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Ephraim Carlebach
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Ephraim Carlebach (* 12. März 1879 in Lübeck; † Oktober 1936 in Ramat Gan [1] Palästina, heute Israel) war ein orthodoxer deutscher Rabbiner.
In Leipzig gründete er die Höhere Israelitische Schule, die nach ihm Ephraim-Carlebach-Schule benannt wurde. Zu seinem Gedenken wurde in Leipzig die Ephraim Carlebach Stiftung gegründet.
Inhaltsverzeichnis |
Leben
Ephraim Carlebach gehört zu einer deutschen jüdischen Familie, die bedeutende Rabbiner hervorbrachte. Sein Vater Salomon Carlebach (1845-1919), verheiratet mit Esther Carlebach geborene Adler (1853-1920), war Rabbiner in Lübeck. Ephraim Carlebach hatte elf Geschwister, sieben Brüder und vier Schwestern; er war das fünfte Kind. Vier seiner Brüder wurden ebenfalls Rabbiner. Es sind Emanuel Carlebach (1874-1927), Joseph Carlebach (1883-1942), David Carlebach (1885-1913) und Hartwig Naphtali Carlebach (1889-1967). Zwei seiner Schwestern heirateten Rabbiner, Bella Carlebach, verheiratete Rosenack (1875-1960) und Cilly Carlebach, verheiratete Neuhaus (1884-1968).
Ephraim Carlebach besuchte das Katharineum zu Lübeck. Er studierte Theologie, Geschichte und Pädagogik in Zürich, Baden bei Wien, Würzburg und Berlin. 1900 übernahm er in Leipzig die Leitung der Religionsschule des Talmud-Thora-Vereins. Im selben Jahr wurde er promoviert. Seine Dissertation beleuchtet die sozialen und politischen Verhältnisse der jüdischen Gemeinden in Mainz, Worms und Speyer. 1901 legte er sein Rabbinatsexamen ab. Am 28. März 1905 heiratete er Gertrud Jakoby, die aus Bromberg stammte. Das Ehepaar hatte fünf Kinder, die Söhne Esriel Carlebach, der die israelische Zeitung Maariw gründete, David und Joseph sowie die Töchter Hanna und Cilly.
1912 gründete Ephraim Carlebach in Leipzig die private Höhere Israelitische Schule, die damals die 6. Realschule der Stadt und gleichzeitig Höhere Töchterschule war. Carlebach stand auch dem von ihm gegründeten Träger, dem Israelitischen Schulverein, vor. 1924 übernahm er das orthodoxe Rabbinat der Ez-Chaim-Synagoge. Carlebach leitete die Höhere Israelitische Schule bis 1935. Im selben Jahr erhielt die Schule den Ehrennamen Ephraim-Carlebach-Schule. Sein Neffe Felix F. Carlebach, der zusammen mit seiner Frau Babette noch weiter an der Schule unterrichtete, emigrierte 1939. Im Frühjahr 1936 wanderte Carlebach, der bereits in Leipzig schwer erkrankt war, mit seiner Familie nach Palästina aus, wo er auf Genesung hoffte. Er starb im Oktober 1936 in Ramat Gan.
Ehrungen
1992 wurde zu seinem Gedenken in Leipzig die Ephraim Carlebach Stiftung gegründet, dessen Kuratorium sein Neffe, der Rabbiner und Lübecker Ehrenbürger Felix F. Carlebach angehört. In Leipzig wurde 1992 die Carlebachstraße in Mockau, im Nordosten der Stadt, nach Emil Carlebach benannt. In seiner Geburtsstadt Lübeck erinnert der Carlebach-Platz im Hochschulstadtteil an die Mitglieder der Lübecker Rabbinerfamilie.
Literatur
- Sabine Niemann (Redaktion): Die Carlebachs, eine Rabbinerfamilie aus Deutschland, Ephraim-Carlebach-Stiftung (Hrsg). Dölling und Galitz. Hamburg 1995, ISBN 3-926174-99-4
Weblinks
Einzelnachweise
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Carlebach, Ephraim |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Rabbiner, Lehrer |
| GEBURTSDATUM | 12. März 1879 |
| GEBURTSORT | Lübeck |
| STERBEDATUM | Oktober 1936 |
| STERBEORT | Ramat Gan (Palästina (Region)) |
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