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Eisvögel

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Tierfamilie Eisvögel, für den Damen-Basketballbundesligisten aus Freiburg im Breisgau siehe USC Eisvögel
Eisvögel
Systematik
Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Eisvogelartige (Alcediniformes)
Familie: Eisvögel
Wissenschaftlicher Name
Alcedinidae
Rafinesque, 1815
Unterfamilien

Die Eisvögel (Alcedinidae) bilden eine Familie von etwa 90 Arten kleiner bis mittelgroßer Vögel. Die größte Artenvielfalt besteht in den tropischen und subtropischen Gebieten der Erde, doch sind einige Arten bis weit in die kaltgemäßigten Regionen vor allem Nord- und Südamerikas vorgedrungen.

Eisvögel sind kleine bis mittelgroße, meist bunte, Vögel. Die wichtigsten Merkmale sind der Schnabel und die Füße. Letztere sind sehr kurz und syndactyl – die vorderen (die dritte und die vierte) Zehen sind auf dem Großteil ihrer Länge zusammengewachsen. Die zweite Zehe ist oft verkleinert oder gar nicht ausgebildet. Der Schnabel ist meistens groß und kräftig und nach vorne spitz zulaufend.

Die Form der Schnäbel variiert und hängt von der Nahrung ab: Die der fischfressenden Arten aus den Unterfamilien der Fischereisvögel (Cerylinae) und der eigentlichen Eisvögel (Alcedininae) ist gerade und verläuft vorne spitz zu. Die der Jägerlieste (Dacelo) ist eher breit und nicht so lang und zum Zerquetschen ihrer Beutetiere (kleine Säugetiere und Reptilien) geeignet. Eine Besonderheit ist der Hakenliest (Melidora macrorrhina), der auf Beute unter der Erde spezialisiert ist, und dementsprechend einen Schnabel mit einer hakenähnlichen Spitze aufweist. Der Froschschnabelliest (Clytoceyx rex) durchwühlt mit seinem kraftvollen, kurzen und breiten Schnabel das Erdreich nach Regenwürmern. Die Größe variiert stark – vom kleinen, zehn Zentimeter langen und etwa zehn Gramm schweren Zwergfischer (Corythornis lecontei) bis zu über 40 Zentimeter langen und 400 Gramm schweren Arten wie dem Afrikanischen Riesenfischer (Ceryle maxima) oder dem Lachenden Hans (Dacelo novaeguinaeae).

Die meisten Arten leben in den Tropen Afrikas, Asiens und Australiens. In Europa ist nur eine Art heimisch, der Eisvogel (Alcedo atthis).

Früher wurden die Eisvögel zur Ordnung der Rackenvögel (Coraciiformes) gestellt. Als Ergebnis neuer Forschungen wurde aber die Ordnung Eisvogelartige (Alcediniformes) gebildet, zu der sie heute gezählt werden.

Eisvögel leben sowohl im Wald als auch am Wasser. Der Lachende Hans, mit 45 cm der weltgrößte Eisvogel, ist ein Waldvogel Australiens. Demgegenüber lebt der Europäische Eisvogel am Wasser.

Eisvögel, die am Wasser leben, jagen kleine Fische durch Tauchflüge. Sie ernähren sich auch durch Frösche und Insekten. Wald-Eisvögel fressen Reptilien.

Inhaltsverzeichnis

Gattungen und Arten

Unterfamilie Eigentliche Eisvögel (Alcedininae)

Unterfamilie Lieste (Halcyoninae)

Unterfamilie Fischereisvögel (Cerylinae)

Interne Systematik

Die Phylogenie der Eisvögel (Alcedinidae) wurde durch den Vergleich mitochrialer und nuklearer DNAsequenzen von 38 repräsentativen Arten rekonstruiert. So haben die australische Region und die pazifischen Inseln zwar die höchste Populationsdichte, aber die Vielfältigkeit der Arten reflektiert keine lange Geschichte in der Region. Trotzdem wird die hohe Dichte und Verbreitung in Australien eher auf relativ frühe Auswanderungen von Südasien zurückgeführt. So liegt die bevorzugte Erklärung für den Ursprung der Neuen Welt Taxa in zwei versprengten Ereignissen in der Alten Welt. Innerhalb der Gattung Halcyon ist die Phylogenie gut erforscht und erlaubt Einblicke in allgemeine Beziehungen. Demnach unterstützt sie die Trennung von Todiramphus und Halcyon. Außerdem sind Todiramphus und Syma genauso Schwestergattungen wie Halcyon und Pelargopsis. Somit ist die Vereinigung oder Beibehaltung dieser Gruppen eine eher subjektive Entscheidung. Die geläufigen Begrenzungen zwischen Ceyx und Alcedo scheinen der Untersuchung zufolge keine natürlichen Gruppen darzustellen, wobei die Beziehungen innerhalb der Alcedinidae noch nicht vollständig aufgeklärt sind. [1]

Mythologie

In der griechischen Mythologie wurden die fünfzig Töchter des zypriotischen Königs Kinyras in Eisvögel verwandelt. Der Eisvogel war mit dem Meer verbunden und beherrschte die Halykonischen Tage vor dem Beginn der Herbststürme.

Einzelnachweise

  1. http://www.bioone.org/perlserv/?request=get-document&doi=10.1642%2F0004-8038(2006)123%5B487%3AAMPOKA%5D2.0.CO%3B2

Weblinks

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Wikipedia
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