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Erwin Wilhelm Müller

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Erwin Wilhelm Müller (* 13. Juni 1911 in Berlin;† 17. Mai 1977 in Washington, USA) war ein deutsch-amerikanischer Physiker. Er gilt als der erste Mensch, der ein Atom "gesehen" hat.

Müller studierte zunächst Physik an der Technischen Hochschule Charlottenburg bei Gustav Hertz und promovierte 1936. Seine Habilitation erreichte er aufgrund der Wirren des 2. Weltkriegs erst im Jahre 1950 (ebenfalls an der TU Berlin).

Er hatte mehrere Stellungen bei der Siemens AG, am Kaiser-Wilhelm-Institut für Physikalische Chemie sowie nach dem Krieg an der Freien Universität Berlin.

Seine erste größeren Erfolge errang Müller mit der Erfindung des Feldelektronenmikroskops 1936. Das Gerät ermöglichte die Untersuchung von Metalloberflächen mit einer Auflösung von etwa 20 Å. Damit konnten erstmals Diffusionsvorgänge und Umstrukturierungen der Oberflächenschichten beobachtet werden. Im Anschluss daran erhielten Forscher viele weitere Erkenntnisse zu atomaren Prozessen auf Festkörper-Oberflächen.

1951 konstruierte Müller in Berlin das erste Feldionenmikroskop, das Auflösungen bis zu 2,5 Å liefern konnte. Damit konnte man erstmals klare und scharfe Bilder von Kristallen im atomaren Bereich erhalten, wobei man einzelne Atome und ihre Anordnung auf der Oberfläche sehen konnte. Müller war damit der erste Mensch, der ein Atom "sehen" konnte.

Seit 1952 lehrte und forschte er an der Pennsylvania State University in den USA. Erwin Wilhelm Müller starb am 17. Mai 1977 in Washington, D.C.

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