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Ethylnitrat
Aus Kefk.
| Strukturformel | ||
|---|---|---|
| Bild:Ethylnitrat.svg | ||
| Allgemeines | ||
| Name | Ethylnitrat | |
| Andere Namen | Salpetersäureethylester | |
| Summenformel | C2H5NO3 | |
| CAS-Nummer | 625-58-1 | |
| Kurzbeschreibung | farblose, angenehm riechende Flüssigkeit [1] | |
| Eigenschaften | ||
| Molmasse | 91,07 g·mol−1 | |
| Aggregatzustand | flüssig | |
| Dichte | 1,11 g·cm−3[1] | |
| Schmelzpunkt | -112 °C [1] | |
| Siedepunkt | 88 °C [1] | |
| Dampfdruck | 67 hPa [1] (20 °C) | |
| Löslichkeit |
praktisch unlöslich in Wasser, besser in Alkoholen und Nitroalkanen | |
| Sicherheitshinweise | ||
| Gefahrstoffkennzeichnung aus RL 67/548/EWG, Anh. 1 | ||
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| R- und S-Sätze | R: 2 | |
| S: (2)-23-24/25 | ||
| weitere Sicherheitshinweise | ||
| MAK | ? | |
| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | ||
Ethylnitrat, der Salpetersäureester des Ethanols, ist eine durchsichtige hochexplosive Flüssigkeit mit angenehmem Geruch.
Inhaltsverzeichnis |
Natürliches Vorkommen
Nach Untersuchungen der University of East Anglia kommt Ehtylnitrat neben der künstlichen Herstellung auch biogen vor. Ursprung sind mit hoher Wahrscheinlichkeit aquatische Bakterien.[2]
Darstellung
Ethylnitrat entsteht beim Einwirken konzentrierter, stickoxidfreier Salpetersäure auf Ethanol. Um das entstandende Ethylnitrat zu isolieren, muss es vorsichtig abdestilliert werden. Die Herstellung von Ethylnitrat ist zwar bemerkenswert simpel und preiswert, aber gleichzeitig sehr gefährlich, da das Ethylnitrat zur Reinigung in den Gaszustand, in dem es hochexplosiv ist, überführt werden muss.
Eigenschaften
Ethylnitrat hat einen Siedepunkt von 88 °C und ist schwerer als Wasser. Die Dämpfe des Ethylnitrates sind, wie die des chemisch stark verwandten Methylnitrates selbst, unter Luftabschluss explosionsfähig, was in Verbindung mit der großen Flüchtigkeit des Stoffes ein hohes Gefahrenpotenzial birgt. Es ist ähnlich schlagempfindlich wie Nitroglycerin, ist diesem aber hinsichtlich der Sprengkraft unterlegen. Da es ein einwertiges Nitrat eines zweiwertigen Alkohols ist, hat es eine negative Sauerstoffbilanz (die einzelne Nitratgruppe reicht nicht aus, um den Ethyl-Rest vollständig zu oxidieren), weshalb die bei der Detonation entstehenden Schwaden brennbare Gase wie Wasserstoff und Kohlenmonoxid in großen Mengen enthalten.
- Bleiblockausbauchung: 420 cm3 / 10 g
- Detonationsgeschwindigkeit: 5800 m/s
Verwendung
Ethylnitrat findet kaum kommerzielle Verwendung, da es schwächer und weniger handhabungssicher ist als Nitroglycerin. Allerdings wird es aufgrund der leichten Verfügbarkeit der Edukte häufig illegal hergestellt und von Terroristen oder Straßenkämpfern eingesetzt. Wird es als Sprengstoff benutzt, so vermischt man es häufig mit brandfördernden Stoffen wie Ammoniumnitrat, um die Sauerstoffbilanz auszugleichen und die Sprengkraft des Stoffes optimal auszunutzen.
Referenzen
- . a b c d e BIA Gestis Stoffdatenbank
- ↑ Spektrumdirekt : Alkylnitrate natürlichen Ursprungs (23. August 2002)
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