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Fehlerkosten
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Fehlerkosten entstehen durch fehlerhafte Produkte oder Dienstleistungen, die nicht den vorgegebenen Kundenanforderungen entsprechen. Fehlerkosten sind qualitätsbezogene Kosten und bilden eine Qualitätskennzahl. Im Qualitätsmanagement werden sie als Teil der Qualitätskosten betrachtet.
Direkte und indirekte Fehlerkosten
Direkte Fehlerkosten sind Kosten, die direkt durch die Unverkäuflichkeit des fehlerhaften Produktes entstehen. Sie stellen nur einen kleinen Teil der gesamten Fehlerkosten dar.
Indirekte Fehlerkosten bilden den weitaus größeren Kostenteil:
- Operative Fehler(folge)kosten sind Kosten der Fehlerbehebung, z.B.
- Nacharbeit
- Wiederholungsprüfung
- fehlerbedingte Ausfallzeit
- nicht planmäßige Sortierprüfung
- Gewährleistung, Kulanz oder Produzentenhaftung
- Strategische Fehler(folge)kosten
- Imageprobleme
- Verlust von Kunden oder Marktanteilen
Interne und externe Fehlerkosten
Interne Fehlerkosten treten noch im Unternehmen auf, also ohne dass der Kunden davon Kenntnis erhält.
Externe Fehlerkosten treten auf, wenn der Fehler bereits als Qualitätsmangel den Kunden erreicht hat.
Steuerung mit Fehlerkosten
Fehlerkosten stellen eine Qualitätskennzahl dar, mit der im Rahmen des Qualitätsmanagements die Qualität der Produkte und Dienstleistungen gesteuert werden kann. Hierzu müssen den Fehlerkosten die Fehlerverhütungs- und die Prüfkosten gegenübergestellt werden. In der Summe ergeben diese 3 Kostenarten die Qualitätskosten. Da sich diese 3 Kostenarten gegenseitig beeinflussen (z.B.: steigere ich die Prüfkosten, so senke ich die Fehlerkosten), können Fehlerkosten nicht isoliert betrachtet (und optimiert) werden.
Um Fehler und Fehlerkosten möglichst vorbeugend auszuschliessen, wird bei der Prozessplanung die FMEA eingesetzt.
Hohe Fehlerkosten sind ein Hinweis auf ungünstige und noch zu verbessernde Prozesse. Durch eine Fehler-Ursachen-Analyse werden die Störungen erforscht und danach wird der Prozess entsprechend umgestaltet.
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