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Erik Charell

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Erik Charell (* 8. April 1894 in Breslau;† 18. Juli 1974 in Zug, Schweiz) war ein deutscher Regisseur und Schauspieler sowie Intendant mehrerer Varietés.

Erik Charell hieß eigentlich Erich Karl Löwenburg. Er studierte Tanz. In zwei Stummfilmen zeigte er sein schauspielerisches Talent. Zu Beginn der 1920er Jahre gründete er das Charell-Ballett und unternahm erfolgreiche Tourneen durch Ungarn und die Schweiz. Danach übernahm er als Direktor und Intendant den Wintergarten, ein zu dieser Zeit sehr bekanntes Revuetheater in Berlin.

1924 brachte er seine erste Revue heraus. Sie hatte den Titel An Alle und brachte auch etwas für jedermanns Geschmack. Als Sensation wurde empfunden, dass er es schaffte, die weltberühmten Tiller-Girls, eine sogenannte Mädchenreihe aus London, zu verpflichten.

Sehr viele spätere Schauspieler und Sänger traten zuerst unter seiner Regie auf, darunter so bekannte wie Fritzi Massary, Hans Albers und Trude Hesterberg. Die Comedian Harmonists wurden im Friedrichstadtpalast bei ihm über Nacht weltberühmt.

Wegen seines Talents zur prunkvollen Inszenierung übertrug man ihm 1931 die Regie des Films Der Kongreß tanzt, einem der ersten und zugleich auch erfolgreichsten Musikfilme der Tonfilmzeit. 1933 musste er, da er jüdischer Abstammung war, auf Verlangen der UFA alle Tätigkeiten aufgeben. Drei Jahre später verlangte ein deutsches Gericht gar 216 000 Reichsmark von ihm zurück. Daraufhin emigrierte er nach den USA.

Er arbeitete bis 1945 an einem Theater in Manhattan und kehrte dann zurück nach München. In den 1950er Jahren schuf er in London eine Bühnenfassung von Der Kongreß tanzt. Außerdem schrieb und produzierte er zahlreiche Bühnenstücke, darunter auch Im weißen Rößl und Das Feuerwerk, welches 1950 uraufgeführt und unter dem Namen Feuerwerk verfilmt wurde.

Aus Frustration über die Nachkriegs-Operettenszene und einen gescheiterten Versuch, zusammen mit Robert Gilbert einen 2. Teil des Rössl zu schreiben, konzentrierte sich Charell in den 1960er Jahren zunehmend aufs An- und Verkaufen von Kunst; er besaß zusammen mit seinem Bruder Ludwig eine bedeutende Sammlung von Toulouse-Lautrec-Zeichnungen und Moderner Malerei. Erik Charell erhielt 1969 für "langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film" das Filmband in Gold.

Er starb 1974 in der Schweiz.


Inhaltsverzeichnis

Filme und Bühnenwerke

Erik Charell als Darsteller:

Erik Charell als Regisseur:

Erik Charell als Produzent:

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