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Erlauer Stierblut
Aus Kefk.
Der Egri Bikavér wird in der nordungarischen Weinbauregion Eger gekeltert. Er ist ein Verschnitt aus zumindest drei Rotweinsorten. Trägersorte war ursprünglich der in der Kultivierung und Vinifizierung zuweilen problematische Kadarka, der mit Weinen aus Blauem Portugieser, Merlot, Kekfrankos und Cabernet verschnitten wurde. Häufig wurden Rieden auch gemeinsam mit diesen Reben bestockt, und das Lesegut bildete so einen natürlichen Verschnitt, den sogenannten Gemischten Satz. Heute bildet vor allem der Kekfrankos den Grundwein, während Weine aus Kadarka in den Hintergrund getreten sind. Ausgebaut wird der säurearme, tiefdunkle, volle Rotwein in alten Eichenfässern und reift mindestens zwei Jahre vor Flaschenabfüllung.
Gute Kompositionen können von hervorragender Qualität sein. Häufig werden jedoch unter diesem Markennamen relativ durchschnittliche Massenweine vertrieben.
Außer in Eger wird auch in der ungarischen Weinbauregion Szekszárd einen Cuvée mit dem Namen Bikavér gekeltert.
Geschichte & Mythos
Der Überlieferung zufolge tranken die Verteidiger Ègers ihren heimatlichen Wein um ihren Kampfeswillen und ihre Moral zu steigern. Als jedoch die Türkischen Belagerer die rotgefärbten Bärte der Verteidiger sahen, dachten sie, die Erlauer hätten das Blut von Stieren getrunken um sich deren Wildheit und Kampfesstärke anzueignen und zogen sich schließlich zurück, da die Türkenschar durch diesen Eindruck demoralisiert wurde. (Quelle: Übersetzung der Rückseite des "Bulls Blood" - Egerweins.)
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