Aus Kefk.
Ferdinand Freiherr von Fürstenberg (*
26. Oktober 1626 auf
Schloss Bilstein im
Sauerland; †
26. Juni 1683 in
Paderborn) war
Fürstbischof von
Münster und
Paderborn.
Leben
Als Sohn des kurkölnischen Landdrosten Friedrich von Fürstenberg und dessen Frau Anna Maria von Kerpen, lernte Ferdinand während seiner Studienzeit in Münster Fabio Chigi, den Nuntius bei den Friedensverhandlungen des Dreißigjährigen Krieges und späteren Papst Alexander VII. kennen, dem er 1652 nach Rom folgte. Unter dessen Begünstigung durchlief er eine kirchliche Karriere und wurde 1661 zum Bischof von Paderborn gewählt. 1667 wurde er zusätzlich Koadjutor des münsterschen Bischofs Christoph Bernhard von Galen und 1678 dessen Nachfolger. Die von seinem kriegerischen Vorgänger eroberten Gebiete gab er 1678 an Schweden zurück.
Fürstenberg war kulturell vielseitig interessiert und gebildet. In Westfalen war er durch seine Auftragskunst stilbildend im so genannten Fürstenberger Barock.
Schriften
Ferdinand von Fürstenberg verfasste zahlreiche Schriften, darunter eine lateinische Chronik und Topographie des Bistums Paderborn (mitsamt einer Genealogie des Geschlechts Fürstenberg), die 1669 in Paderborn als Monumenta Paderbornensia, ex historia Romana, Francica, Saxonica eruta, novis inscriptionibus, figuris, tabulis geographicis ac notis … illustrata … Compendium vitae … Ferdinadaei, & Panegyricus Paderbornensis … erschien und bis 1714 drei weitere Auflagen erlebte. Eine deutsche Ausgabe (Denkmale des Landes Paderborn, übersetzt von Franz Joseph Micus) erschien 1844 ebenfalls in Paderborn.
Literatur
- Norbert Börste, Jörg Ernesti (Hrsg.): Friedensfürst und Guter Hirte. Ferdinand von Fürstenberg – Fürstbischof von Paderborn und Münster. (= Paderborner Theologische Studien; Bd. 42). Schöningh, Paderborn 2004, ISBN 3-506-71319-1
- Jörg Ernesti: Ferdinand von Fürstenberg (1626–1683). Geistiges Profil eines barocken Fürstbischofs. (= Studien und Quellen zur Westfälischen Geschichte; Bd. 51). Bonifatius, Paderborn 2004, ISBN 3-89710-282-X
Weblinks