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Erich Fiedler

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Erich Fiedler (* 15. März 1901 in Berlin; † 19. Mai 1981 in Berlin) war ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher.

Leben

Erich Fiedler begann zunächst ein Studium der Literatur- und Kunstgeschichte, besuchte dann aber die Schauspielschule Max Reinhardts in Berlin, wo er auch sein Theaterdebüt gab. Es folgten Engagements in Eisenach, Nürnberg, Dresden und Berlin.

1933 gab er neben Theo Lingen in der Komödie Marion, das gehört sich nicht sein Filmdebüt. Knapp vierzig Jahre war er ein gefragter Charakter- und Chargendarsteller in Film und Fernsehen. Der kleine, hagere Mann mit der pointierten, hohen Stimme wurde dabei oft in komischen Rollen besetzt, spielte aber auch tragikomische und penible, unangenehme (wie etwa in Der Etappenhase) und düstere Charaktere (wie in Der Student von Prag nach Hanns Heinz Ewers). In seiner über hundert Filme umfassenden Karriere spielte er u.a. neben Heinrich George (Sensationsprozess Casilla), Marika Rökk (Kora Terry, Frauen sind doch bessere Diplomaten), Ilse Werner (Königin einer Nacht), Hans Albers (Der tolle Bomberg), Heinz Rühmann (Der Jugendrichter) und Lilo Pulver (Herrliche Zeiten im Spessart).

Daneben war Fiedler bereits ab 1935 umfangreich in der Synchronisation tätig. Auch hier lieh er seine distinguierte, hohe und nasale Stimme oft Komikern, aber auch Rollen mit einem elaborierten britischen Understatement. So wurde er der deutsche Standardsprecher des Komikers und Charakterdarstellers Robert Morley (u.a. Topkapi und Der Wachsblumenstrauß). Zu den vielen berühmten Schauspielkollegen, denen er bis zu seinem Ruhestand 1976 seine Stimme lieh, gehörten David Niven (Die schwarze 13), Peter Cushing (als Sherlock Holmes in Der Hund von Baskerville), Sammy Davis jr. (Die Benny Goodman-Story), Bela Lugosi (Abbott & Costello treffen Frankenstein), Ferdy Mayne (u.a. als Vampirgraf Krolock in Roman Polanskis Tanz der Vampire), Philippe Noiret (Lady L), Donald Pleasence (Der Inspektor), Basil Rathbone (Wir sind keine Engel) und Terry-Thomas (Der Däumling).

Mitte der 70er Jahre zog sich Fiedler vom Filmschaffen zurück; seine letzte Synchronrolle übernahm er 1976. Am 19. Mai 1981 starb er achtzigjährig in seiner Heimatstadt Berlin. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof Heerstraße (Trakehner Allee) in Berlin-Charlottenburg.

Filmografie (Auswahl)

  • 1933 Marion, das gehört sich nicht
  • 1935 Der Student von Prag
  • 1937 Der Etappenhase
  • 1938 Der Fall Deruga
  • 1939 Sensationsprozess Casilla
  • 1940 Kora Terry
  • 1941 Frauen sind doch bessere Diplomaten
  • 1946 Peter Voss, der Millionendieb
  • 1951 Königin einer Nacht
  • 1953 Die Kaiserin von China
  • 1956 Schwarzwaldmelodie
  • 1957 Der tolle Bomberg
  • 1960 Die rote Hand
  • 1960 Der Jugendrichter
  • 1962 Jedermannstraße 11
  • 1967 Herrliche Zeiten im Spessart
  • 1970 Die Herren mit der weißen Weste
  • 1973 Eine Nacht in Venedig

Weblinks

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