Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Fernrohrlage
Aus Kefk.
Mit einem Theodolit kann ein Zielpunkt in zwei Fernrohrlagen angezielt werden, indem das gesamte Instrument (die Alhidade) um 180° gedreht und anschließend das Fernrohr "durchgeschlagen" wird.
Weil der Vertikalkreis dabei seine Lage von links auf rechts (oder umgekehrt) wechselt, spricht man auch von Kreislage (je nach Instrument: Krsl. links und rechts, bzw. Krsl.I und II).
Bei Universalinstrumenten ist derselbe Vorhang möglich, während bei i. d. R. fest aufgestellten Passagen- bzw. Durchgangsinstrumenten statt der 180°-Verdrehung des Unterbaues die horizontale Achse (Kippachse "umgelegt" werden kann (d.h. ihr Westende nach Osten kommt und umgekehrt).
Der Zweck des "Durchschlagens" ist ein mehrfacher:
- Der konstruktive Kippachsenfehler (einige 0,001°) wird bei Zielung in 2 Kreislagen vollständig eliminiert
- ebenso der nicht völlig wegjustierte Rest des Zielachsenfehlers
- Die Messgenauigkeit steigt (allerdings auch der Aufwand): einerseits durch die Mittelung beider Ablesungen, andererseits durch Verringerung der Zielfehler des Beobachters (zwar nur etwa 1", aber systematische Wirkung -- siehe auch Persönliche Gleichung
- Eine allfällige Exzentrizität der Stehachse (einige µm) wird unschädlich (jene der Aufstellung des Stativs bleibt hingegen wirksam!)
- ... ... (erst nach Studium weiterer Fachliteratur. Geof 16:06, 14.Okt. 2006
Literatur
- H.Kahmen: Vermessungskunde, de Gruyter 2001
- ... (weitere Fachliteratur folgt)
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Fernrohrlage, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
