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Emma Eckstein

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Emma Eckstein (1865-1924) stammte aus einer prominenten sozialistischen Familie in Wien und war bei Sigmund Freud wegen Hysterie in Behandlung war (Pseudonym „N.O. Body“). Freud vermittelte sie an seinen ärztlichen Freund Wilhelm Fließ weiter. Dieser führte 1894 eine Nasenoperation durch, vergaß aber, die Verbandsgaze zu entfernen, wodurch es zu Entzündungen und heftigen Blutungen kam.

Freud gab diesen ärztlichen Fehler seines Kollegen zuerst zu, schrieb jedoch später an Fließ, dass dieser nicht verantwortlich war für diese Blutungen; es habe sich vielmehr um "Blutungen aus Sehnsucht" gehandelt: Die Patientin hätte unbewusst Aufmerksamkeit durch die Blutungen erwecken wollen, um so ihr Bedürfnis nach liebevoller Zuwendung zu stillen. Der Psychoanalytiker Max Schur erhielt die Erlaubnis, die Originalbriefe einzusehen und publizierte die Geschichte Emma Ecksteins als erster.

Eckstein wurde trotz ihrer negativen Erlebnisse eine Freud-Schülerin, die selbst die Psychoanalyse zu praktizieren begann.

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