Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Emma Bonino
Aus Kefk.
Emma Bonino (* 9. März 1948 in Bra (Piemont)) ist eine italienische Politikerin. Gegenwärtig ist sie Handels- und Europaministerin der italienischen Regierung.
Inhaltsverzeichnis |
Bildung
Nach dem Abitur in der Geburtsstadt Bra, absolvierte Emma Bonino seit 1967 ein Linguistikstudium an der Wirtschaftsuniversität Luigi Bocconi in Mailand, das sie mit einer Diplomarbeit über Malcolm X 1972 abschliesst.
Politik
Die Anfänge
| <imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden | Dieser Artikel oder Abschnitt besteht hauptsächlich aus Listen, an deren Stelle besser Fließtext stehen sollte. |
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Emma_Bonino, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
1976 tritt die Radikale Partei zum erstenmal zur Parlamentswahl an, und mit nur 28 Jahren wird Emma Bonino Abgeordnete.
1979 gewinnt Emma Bonino einen Sitz im Europäischen Parlament.
Am Anfang der 80er Jahre setzte sie sich für Sensibilisierungskampagnen für den Schutz der Menschenrechte im Ostblock und die Errichtung eines Internationalen Strafgerichtshofs ein. 1981 nahm sie an der Gründung von Food and Disarmement International teil, und amtierte einige Jahre lang als Sekretärin dieser Bewegung und leitet weltweite Informationskampagnen über die Hungersnot.
1989 bis 1993 war sie Sekretärin der Transnationalen Radikalen Partei.
1992 ließ sie sich in New York beim Verteilen von sterilen Spritzen verhaften, um gegen ein US-amerikanisches Gesetz, das den Verkauf von Spritzen nur mit ärztlicher Verschreibung zuließ, zu protestieren.
1993 ist sie Promotorin einer Kampagne für die Errichtung des Internationalen Strafgerichtshofs für das ehemalige Jugoslawien, indem sie UN-Generalsekretär Butros Butros Ghali 5'000 Unterschriften aus der ganzen Welt vorlegt.
Ab 1993 gründete sie die Nichtregierungsorganisation „No Peace Without Justice“, die sich für den Schutz und die Promotion der Menschenrechte, der Demokratie, des Rechtsstaats und der internationalen Justiz einsetzt. Insbesondere unterstützte die NGO die Arbeit des Internationalen Strafgerichtshofs für das ehemalige Jugoslawien und warb für die Errichtung eines internationalen Gerichthofs, um Verbrechen gegen die Menschheit wie Völkermord weltweit zu urteilen.
Im gleichen Jahr traf sie den Dalai Lama und hält mit ihm eine Pressekonferenz über die Mobilisierung für die Rechte und die Freiheit des tibetanischen Volks und die Demokratie in China.
1994 leitete sie eine Delegation der italienischen Regierung an der UN-Generalversammlung für die Initiative des „Moratoriums der Todesstrafe“.
EU-Kommissarin
Im Januar 1995 wurde sie vom damaligen italienischen Premierminister Silvio Berlusconi dem designierten EU-Kommissionspräsident Jacques Santer als EU-Kommissarin vorgeschlagen. In der zwischen 1995 und 1999 amtierenden Kommission war sie für den Verbraucherschutz, die Fischerei und das Amt für Humanitäre Hilfe der EU (ECHO) zuständig.
Am 26. Januar 1995, flog sie als erstes Mitglied der EU-Kommission seit dem Kriegsbeginn nach Sarajevo und Mostar in Bosnien-Herzegowina.
1996 nach dem Völkermord in Ruanda reiste sie mehrmals durch die Region der Großen Seen in Afrika, um durch den europäischen Einsatz in der Region die humanitäre Hilfe für die Flüchtlinge zu unterstützen. Gleichzeitig versucht sie für Somalien einen Ausweg aus der Krise zu finden.
1997, führte sie eine Mission im kurdischen Teil Iraks. Als amtierende EU-Kommissarin wurde Emma Bonino mit ihrer Delegation einige Stunden lang in Kabul von der Talibanregierung festgenommen, und fördert eine Sensibilisierungskampagne über die Erpressung der afghanischen Frauen.
Am 15. März 1999 trat sie mit der ganzen Kommission Santer zurück, nachdem diese von einem Korruptionsskandal um die Kommissarin Edith Cresson erschüttert wurde. Obschon Emma Bonino von den Hauptanklagen gegen die Kommission nicht betroffen war, wurden ihr im Untersuchungsbericht der „Weisen“ einige Mängel in der Geschäftsführung des ECHO vorgeworfen. Santers Nachfolger Romano Prodi bestätigte sie nicht in ihrem Amt.
EU-Abgeordnete
Nachdem ihrem Ausscheiden aus EU-Kommission lancierte sie die Kampagne „Emma for President“, mit der sie ihre Wahl zur Staatspräsidentin Italiens forderte. Trotz ihrer relativen Popularität in den Meinungsumfragen, wählte das Parlament mit einer sehr breiten Mehrheit den Wirtschaftsminister Carlo Azeglio Ciampi zum Staatsoberhaupt. Dennoch konnte die von ihr angeführte radikale Liste bei den Europawahlen im Juni 1999 mit 8.5% der Stimmen in Itaien das beste Ergebnis aller Zeiten erzielen.
Nahosten
Im Dezember 2001, nach dem Misserfolg ihrer Listen bei den Parlamentswahlen Italien, liess sich Emma Bonino in Kairo nieder, mit dem Ziel die arabische Sprache und Kultur zu erlernen. Gleichzeitig fördert sie „StopFgm“ eine Kampagne gegen die Genitalverstümmelung, eine Praxis die seit Jahrzehnten von afrikanischen Frauen bekämpt wird.
Im Juni 2004 wurde sie als EU-Abgeordnete wiedergewählt und trat der Fraktion der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa bei. 2005 bereist sie Afghanistan als Chefin einer Delegation der Europäischen Union für die Beobachtung der Lokalwahlen.
Bis 2006 war sie Mitglied des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten und des Haushaltsausschusses und der Delegation an der gemischten parlamentarischen Kommission EU-Türkei, der Delegation an der Parlamentarischen Versammlung Europa-Mittelmeer sowie Vizepräsidentin der Delegation für die Beziehungen mit den Maschrikländern.
Regierung Prodi
Seit der Umstrukturierung des italienischen Parteiensystem am Anfang der 90er Jahren, standen die formell unabhängigen Radikalen Silvio Berlusconi nahe. 2006 entschied sich jedoch die Partei mit der sozialdemokratischen Splitterbewegung SDI die neue politische Kraft Rose in der Faust im Rahmen von Romano Prodis Wahlbündnis L'Unione zu gründen. Emma Bonino führte die Wahlkampagne der neuen linksliberalen Bewegung persönlich, die sich auf dem Grundsatz einer klare Trennung von Staat und Kirche und die Modernisierung der Gesellschaft stütze.
Mit nur 2,6 Prozent der Wählerstimmen konnte die Bewegung 18 Abgeordnete wählen aber keinen einzigen Senator. Emma Bonino optierte am 27. April 2006 für das italienische Parlament und trat aus dem Europäischen Parlament zurück.
Kurz vor den Wahlen wurde in den Medien über sie als mögliche Außenministerin der Regierung Prodi gesprochen. Dennoch musste sie sich letztendlich mit einem für sie einführten Handels- und Europaministerium begnügen.
Links
- Persönliche Internetseite (auf italienisch)
- Governo.it Internetportal der italienischen Regierung (auf italienisch)
- Rosa nel Pugno (auf italienisch)
- The "Who's Who" of the Transnational Radical Party: Emma Bonino Biographie (auf englisch)
- Die smarte Partisanin ZEIT-Artikel von Christiane Feller
Finn Olav Gundelach | Frans Andriessen | Manuel Marin | Renè Steichen | Emma Bonino | Franz Fischler | Joseph Borġ
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Emma_Bonino, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
Richard Burke | Karl-Heinz Narjes | Grigoris Varfis | Stanley Clinton Davis | Christinane Scrivener | Emma Bonino | David Byrne | Marcos Kyprianou | Meglena Kunewa
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Emma_Bonino, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bonino, Emma |
| KURZBESCHREIBUNG | italienische Politikerin |
| GEBURTSDATUM | 9. März 1948 |
| GEBURTSORT | Bra (Piemont) |
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Emma_Bonino, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
