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Elektrochemische Triebkraft
Aus Kefk.
Als elektrochemische Triebkraft für ein bestimmtes Ion bezeichnet man in der Physiologie die Differenz zwischen dem Membranpotenzial und dem Gleichgewichtspotenzial für dieses Ion.
Wie ein Spannungsunterschied in der Elektrotechnik die Stromstärke durch einen konstanten Widerstand bestimmt, so bestimmt die elektrochemische Triebkraft die Stärke des Ionenflusses durch eine gegebene Anzahl geöffneter Ionenkanäle. Je größer die elektrochemische Triebkraft, umso größer der Ionenfluss durch den einzelnen Ionenkanal.
Der Membranstrom Ii, der durch das Ion der Sorte i zu einem bestimmten Zeitpunkt getragen wird, hängt also folgendermaßen vom Membranpotenzial Vm und Gleichgewichtspotenzial dieses Ions Ei ab:
Ii = gi(Vm − Ei)
Vm − Ei = elektrochemische Triebkraft für das Ion i.
gi ist die Membranleitfähigkeit für das Ion i. Sie wird bestimmt durch die Anzahl offener Ionenkanäle für das Ion i und Leitfähigkeit eines einzelnen solchen Kanals für das Ion i.
Die elektrochemische Triebkraft hat nicht nur eine Amplitude, sondern auch eine Richtung. Sie ist so gerichtet, dass bei Öffnung eines Ionenkanals, der für ein bestimmtes Ion spezifisch ist, sich das Membranpotenzial in Richtung des Gleichgewichtspotenzials für dieses Ion verändert.
