Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Elisabeth Coester

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche

Elisabeth Coester (* 20. Februar 1900 in Rödinghausen; † 18. Mai 1941 in Detmold) war eine deutsche expressionistische Glasmalerin und Paramentikerin evangelischer Konfession.

Elisabeth Coester, die später zeitweise mit ihrem Bruder, dem Bildhauer und Graphiker Otto Coester zusammenarbeitete, schloss ihre Schulausbildung mit der mittleren Reife ab und studierte anschließend an der Kunstgewerbeschule und der Textilfachschule Wuppertal. Ihr Lebenswerk widmete sie vorwiegend religiösen Themen.

Nach Abschluss des Studiums arbeitete sie zunächst in der Textilgestaltung. Sie fing erst an, sich mit der Glasmalerei zu beschäftigen, als sie nur zweiundzwanzigjährig den Auftrag für ein Kriegerehrungsfenster in der Soester Wiesenkirche erhielt. 1924 entwarf sie die Chorfenster der Deutschhauskirche in Würzburg, 1928 die Fensterwände der Stahlkirche der PRESSA (Internationale Presse-Ausstellung) in Köln (Architekt Otto Bartning) und die der evangelischen Nicolaikirche in Dortmund 1930 (Architekten Karl Pinno und Peter Grund). Diese beiden, viele 100 Quadratmeter großen Arbeiten legten den Grundstein für ihre damalige Berühmtheit. Beide Bauten stellten für ihre Zeit wegweisende Architekturen dar. Die Fenster beider Kirchen wurden im Krieg zerstört, so dass die Originale ihres Hauptwerks nicht mehr existieren.

Weitere Arbeiten für Kirchen in Merzig, Kaltennordheim, Elbingerode, Kellinghusen und Hamm sowie für zwei Hamburger Kirchen und die Friedhofskapelle in Hagen-Hohenlimburg folgten.

Elisabeth Coester schuf auch freie Malereien und Grafiken. Die Textilkunst blieb ein weiterer wichtiger Arbeitsbereich: Sie leitete die Paramentenanstalt in Eisenach bis zu ihrem Tod, wo sie maßgeblich auf die Neuschaffung und -belebung christlicher Symbolik einwirkte.

Ein Teil ihres Nachlasses wurde 1994 der Stiftung Museum Schloss Moyland überlassen.

Literatur

  • Martina L. Reetz, Elisabeth Coester - Eine evangelische Glasmalerin des Expressionismus, phil. Diss., Trier 1994
  • Elisabeth Coester - Eine Künstlerin des religiösen Expressionismus. 1900-1941. 191 S., 140 Abb. ISBN 3-929042-08-8
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Elisabeth_Coester, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge