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Fetozid
Aus Kefk.
Der Fetozid bezeichnet das Töten eines oder mehrerer Föten im Mutterleib. Dies kann zum einen bei einer Mehrlingsschwangerschaft aber auch bei festgestellten Genommutationen zur Schwangerschaftsbeendigung durchgeführt werden. Der Fetozid wird zum Beispiel durch die Injektion von Kalium in das fetale Herz durchgeführt, wodurch es zu einem Herzstillstand kommt.
Indikation bei Mehrlingsschwangerschaft
Bei Drillings- oder höhergradigen Schwangerschaften, die oftmals als Folge einer Künstliche Befruchtung auftreten, kann ein selektiver Fetozid durchgeführt werden, um die Entwicklungsfähigkeit der verbliebenen Feten zu sichern.
Indikation bei Fehlbildungen
Wird während der Schwangerschaft durch Pränataldiagnostik wie z. B. Amniozentese eine fetale Chromosomenstörung (z.B. Trisomie 13) oder eine andere schwerwiegende Fehlbildung festgestellt (z. B. Spina bifida), besteht nach deutschem Recht die Möglichkeit, die Schwangerschaft aus medizinischer Indikation zu beenden.
Bei einer fortgeschrittenen Schwangerschaft etwa ab der 22 Schwangerschaftswoche wird der Fetozid vor einem Schwangerschaftsabbruch durchgeführt, um eine Lebendgeburt zu verhindern.
Weblinks
- Spätinterruptio und Fetozid – das Kieler Modell: Juristische und gynäkologische Überlegungen
- Spätabbruch und Fetozid: Ausnahmesituation für Schwangere und Arzt
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