Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Eppan an der Weinstraße

Aus Kefk.

(Weitergeleitet von Eppan)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Basisdaten
Gemeinde: Eppan a.d.W.

(ital.: Appiano sulla Strada del Vino)

Bezirksgemeinschaft Überetsch-Südtiroler Unterland
Provinz: Bozen (Südtirol)
Region: Trentino-Südtirol
Staat: Italien
Einwohner (VZ 2001 / 31.12.2005): 12.657 / 13.325
Sprachgruppen
laut Volkszählung 2001:
87,2 % deutsch
12,5 % italienisch
0,4 % ladinisch
Koordinaten: Koordinaten: 46° 27' 19" N, 11° 15' 32" O 46° 27' 19" N, 11° 15' 32" O
Meereshöhe: 235 - 1.864 (Zentrum 415)
Fläche / Dauersiedlungsraum: 59,7 / 26,6 km²
Fraktionen: St. Michael, St. Pauls, Girlan, Frangart, Montiggl, Unterrain, Missian, Perdonig, Gaid
Nachbargemeinden: Andrian, Bozen, Kaltern, Nals, Pfatten, Terlan, U. l. Frau im Walde-St. Felix;
im Nonstal (Trentino): Fondo, Malosco, Ronzone, Sarnonico, Cavareno
Partnerschaft mit: Anif (Salzburg/Österreich)
Postleitzahl: 39057
Vorwahl: 0471
ISTAT-Nummer: 021004
Steuernummer: 00264460213
Politik
Bürgermeister (2007): Dr. Franz Lintner
Lage
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Eppan_an_der_Weinstra%C3%9Fe, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Bild:Eppan.jpg
St. Pauls (im Vordergrund) und Girlan (im Hintergrund) von Schloss Boymont aus gesehen

Eppan an der Weinstraße (ital. Appiano sulla Strada del Vino) ist eine Großgemeinde in Südtirol, südlich von Bozen gelegen. Eppan liegt im Überetsch, zwischen Bozen und Kaltern, teils an den Hängen des Mendelgebirges, teils auf Moränenhügeln der Würm-Eiszeit.

Bild:Girlanoben.JPG
Girlan von oben, dahinter Bozen

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Funde von Steinkistengräbern mit Grabbeigaben, zahlreiche Wallburgen und eine spätbronzealterliche Siedlung (Fundstelle Gamberoni) weisen auf die frühe Besiedlung von Eppan hin. Die Via Claudia Augusta führte vermutlich durch das heutige Gemeindegebiet, auch wenn ihr Verlauf nicht genau bekannt ist.

Historiker vermuten, dass der Name Eppan von einem römischen Gutsbesitzer, Appius, abstammt. Kürzlich wurden bei Bauarbeiten Reste einer römischen Villa mit Fußbodenmosaiken aus dem 4. Jahrhundert und einer Thermenanlage gefunden. Erstmalige urkundliche Erwähnung 590 durch Paulus Diaconus, im Zusammenhang mit dem Vorstoß der Franken Richtung Süden. Das Gebiet um Eppan gehörte damals zum langobardischen Herzogtum Trient.

Im Hochmittelalter kämpften die Grafen von Eppan mit denen von Tirol um die Herrschaft über das heutige Südtirol. Vom frühen Wohlstand der Gemeinde zeugt die Pfarrkirche St. Pauls, genannt "Dom auf dem Lande". Diese wurde von 1460 bis 1647 erbaut. St. Pauls war das alte Zentrum der Gemeinde mit der nahe gelegenen Burg Altenburg, die als Gerichtssitz diente.

Eppan liegt auf der Mittelgebirgsfläche des Überetsch, die sich 200 Meter aus dem weiten Talboden der Etsch heraushebt und in ihrer ganzen Breite an den mächtig aufstrebenden Kamm der Mendel anlehnt. Die Großgemeinde Eppan nimmt die ganze Nordfläche des Talpodestes von Überetsch ein. Markant ist seine nördliche Stirnseite gegen das knapp 9 km entfernte Bozen jenseits des weiten Talkessels und etschaufwärts gegen das rund 25 km entfernte Meran gewandt.

Der Hauptort St. Michael ist Sitz der Gemeinde und führt heute gemeinsam den Namen Eppan. Die Einwohnerzahl ist auf 13.600 Personen angewachsen.

Das Überetsch ist das burgenreichste Gebiet Europas. In der Region um Eppan finden sich über 200 kunsthistorische Baulichkeiten wie Burgen, Schlösser, Ansitze, Kirchen und Kapellen.

Eppan ist der Mittelpunkt des größten Weinbaugebietes Südtirols und ein reiches Obstland. Auf rund 1.200 ha Anbaufläche werden hier alljährlich weit über 100.000 Hektoliter Wein erzeugt. Über ein Dutzend der Sorten gehört zu den Spitzenweinen Südtirols. Eppan ist darüber hinaus einer der Hauptorte an der neuen Südtiroler Weinstraße, die von Sigmundskron bei Bozen über Girlan St. Michael/Eppan erreicht und über Kaltern, Tramin, Kurtatsch, Kurtinig, Magreid bis Salurn führt.

Bis 1974 verband die Überetscher Bahn den Ort mit dem Mendelkamm und Bozen.

Tourismus

Eppan besitzt etwa 90 gastgewerbliche Betriebe und 180 Privatzimmervermieter mit rund 4.000 Betten (Gästeübernachtungen pro Jahr ca. 500.000). Das Gebiet bietet zahlreiche Wandermöglichkeiten (3.166 ha Wald) in der Höhenlage von etwa 265 bis 1.866 Höhenmetern.

Fraktionen (Ortsteile)

Eppan besteht aus den Fraktionen (ital. Namen in Klammern):

  • St. Michael (S. Michele, Hauptort und Sitz der Gemeindeverwaltung, oft auch einfach nur Eppan genannt)
  • St. Pauls (S. Paolo)
  • Girlan (Cornaiano)
  • Frangart (Frangarto)
  • Montiggl (Monticolo)
  • Perdonig (Predonico)
  • Gaid (Gaido)
  • Missian (Missiano)
  • Unterrain (Riva di Sotto)

Sehenswürdigkeiten

Berühmte Eppaner

* Egno von Eppan (†1273) Fürstbischof von Brixen und Trient
* Johann Georg Plazer (1704-1761) Rokokomaler
* Leonhard von Call (1767-1815) Komponist
* Sepp Kerschbaumer (1913-1964) Südtirolaktivist
* Max Sparer (1886-1968) Künstler

Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Eppan_an_der_Weinstra%C3%9Fe, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge