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Entwicklungsroman
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Der Ausdruck Entwicklungsroman bezeichnet einen Romantypus, in dem die Lebens-Entwicklung einer einzelnen Zentralfigur beschrieben wird. Er schildert eine große Menge von Einzelheiten über die Erlebnisse und Erfahrungen des Protagonisten und deren psychologische Verarbeitung bzw. Integration in seine Persönlichkeit. Diese Persönlichkeit bildet und entwickelt sich im Verlauf der Auseinandersetzungen.
Die Begriffe Entwicklungsroman, Bildungsroman und Autobiographie grenzen eng aneinander, wobei letzterer Romantyp auf einen höheren Anspruch an die Realität des Dargestellten verweist.
Zu Entwicklungsromanen zählen (je nach Betrachtungsweise):
- Parzival, Wolfram von Eschenbach (13. Jh.)
- Der Abentheurliche Simplicissimus Teutsch, Grimmelshausen (17. Jh.)
- Geschichte des Agathon, Christoph Martin Wieland (18. Jh.)
- Anton Reiser, Karl Philipp Moritz (18. Jh.)
- Wilhelm Meisters Lehrjahre, Goethe (Ende 18. Jh.)
- Ahnung und Gegenwart, Eichendorff (Anfang 19. Jh.)
- Der grüne Heinrich, Gottfried Keller (19. Jh.)
- Rot und Schwarz, Stendhal (19. Jh.)
- Der Nachsommer, Adalbert Stifter (19. Jh.)
- Der Zauberberg, Thomas Mann (20. Jh.)
- Die Blechtrommel, Günter Grass (20. Jh.)
- Siddhartha, Hermann Hesse (20. Jh.)
- Demian, Hermann Hesse (20. Jh.)
- Die Morgenlandfahrt, Hermann Hesse (20. Jh.)
- Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse (20. Jh.)
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