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Fegefeuer der Eitelkeiten (Film)
Aus Kefk.
| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Fegefeuer der Eitelkeiten |
| Originaltitel: | The Bonfire of the Vanities |
| Produktionsland: | USA |
| Erscheinungsjahr: | 1990 |
| Länge (PAL-DVD): | 125 Minuten |
| Originalsprache: | Englisch |
| Stab | |
| Regie: | Brian De Palma |
| Drehbuch: | Michael Cristofer |
| Produktion: | Fred C. Caruso, Brian De Palma, Monica Goldstein, Peter Guber, Jon Peters |
| Musik: | Dave Grusin |
| Kamera: | Vilmos Zsigmond |
| Schnitt: | Beth Jochem Besterveld, Bill Pankow, David Ray |
| Besetzung | |
| |
Fegefeuer der Eitelkeiten ist eine Verfilmung des gleichnamigen Romans des Schriftstellers Tom Wolfe. Der Film entstand 1990 unter der Regie von Brian De Palma.
Inhaltsverzeichnis |
Handlung
Der Börsenmakler Sherman McCoy holt eines Abends seine Geliebte Maria Ruskin vom Flughafen ab. Auf dem Weg zu ihrem gemieteten Appartement verirren sie sich mit dem Auto in der Bronx, wo sie zwei Schwarzen begegnen. Da sie sich von ihnen bedroht fühlen, fahren sie überstürzt davon, wobei einer der Schwarzen von Maria (die am Steuer sitzt) angefahren wird. McCoys Probleme häufen sich im Lauf der Zeit, da seine Frau zuerst herausfindet, dass er sie betrügt, und er danach ein millionenschweres Wertpapiergeschäft vermasselt.
Währenddessen ist der junge Schwarze, der angefahren wurde, ins Krankenhaus eingeliefert worden, und Reverend Bacon, ein machtgieriger und manipulierender Prediger aus Harlem, macht den Fall mit Hilfe des Journalisten Peter Fallow, der sich eine Wiederbelebung seiner Karriere erhofft, zu einem Politikum. Fallow bringt die Geschichte in seiner Zeitung groß heraus, und kurz darauf gelingt es zwei Polizisten, McCoy als Fahrer des Wagens zu identifizieren.
Der Fall wird nun an Larry Kramer übergeben, der damit Karriere machen will - sein ehrgeiziger Vorgesetzter Abe Weiss fürchtet um seine Wiederwahl als Bezirksstaatsanwalt, falls er durch eine allzu nachlässige Verfolgung des Falles bei der schwarzen Mehrheit in seinem Bezirk (der Bronx) in Misskredit gerät, da er als Weißer und Jude ohnehin nicht sonderlich beliebt ist. Durch eine gezielte Indiskretion gelangt McCoys Name an die Öffentlichkeit, und durch die sensationsgierigen Medien wird er sogleich vorverurteilt. Bürgerrechtler demonstrieren vor seinem noblen Appartement. McCoy wird verhaftet und zu seinem Entsetzen zusammen mit einigen gewöhnlichen Kriminellen auf der Hauptwache der Bronx untergebracht, dann aber gegen eine Kaution von 10.000 Dollar freigelassen.
Bei seinen Recherchen findet Peter Fallow heraus, dass McCoy und Maria beim Liebesspiel in ihrem Appartement abgehört wurden. Es gelingt ihm, sich die Kassettenaufnahme, auf der Maria ihre Schuld zugibt, zu beschaffen und sie McCoy zu schicken. Da eine illegale Aufnahme aber vor Gericht wertlos ist, rät McCoys Anwalt ihm, erneut mit Maria zu reden und ein Geständnis von ihr auf Band aufzunehmen. Dies misslingt, da sie das Aufnahmegerät entdeckt und McCoy daraufhin den Laufpass gibt.
Es kommt zur Gerichtsverhandlung. Während Maria von Kramer vernommen wird und alle Schuld an dem Unfall McCoy zuweist, schaltet dieser sein Kassettengerät ein und spielt die illegale Aufnahme aus dem Appartement vor. Maria wird ohnmächtig. McCoy beteuert gegenüber dem Richter, die Aufnahme selbst gemacht zu haben, und wird daraufhin freigesprochen.
Peter Fallow schreibt über den Fall ein Buch, mit dem er den Pulitzer-Preis gewinnt.
Hintergründe
Der Film konnte schon wegen seiner geringen Dauer der Romanvorlage nicht gerecht werden; unter anderen wurde Tom Hanks die Fähigkeit abgesprochen, dramatische Rollen zu bewältigen, ein Vorwurf, den er kurz darauf mit Philadelphia widerlegte.
Auszeichnungen
Der Film wurde 1990 in den Kategorien Schlechteste Schauspielerin (Melanie Griffith), Schlechtester Regisseur (Brian De Palma), Schlechtester Film (Brian De Palma), Schlechtestes Drehbuch (Michael Cristofer) sowie Schlechteste Nebendarstellerin (Kim Cattrall) für die Goldene Himbeere nominiert.
Kritiken
- "Rabenschwarze Tragikomödie nach dem Erfolgsroman von Tom Wolfe, die nicht nur allgemeingültige Wahrheiten vermittelt, sondern sich auch mit dem Wertewandel in den 80er Jahren auseinandersetzt. Der hintergründige Unterhaltungswert des nicht in allen Belangen überzeugenden Films wird durch zwei hervorragende Darsteller noch gesteigert." - „Lexikon des internationalen Films“ (CD-ROM-Ausgabe), Systhema, München 1997
Literatur
- Tom Wolfe: Fegefeuer der Eitelkeiten. Roman (Originaltitel: The Bonfire of Vanities). Deutsch von Benjamin Schwarz. Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek bei Hamburg 2005, 926 S., ISBN 3-499-23674-5
Weblinks
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