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Ferrari 250 GTO

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Ferrari
Bild:Ferrari 250 GTO.jpg

Ferrari 250 GTO in SPA

F250 GTO
Hersteller: Ferrari
Produktionszeitraum: 1961–1964
Klasse: Sportwagen
Karosserieversionen: Coupé
Motoren: 3,0 Liter V12-Ottomotor, 221 kW
Länge: 4445 mm
Breite: 1600 mm
Höhe: mm
Leergewicht: 1000 kg
Vorgängermodell:
Nachfolgemodell: Ferrari 288 GTO
Ähnliche Modelle: Lamborghini 350 GT
Wikipedia
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Ferrari 250 GTO ist die Bezeichnung für ein Homologationsmodell für Renn-Serien vom Automobilhersteller Ferrari.

Mit den drei charakteristischen Lufteinlässe in der Front, die die Kühlung des V12-Motors unter der engen Haube zu verbessern sollten, gehört der 250 GTO für viele Ferrari-Liebhaber zu den schönsten Ferraris aller Zeiten.

Die von den insgesamt nur 39 produzierten Exemplare (1962-1964) heute noch erhaltenen gehören zu den wertvollsten Automobilen. So wurde 1987 ein 250 GTO für über 17 Millionen DM bei einer Auktion in Monte Carlo verkauft. Dies ist um so erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass diese Fahrzeuge Ende Anfang der 70-er Jahre in absolute Bedeutungslosigkeit versunken waren. Studenten einer kalifornischen Universität etwa fuhren einen für 5000 USD erstandenen 250 GTO bei Spaßrennen. Von anderen Exemplaren wurde berichtet, dass sie bereits als Hühnerstall fungierten, als man sie wiederentdeckte.

Inhaltsverzeichnis

Entwicklungsgeschichte des 250 GTO (1961-1964)

Die Basis für den 250 GTO bildete das Modell 250 GT SWB, SWB stand für "short wheelbase" (kurzer Radstand). Die Buchstaben GTO standen für "Gran Turismo Omologato", also ein Homologationsmodell für Renn-Serien. Der 250 GTO wurde für den Einsatz in der Gran-Tourismo-Kategorie entwickelt. Die 250 in der Typenbezeichnung steht für den Hubraum pro Zylinder.

Bild:Ferrari 250-GTO Innenraum.jpg
Ferrari 250 GTO Innenraum
Bild:Ferrari 250 GTO V12-Motor.jpg
Der 3-Liter-V12 des 250 GTO besaß sechs Weber-Fallstrom-Doppelvergaser

Die Karosseriemodifikationen gegenüber dem zugrundegelegten 250 SWB wurde von Bizzarrini im Windkanal entwickelt. Die auffälligste Änderung war die völlig neugestaltete Front. Die hinteren Kotflügel wurden breiter und länger ebenso wie der hintere Überhang. Im Gegensatz zum ersten Prototypen erhielten alle späteren Exemplare eine aufgenietete Abrisskante in Form eines Spoilers, was damals ein absolutes aerodynamisches Novum darstellte.

Die hintere Starrachse des 250 GT SWB musste zwar beibehalten werden, sie war jedoch mit parallelen Längslenkern und Watt-Gestänge zur Stabilisierung optimiert worden. Als Motor diente der Colombo-V12 mit 3 Liter Hubraum und Trockensumpfschmierung, dadurch konnte die Motorhaube sehr flach gehalten werden. Dank 300 PS und guter Aerodynamik erreichte der GTO auf langen Geraden bis zu 280 km/h, er war bei Rennen sehr erfolgreich und gewann in den Jahren 1962 und 1963 die GT-Weltmeisterschaft.

Die Ergebnisse des GTO waren beeindruckend, es gab Siege bei den 12 Stunden von Sebring, der Targa-Florio, den 1000 km von Spa und in Le Mans, wo man 1962 und 1963 zusätzlich zweiter wurde.






Versionen

Ferrari 250 GTO und Ferrari 330 GTO Serie I

In den Jahren 1962 und 1963 wurden 32 Exemplare der sog. Serie I hergestellt, deren Karosserie-Ursprung dem 250 SWB entstammte. 29 davon waren 250 GTO mit drei Liter Hubraum. Drei jedoch hatten einen 4 Liter-Motor mit 3967cm3 Hubraum und 390 PS bei 7000 U/min. Man erkannte sie an der großen Hutze auf der Motorhaube.

Ferrari 250 GTO Serie II (GTO '64)

Für die Saison 1964 wurden drei völlig neue Fahrzeuge gebaut, deren Dach vom 250 LM stammte. Auch Nase und Heck wurden stark überarbeitet und sie erhielten breitere Felgen und Reifen. Vier weitere Serie I-Fahrzeuge wurde auf Serie II rekarossiert.

Technische Daten (GTO 3-Liter)

Bild:F250GTO-3L-1963.jpg
Ferrari 250 GTO von 1963
  • Motor: V12 60°, vorne angeordnet, Trockensumpfschmierung, Motorblock aus Aluguss mit eingeschraubten Grauguss-Zylinderbuchsen
  • Verdichtung: 9,7:1
  • Bohrung/Hub: 73mm x 58,8mm
  • Hubraum: 2953cm3
  • Leistung: 302 PS bei 7500/min
  • max.Drehmoment: 343 Nm bei 5500/min
  • Kraftübertragung: Fünfgang-Schaltgetriebe
  • Chassis: Rohrrahmen aus Stahl
  • Aufhängung: Einzelrad, Dreiecklenker und Schraubenfedern vorn; Starrachse mit Halbelliptikfedern, Längslenkern hinten
  • Felgen: Borrani Drahtspeichenräder mit Zentralverschuss, vorne 6x15 hinten 7x15
  • Bremsen: hydraulische Scheibenbremsen vorne und hinten
  • Karosserie: Aluminiumaufbau (Coupé)
  • Höchstgeschwindigkeit: zwischen 208 km/h (Hinterachse 7x34) und 280 km/h (Hinterachse 9x32)

Fahrgestell-Nummern

Zwischen 3223GT und 5575GT;

davon 330 GTO: 4561GT, 3765GT, 3673GT;

GTO'64: 3729GT, 3589GT, 3869GT, 3647GT, 4399GT, 3505GT, 4491GT (nur die drei letzten sind 'echte' 64-er)


Weblinks

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