Eschborn

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Wappen Deutschlandkarte
Bild:Wappen Eschborn.png
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Main-Taunus-Kreis
Koordinaten: Koordinaten: 50° 9′ N, 8° 34′ O50° 9′ N, 8° 34′ O
Höhe: 138 m ü. NN
Fläche: 12,14 km²
Einwohner: 20.848 (29. Juni 2006)
Bevölkerungsdichte: 1717 Einwohner je km²
Postleitzahl: 65760
Vorwahlen: 06196, 06173
Kfz-Kennzeichen: MTK
Gemeindeschlüssel: 06 4 36 003
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 36
65760 Eschborn
Webpräsenz:
Bürgermeister: Wilhelm Speckhardt

Eschborn ist eine Stadt im Main-Taunus-Kreis in Hessen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Eschborn liegt im Rhein-Main-Gebiet, am östlichen Rand des Main-Taunus-Kreises. Im Süden grenzt es unmittelbar an Frankfurt und profitiert von dessen günstiger Verkehrsanbindung: die nächsten Autobahnanschlüsse zur A 66 und A 5 sind etwa 1,5 km entfernt, die S-Bahn-Linien S3 und S4 fahren durch Eschborn (Haltepunkte Eschborn Süd, Eschborn und Niederhöchstadt). Eschborn ist mit den Frankfurter Stadtteilen Sossenheim und Rödelheim benachbart. Die Frankfurter Innenstadt ist 7 km und der internationale Rhein-Main-Flughafen ist 15 km entfernt. Zu Eschborn gehört der Stadtteil Niederhöchstadt, der im Norden an Eschborn angrenzt.

Nachbargemeinden und -kreise

Eschborn grenzt im Norden an die Städte Kronberg und Steinbach (beide Hochtaunuskreis), im Osten und Süden an die kreisfreie Stadt Frankfurt am Main, sowie im Westen an die Stadt Schwalbach.

Naherholung

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Arboretum Main-Taunus

Arboretum Main-Taunus

Das Arboretum Main Taunus ist ein ca. 76 ha großer Baum- und Sträucherpark. Hier sind ca. 600 Baum- und Sträucherarten aus allen Teilen der Erde angepflanzt. Das Arboretum liegt zwischen den Gemeinden Schwalbach am Taunus, Sulzbach am Taunus und Eschborn. Durch das Arboretum führen mehrere Rad- und Wanderwege.

Einwohner

(jeweils zum 31. Dezember)

Politik

Stadtverordnetenversammlung

Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 41,6 15 40,6 15
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 23,2 9 32,6 12
GRÜNE BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 10,3 4 10,1 4
FDP Freie Demokratische Partei 13,5 5 8,4 3
BÜRGERLICHE DIE BÜRGERLICHEN 4,1 1 3,9 1
FWG Freie Wählergemeinschaft Eschborn/Ts. e.V. 1,3 0 2,6 1
BGE BürgerGemeinschaft Eschborn 1,7 1 1,8 1
DIE LINKE DIE LINKE. Eschborn 4,3 2
Gesamt 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 49,1 56,7

Bürgermeister

Amtierender Bürgermeister ist seit 2001 Wilhelm Speckhardt (CDU).

Städtepartnerschaften

Eschborn hat Partnerschaften zu folgenden Städten:

Persönlichkeiten

Stadtleben

Schulen

In Eschborn gibt es 4 Schulen:

  • Hartmutschule (Grundschule)
  • Süd-West-Schule (Grundschule))
  • Westerbach-Schule (Grundschule)
  • Heinrich-von-Kleist Schule (Weiterführende Schule mit gymnasialer Oberstufe)

Sehenswürdigkeiten

Bild:Eschborn - Brunnen.jpg
Zentraler Dorfbrunnen
Bild:Eschborn - Kirche.jpg
Evangelische Kirche
Bild:Eschborner Stuhl.jpg
Eschborner Stuhl - 25 m hoch
  • städtisches Museum (seit 1989) mit folgenden Abteilungen: Die Schlacht bei Eschborn (1389), Die alamannischen Funde (ein Gräberfeld aus der Zeit des 4./5. Jhdts. n. Chr. mit zahlreichen wertvollen Beigaben), die Sammlung des Malers Hanny Franke (1890-1973) und eine Abteilung, in der jeweils wechselnde Künstler aus Eschborn ausstellen dürfen.
  • evangelische Kirche
  • der Eschborner Stuhl ist mit 25 m Höhe der größte Deutschlands. Er dient seit November 2005 einem Möbelhaus als Wahrzeichen. (Der mit 27 Metern größte Stuhl der Welt steht in Lucena/Spanien.)

Wirtschaft

Eschborn bietet 25.425 Arbeitsplätze (Stand 30. Juni 2004), davon sind knapp 90 Prozent im Dienstleistungsbereich angesiedelt, u. a. bei

sowie folgenden Behörden und Verbänden:

und zahlreichen weiteren Consulting-, Marketing- und Software-Firmen.

Geschichte

  • 12. Juni 770 wird Eschborn erstmals als „Aschenbrunne“ in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch erwähnt. Der Name kommt aus dem Keltischen und bedeutet soviel wie „Brunnen an der Esche“.
  • 875 zerstört eine Überschwemmung den gesamten Ort, einschließlich der Kirche. 88 Menschen und fast der gesamte Viehbestand werden dabei getötet.
  • 11. Jahrhundert Bau der Eschborner Turmburg im Bereich der heutigen Straßen „Burgstraße“ und „Am Hofgraben“ durch das örtliche Adelsgeschlecht der Reichsministerialen „Ritter von Eschborn“.
  • 1389 „Schlacht bei Eschborn“: im Feld (heutiger Gemarkungsname noch immer "Am Streitplacken")zwischen Eschborn und Steinbach kommt es zu einem großen Gefecht zwischen den „Rittern von Cronberg“ (heutiger Name Kronberg) einerseits und der Freien Reichsstadt Frankfurt und ihren Verbündeten andererseits. Die Kronberger gingen siegreich hervor und nahmen viele Gefangene, unter anderem auch den Bürgermeister von Frankfurt, die sie erst gegen eine Zahlung von 73.000 Goldgulden Lösegeld freigaben.
  • 1622 Bei einem Gefecht um die Schlacht bei Höchst zwischen General Tilly und Christian von Braunschweig während des Dreißigjährigen Kriegs wurden die alte Burganlage und nahezu der gesamte Ort zerstört. Um 1707 ist der im Ortskern befindliche Bromhof in Besitz des kurmainzischen Hof-, Regierungs- und Revisionsrates Dr. Anton von Bartheld (1660 - 1732).
  • 1874 Anbindung an die neu gebaute Strecke Rödelheim-Kronberg der Kronberger Bahn. Am 19. August 1874 fährt der erste Zug.
  • 1. Januar 1939 Baubeginn des Militärflugplatzes „Frankfurt-Sossenheim“ (späterer Name: Eschborn), dessen Ausbau aber nie vollendet wurde. Es entstanden mehrere große aus Stein gebaute Hangars, von denen heute noch einer steht. Die Kommandantur sowie die Mehrzahl der übrigen Gebäude wurden nur als Baracken gebaut. Der Flugplatz war unter der Bezeichnung Eschborn während des gesamten Krieges im Einsatz. Insbesondere wurden dort Flieger auf Lastenseglern ausgebildet. Ab April 1945 bis Kriegsende (Mai 1945) waren auf dem Platz, der unter deutscher Verwaltung keine befestigte Start- und Landebahn hatte, amerikanische Jägereinheiten stationiert, die von dort aus Einsätze gegen das Reich flogen. Nach Kriegsende kam dem „Flugplatz Eschborn“ große Bedeutung als Ausweichflugplatz für den noch nicht wiederhergestellten Rhein-Main-Flughafen zu. Mit der Wiederinbetriebnahme des Rhein-Main-Flughafens wurde der Flugbetrieb in Eschborn eingestellt. Auf dem Gelände verblieb bis 1992 eine US-Kaserne.
  • 1. April 1963 Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) nimmt unter seinem ersten Intendanten Prof. Karl Holzamer seinen Betrieb in Eschborn auf.
  • 1964 Wegzug des ZDF nach Wiesbaden, 1974 nach Mainz-Lerchenberg.
  • 1970 Verleihung der Stadtrechte zur 1200-Jahrfeier.
  • 1. Januar 1972 im Zuge der Gebietsreform freiwilliger Zusammenschluss mit der Nachbargemeinde Niederhöchstadt.
  • seit 1980 wird Ende Mai/Anfang Juni das traditionelle Eschenfest gefeiert.
  • seit 1985 Partnerstadt von Montgeron, Frankreich.
  • 1992 Abzug der letzten amerikanischen Streitkräfte (Pioniereinheit mit schwerem Gerät) vom Campgelände am Rande des ehemaligen Flugplatzes Eschborn. Das Gelände wurde dann von der Stadt Eschborn gekauft und zum Gewerbegebiet „Camp Phönix Park“ umbenannt.

Sport

Einer der erfolgreichsten Vereine in Eschborn ist der seit Januar 2006 in Insolvenz befindliche Fußballverein 1. FC Eschborn 1930.

Zu den größten Vereinen in der Stadt zählen u.a. die „TuRa Niederhöchstadt“ und der „Turnverein Eschborn 1888“. Zahlreiche weitere Vereine ergänzen ein breites, insbesondere sportliches Angebot.


Regelmäßige Festveranstaltungen

  • Frühlingsfest - Kleine Kirmes auf dem Wiesenplatz
  • Eschenfest - jeweils im Juni auf dem Eschenplatz ausgerichtet von örtlichen Vereinen.
  • Niederhöchstädter Markt - im Sommer entlang der Hauptstraße im Stadtteil Niederhöchstadt von den örtlichen Vereinen gestaltet.
  • Wiesenfest - Große Kirmes auf dem Wiesenplatz im Juli
  • Summertime - Sommerfeste mit Livemusik und Biergartenatmosphäre. Diverse Termine und Orte (z.B. VR-Leasing, Heinrich-von-Kleist Schule, Süd-West-Park)
  • Weihnachtsmarkt - auf dem Eschenplatz

Weblinks


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