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Fear, Uncertainty and Doubt
Aus Kefk.
Als Fear, Uncertainty and Doubt (englisch für „Furcht, Ungewissheit und Zweifel“), meist abgekürzt als FUD, wird eine Werbe- oder Kommunikationsstrategie bezeichnet, die der gezielten Bekämpfung eines (in der Regel wirtschaftlichen oder politischen) Konkurrenten dient, insbesondere wenn dieser bislang ein gutes Image hat. Man bedient sich dabei gezielter, aber dennoch subtiler und eher unterschwelliger Falschinformation, zum Beispiel in Pressemeldungen. Häufig werden diese über scheinbar neutrale Quellen verbreitet, deren Verbindung zum eigentlichen Urheber nicht sofort ersichtlich ist. Im Deutschen kommt die Bezeichnung Schmutzkampagne der Bedeutung von FUD nahe.
Geprägt haben soll diesen Begriff Gene Amdahl, nachdem er IBM verlassen hatte, um seine eigene Firma (Amdahl Corp.) zu gründen. Er soll damals über IBM-Vertriebsmitarbeiter gesagt haben, es seien Furcht, Ungewissheit und Zweifel, den sie potentiellen Amdahl-Kunden vermittelten.
Das Ziel ist es, beim Informationsempfänger (zum Beispiel Kunden, Wähler) jene Furcht, Ungewissheit und Zweifel gegenüber einem Konkurrenten oder dessen Produkten hervorzurufen (Propaganda). Hierbei wird ausgenutzt, dass Angstgefühle beim Menschen häufig irrational begründet sind und selbst nachweislich falsche Informationen zu Unsicherheiten führen können.
Da es zu den Charakteristika einer erfolgreichen FUD-Kampagne gehört, nicht als solche erkennbar zu sein, ist es schwierig, Beispiele zu nennen. Von IBM als FUD benannt worden sind jedoch einige Aktivitäten der Firma SCO, mit denen Anwender des Betriebssystemes Linux verunsichert werden sollten.
Ebenfalls in den Bereich von FUD kann das verfrühte Ankündigen von Produkten fallen, um lediglich Kunden vom Kauf von Konkurrenzprodukten abzuhalten (Vaporware).
Panikmache zur Unterbindung bestimmter Handlungen gehört ebenfalls in den Bereich des FUD. Hier ist der jeweilige Konkurrent das Opfer, der Informationsempfänger nur Mittel zum Zweck.
Befürworter freier Inhalte weisen gelegentlich angeblichen Rechteinhabern, die sich besonderer Schutzrechte berühmen, nach, durch eine FUD-Strategie Nutzer einzuschüchtern und von der Nutzung an sich freier Werke abzuhalten.
Auch bei Rechtsstreitigkeiten kann dieses Mittel eingesetzt werden, vor allem in Verbindung mit hohen Streitwerten und unerfahrenen Gegnern. Hier bilden Informationsempfänger und Opfer eine Einheit, beispielsweise bei einer Abmahnwelle gegen private Betreiber von Homepages.
Eine teilweise wirksame Verteidigung ist die Veröffentlichung der Tatsachen seitens des Opfers.
Siehe auch
Weblinks
- FUD Eintrag im Jargon File (Eric S. Raymond)
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