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Feuerwehrschulen in Österreich
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Die Feuerwehrschulen in Österreich sind auf die einzelnen Bundesländer aufgeteilt. Die Feuerwehrschulen haben aber nicht nur die Aufgaben der Schulung von Feuerwehrmitgliedern. Neben Tätigkeiten, die einer normalen Wehr, die bei größeren Einsätzen, die ortsansässigen Wehren unterstützen, führen sie auch oft kleine Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Rahmen ihrer Möglichkeiten durch. Ebenso werden auch Sachverständigen- und Gutachtertätigkeiten durchgeführt.
Weiters dient die Feuerwehrschule auch als überregionales Katastrophenlager, wo beispielsweise vom Sandsäcke bis zu großen Notstromaggregate für den Katastrophenhilfsdienst in Containern vorrätig gehalten wird.
Meist ist auch eine Alarmzentrale, die je nach Bundesland verschiedene Gebiete für die Alarmierung zuständig ist. Auch die Landeswarnzentralen der einzelnen Bundesländer haben hier einen ihrer Standorte, so dass sie auch jederzeit für Katastropheneinsätze für eine Koordinierung aller Einsatzkräfte zuständig sind.
Da die Feuerwehrmitglieder je nach Bundesland oft eine lange Anfahrtszeit zur Feuerwehrschule haben, sind auch Übernachtungsmöglichkeiten in der Schule vorhanden. Dies hat sich aber in den letzten Jahrzehnten stark geändert. Wurden die Auszubildenden früher kaserniert, so sind durch die geänderte Arbeitswelt oft nur kurze Ausbildungseinheiten möglich, wo keine Übernachtung notwendig ist.
Inhaltsverzeichnis |
Standorte von Feuerwehrschulen
Burgenland
Kärnten
Niederösterreich
Die erste Feuerwehrschule wurde im Jahr 1933 in Wiener Neustadt errichtet. Im Jahr 1950 übersiedelt sie nach Tulln. Seit 1954 ist die Feuerwehrschule bisher dem Landesverbandschule direkt der Landesregierung unterstellt.
Da die vorhergehende Schule mitten im Stadtgebiet war und nicht mehr erweitert werden konnte, wurde 2004 mit dem Bau einer neuen Feuerwehrschule begonnen. Im Jahr 2006 wurde sie eröffnet. Diese ist auf einem Areal von 80 ha in etwa drei Mal so groß sein als die bisherige Feuerwehrschule.Der neuen Standort befindet sich am östlichen Stadtrand von Tulln Richtung Langenlebarn. Zusätzlich zu den Lehrsälen für die theoretische Ausbildung wurden zahlreiche Übungsobjekte errichtet, wie ein Brandhaus, Eisenbahnwaggons, Fahrzeugwracks, die in einem Üungsteich für Taucher versenkt werden können oder einen Übungstunnel. Dadurch können für die praktische Ausbildung die verschiedensten Szenarien dargestellt werden. Zum Zeitpunkt der Eröffnung gilt sie als eine der modernsten in Europa.
Um das ganze Objekt als Sicherheitszentrum für das Land Niederösterreich einsetzen zu können, sind hier ebenfalls das NÖ Landesfeuerwehrkommando, den NÖ Zivilschutzverband, die Brandverhütung, sowie die Abt. Katastrophenschutz der NÖ Landesregierung. Für das ganze Objekt wurden 44 Millionen Euro aufgewendet.
Lehrgänge
Einzelne Lehrgänge, vor allem die der Grundausbildung auf bestimmten Gebieten wie für die Truppführer, den Atemschutz und Funklehrgang werden in den einzelnen Landesfeuerwehrschulenen durchgeführt. Die weiterführenden werden aber alle in der Feuerwehrschule selbst abgehalten. Die Lehrgänge werden mehr und mehr als Tages oder Abendseminare als Modul durchgeführt um auf die geänderten Berufsbedingungen der Feuerwehrangehörigen zu reagieren. Da sie aber geblockt werden können, d.h. mehrere Abschnitte direkt hintereinander, ist es den Feuerwehrmitgliedern möglich in einem Seminarhotel mit 100 Einbettzimmern kostenlos zu übernachten.
Oberösterreich
Landesfeuerwehrschule in Linz. Mit Ausnahme der Grund- und Funklehrgänge finden alle Lehrgänge in Linz statt. Derzeit absolvieren jährlich über 9.000 Personen Lehrgänge aus dem rund 60 verschiedene Lehrgänge umfassenden Kursprogramm.
Im Jahr 2002 fanden am Standort der Oö. LFS 169 Lehrgänge mit 6.537 Teilnehmern, weiters 31 Grundlehrgänge mit 1.558 und 25 Funklehrgänge mit 984 Teilnehmern als Außenveranstaltungen in den Bezirken statt. Seit ihrer Eröffnung wurden an ihrem Standort 275.189 Feuerwehrleute auf allen Gebieten des Feuerwehrwesens ausgebildet.
Das Lehrgangsangebot in den verschiedenen Sachgebieten (Einsatz und Führung, Technik, Schadstoff) beruht darauf, dass die Einsatzarbeit bei den Bränden gefährlicher wird und die Zahl an vielfältigen technischen Einsätzen steigt.
Die Zunahme der Feuerwehraufgaben durch die fortschreitende Technisierung, ein immer größer werdendes Verkehrsaufkommen zu Land, in der Luft und auf dem Wasser, die Häufung von Gefahrenpotentialen in den Produktionen und Großlagern sowie die Naturkatastrophen erfordern geeignete Geräte und moderne Fahrzeuge zur raschen und zielführenden Einsatzbewältigung. Gleichzeitig werden höhere Anforderungen an die Mannschaften und Führungskräfte gestellt. Diese Situation erfordert einen adäquaten Ausbildungsaufwand. Die Bereitschaft zur Ausbildung ist nicht nur in den Feuerwehren gewachsen, sie wird auch durch steigende Nachfrage an Lehrgangsplätzen deutlich und hat eine ständige Vergrößerung und Erweiterung des Lehrgangsprogramms bewirkt. Gleichzeitig erfolgen Verbesserungen im Bereich der Ausbildungsmethodik mit anschaulichem Unterricht und realitätsbezogener Übungsdurchführung.
Die Schulleitung kann auf einen qualifizierten Mitarbeiterstab verweisen. Zusätzlich zum Leiter sind sechs Angestellte mit der Organisation des Schulungsprogramms betraut. Lehrgangsadministration, Lehrmittelvorbereitung, Skriptenerstellung, Bewerbsadministration und Standesführung sind Aufgabenbereiches des Sekretariates. Drei Ausbilder und Vortragende sind für die Wartung und Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge und Geräte der LFS zuständig. Ergänzt wird das Team durch zehn Gastausbilder von Freiwilligen Feuerwehren und einer Reihe von Gastvortragenden und selbstverständlich allen hauptberuflichen Mitarbeitern des Oö. LFV.
Salzburg
Landesfeuerwehrschule Salzburg neben dem Flughafen und dem Hangar 7
Steiermark
Tirol
Landesfeuerwehrverband Tirol / Landesfeuerwehrschule
Vorarlberg
Die Feuerwehrschule ist im Landesfeuerwehrverband in Feldkirch-Altenstadt untergebracht.
Wien
Da es in Wien eine Berufsfeuerwehr gibt, gibt es hier keine eigene Feuerwehrschule. Die zwei Freiwilligen Feuerwehren Süßenbrunn und Breitenlee werden ebenfalls von der Berufsfeuerwehr ausgebildet.
Weblinks
Österreichischer Bundesfeuerwehrverband
Niederösterreichische Landesfeuerwehrschule
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