2008 verboten.

- Der Antrieb: Die Rakete wird gezündet, für einen kurzen Moment verschafft die Treibladung der Rakete einen Schub. Danach steigt die Rakete lediglich durch ihre Trägheit weiter. Die Treibladung besteht aus einer schwarzpulverähnlichen Mischung. Kurze Zeit später setzt ein Verzögerungssatz die Ausstoßladung frei, welche die Effekte entzündet und auseinander treibt.

Mischformen von Boden– und Höhenfeuerwerk

Feuerwerkskörper, die ihre Effekte zwar nach oben in die Luft ausstoßen, diese aber nicht erst in der Höhe zur Erscheinung treten:

  • Feuertopf,
  • Schweifrohr, Kometenrohr,
Bild:Feuerwerksbatterie.JPG
Feuerwerksbatterie
  • Batterie (Cakebox), eine kartonierte Packung aus verschiedenen Effekten mit einem Zünder, in der umfangreichsten Variante als Fertigfeuerwerk bezeichnet. Oft auch mit anderen Effekten wie Fontänen etc. vereinigt.

Bodenfeuerwerk

Das sind fest mit dem Boden verankerte Feuerwerkskörper

  • Eine Fontäne (oder Vulkan) sprüht Funken und kleine Sterne nach oben. Die Effekthöhe variiert zwischen 10 cm und mehreren Metern. Als Wasserfallfontäne wird sie, mit der Düse nach unten an waagrechten Drähten etc. befestigt; ohne Düse fällt dann ein Vorhang silberner Funken zu Boden.
  • Ein Feuerrad ist ein Rad, das durch den Rückstoß von Antriebskörpern, meist verbunden mit Funkeneffekt wie bei Fontänen, an einem Stab zum Drehen gebracht wird.

Reine Knalleffekte

  • Ein Kanonenschlag ist ein Feuerwerkskörper, der aus losem in eine Papphülse verpackten Schwarzpulver besteht. Ein Kanonenschlag explodiert mit lautem Knall ohne besondere Lichteffekte. Kanonenschläge werden zum großen Teil in China produziert. Aus diesem Grund heißen sie auch oft Chinaböller.
  • Ein Knallfrosch ist ein Feuerwerkskörper, der aus mehreren Explosivsätzen besteht, die im Laufe der Zeit abbrennen. Ein Knallfrosch macht hierbei hüpfende Bewegungen, woher der Name stammt.
  • Schweizerkracher

Licht- Rauch- und Pfeifeffekte

Dies verschiedenen Effekte beruhen - neben der mechanischen Konstruktion des Körpers - auf den Zusammensetzungen der verwendeten Effektsätze (Leucht- und Leuchteffektsatz, Rauch-, Pfeifsatz).

Feuerwerksscherzartikel und Feuerwerksspielwaren

  • Knatterschnur (Knallkette), : Zahlreiche Knalleffekte, auf ein Band oder eine Zündschnur montiert.
  • Zimmerfeuerwerkskörper können und dürfen in geschlossenen Räumen verwendet werden; z. B. Knallerbsen (Knallbonbons) oder Wunderkerzen.

Siehe auch

Zur Rechtslage im Umgang mit Feuerwerksartikeln siehe Feuerwerk, Sprengstoffrecht, Pyrotechnischer Gegenstand, Pyrotechniker

Der Import von Feuerwerkskörpern ist auch aus EU-Staaten nur lizenzierten Fachbetrieben gestattet. Der Import durch Privatpersonen ist seit 2005 eine Straftat.


Weblinks

Wikipedia
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