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Fener
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Fener (auch Phanar oder Fanar, griechisch: Φανάρι / Phanari) ist ein Stadtviertel im Stadtteil Fatih der türkischen Stadt Istanbul.
Nach der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen im Jahr 1453 zog die Oberschicht der griechischen Bevölkerung in das Viertel Fener. Da auch der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel in diesen Stadtbezirk zog, wird auch die Leitung des Patriarchats als Phanar bezeichnet.
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Phanarioten
Als Phanarioten werden im weiteren Sinne alle Istanbuler Griechen bezeichnet, die heute nur noch wenige tausend Köpfe zählen. Während auch nach dem Ersten Weltkrieg und der Gründung der Republik Türkei 1923 noch zahlreiche Griechen in Istanbul lebten, setzte nach dem sogenannten „Pogrom von Istanbul“ am 7. September 1955 ein massiver Exodus ein.
Unter der Bezeichnung Phanarioten versteht man im engeren Sinne, insbesondere in den Ländern des ehemaligen Osmanischen Reichs auf dem Balkan, die Mitglieder der adligen, im Phanar ansässigen Familien, die z. B. zwischen 1711 und 1821 durch das Osmanische Reich zu Woiwoden der Walachei und Moldawiens ernannt wurden, wichtige Posten in Armee und Regierung übernahmen und zum Teil in europäischen Ländern als Botschafter tätig wurden. Die Griechen galten im Osmanischen Reich bis zum griechischen Unabhängigkeitskrieg als besonders loyale nichtmuslimische Untertanen; danach übernahmen bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges die Armenier diese Rolle.
Bedeutende phanariotische Familien
- Karatheodori
- Racoviţă (auch Racovitza), eine teilweise hellenisierte walachische und moldauische Bojarenfamilie
- Ypsilanti (auch Ipsilanti oder Ypsilantis) , ursprünglich aus Trabzon stammend
Siehe auch
Weblink
Koordinaten: 41° 1' 45" N, 28° 57' 0" O
