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Falschfarben

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Bild:Moon - False Color Mosaic.jpg
Ein Falschfarbenbild des Mondes, aufgenommen mit drei Farbfiltern
Bild:Mirau Interference Sample.png
Farbkodierte Darstellung (oben) eines Graustufenbildes (unten). Rechts die verwendete Farbskala.

In einer Falschfarbendarstellung werden gezielt Farben, die vom natürlichen Farbeindruck abweichen, verwendet. Daher rührt auch die Bezeichnung Falschfarben. Wissenschaftler verwenden diese, um feine Nuancen eines Farbtons oder einer Graustufe in einem Bild deutlich unterscheidbar zu machen. Bei der Falschfarbendarstellung im wörtlichen Sinne werden die Farbkanäle des Originalbildes anderen Farben zugeordnet – beispielsweise Rot zu Blau und Blau zu Grün. Bei der Farbkodierung werden einzelnen Helligkeitsstufen eines Farbtons verschiedene Farbwerte zugeordnet.

Inhaltsverzeichnis

Wahrnehmung

Der Falschfarbendarstellung liegt das Prinzip zugrunde, dass die Farbwahrnehmung des menschlichen Auges zwar auf nur einige hundert Helligkeitsstufen eines Farbtons begrenzt ist, aber etwa eine Million Farbschattierungen unterscheiden kann[1]. Statt einer Grauskala, die von weiß bis schwarz reicht, wird daher eine Farbskala verwendet, die zum Beispiel von gelb über rot bis blau reicht. Dadurch entstehen Bilder, die Details wesentlich deutlicher erkennen lassen.

Anwendungen

Bild:PET1.jpg
Farbkodierte Darstellung eines PET-Bildes der Gehirnaktivität

Falschfarben

Luftbildaufnahmen und Satellitenbilder sind klassische Anwendungsgebiete der Falschfarbendarstellung. Bei diesen Bildern wird häufig nicht mit Farbfilmen gearbeitet, die auf eine möglichst natürliche Farbwiedergabe für das menschliche Auge optimiert sind, sondern es werden einzelne Spektralbereiche mit Farbfiltern auf Schwarzweißfilme oder farbunempfindliche elektronische Sensoren abgebildet. Auch unsichtbare Strahlung wie ultraviolettes oder infrarotes Licht kann so aufgenommen werden. Solche multispektralen Aufnahmen sind beispielsweise geeignet, Vegetationsflächen von Ödland oder bebautem Gebiet zu unterscheiden, selbst wenn diese für den Menschen eine ähnliche Farbe haben. In einer Falschfarbendarstellung kann dann beispielsweise der Vegetation ein Rotton zugeordnet werden und dem Ödland ein Blauton. So entsteht eine Falschfarbendarstellung, die die gewünschte Information prägnant und leicht erkennbar darstellt.

Farbkodierung

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Farbkodiertes Wärmebild eines Hundes

Viele bildgebende Verfahren der Medizin, wie die Magnetresonanztomografie, Ultraschall oder Röntgentomographie, oder der Physik, wie die Thermographie, erzeugen Bilder die keine Farbinformation enthalten. Für solche Bilder verwendet man eine farbkodierte Darstellung. Dabei werden die einzelnen Graustufen durch unterschiedliche Farben in der Darstellung repräsentiert. Auch hier ergibt sich einer deutlichere Sichtbarkeit feiner Nuancen im Bild. In einer Röntgentomographie können so beispielsweise verschiedene Gewebetypen in verschiedenen Farben dargestellt werden.

Literatur

  1. E. Br. Goldstein: Sensation and Perception, Itps Thomson Learning, 2003, ISBN 978-0534639914
Wikipedia
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