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Elias Magnus Fries
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Elias Magnus Fries (* 15. August 1794 im Sprengel Femsjö in Småland; † 8. Februar 1878 in Uppsala) war ein schwedischer Botaniker, der als erster ein System zur Klassifikation der Pilze entwickelt hatte.
Er wurde in Småland in dem Ort Femsjö als Sohn des dortigen Pastors geboren und wuchs als Einzelkind auf. Schon in jungen Jahren konnte sein Vater in ihm die Leidenschaft für Botanik wecken. Als er zwölf Jahre alt war, entflammte sein Interesse für Pilze. Mit 17 Jahren kannte er bereits mehr als 300 Arten. Angeblich erlernte Fries die lateinische Sprache noch vor der schwedischen; so hatte er keine Probleme, die damaligen, zumeist in lateinischer Sprache verfassten, wissenschaftlichen Werke der Botanik zu lesen. Er konnte die Arbeiten Persoons und anderer Mykologen verstehen und erlernte dadurch geläufige Namen und Beschreibungen vieler Pilze. Lediglich Persoons Kenntnisse über Pilze waren zu dieser Zeit noch umfangreicher als die des Wunderkindes Elias Magnus Fries.
An der Universität von Lund machte Fries 1814 den Abschluss zum Doktor der Philosophie (lat. doctor philosophiae) und arbeitete dort einige Jahre als Dozent. 1834 erfolgte der Wechsel an die Universität von Uppsala. Da den Lehrstuhl für Botanik bereits Göran Wahlenberg (1780-1851) innehatte, wurde er zunächst Professor für angewandte Ökonomie. 1851 erhielt er schließlich nach dem Tode Wahlenbergs die Berufung für die Professur in Botanik.
Ab 1821 versuchte Fries, alle zu jener Zeit bekannten Pilze zu klassifizieren. Er teilte diese zunächst in vier große Gattungen ein, wobei er sich an den sporenbildenden Organen der Pilze orientierte. So bezeichnete er die Blätterpilze als Agaricus, die Röhrlinge als Boletus, die Korallenpilze als Clavaria und die Zahnpilze als Hydnum. Später erfolgte eine umfangreichere Differenzierung in Familien und Gattungen.
Innerhalb der Blätterpilze unterschied Fries beispielsweise Arten anhand ihrer Sporenfarbe (makroskopisches Merkmal) und – was geradezu revolutionär für die Taxonomie war – anhand des mikroskopischen Aufbaus der Sporen und des Hymeniums. So wurden die Schnecklinge (Hygrophorus) als erste Gattung aufgrund der Entdeckung ihrer besonders langen Basidien (eines mikroskopischen Merkmals) von anderen Gattungen getrennt.
Unter vielen anderen Pilzarten ist beispielsweise der Pfifferling von Fries als erster nach wissenschaftlichen Normen beschrieben worden und trägt daher den wissenschaftlichen Namen Cantharellus cibarius Fries (oder Fr.).
Zusammen mit seinem 33 Jahre älteren Zeitgenossen Christian Hendrik Persoon gilt Elias Magnus Fries als der Vater der modernen Mykologie.
Ausgewählte Werke
- 1815-1818: Observationes mycologicae, 2 Bände.
- 1821-1832: Systema mycologicum, 3 Bände – Mit Systema mycologicum setzte Fries die von Linné begründete binäre Nomenklatur auch für Pilze durch.
- 1861-1868: Sveriges ätlige och giftiga Svampar – Essbare und giftige Schwämme (= Pilze) Schwedens.
- 1874: Hymenomycetes Europaei – Hutpilze (Hymenomycetidae) Europas.
Fr.
ist die offizielle botanische Abkürzung von Elias Magnus Fries.
Autorenkürzel von Botanikern und Mykologen
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Weblinks
| PND: Datensatz zu Elias Magnus Fries bei der DNB |
| Keine Treffer im DDB-OPAC, 18.04.2006 |
- Elias Magnus Fries bei der Illinois Mycological Association (engl.)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fries, Elias Magnus |
| KURZBESCHREIBUNG | schwedischer Mykologe, der ein System zur Klassifikation der Pilze entwickelte |
| GEBURTSDATUM | 15. August 1794 |
| GEBURTSORT | Femsjö in Småland |
| STERBEDATUM | 8. Februar 1878 |
| STERBEORT | Uppsala |
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