Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Eierlegende Wollmilchsau
Aus Kefk.
| Dieser Artikel oder Abschnitt ist nicht oder unzureichend durch Quellenangaben (Literatur, Webseiten usw.) belegt worden, wodurch den fraglichen Inhalten eine Löschung droht. Bitte hilf der Wikipedia, indem du gute Belege für die Informationen nennst. |
Die eierlegende Wollmilchsau ist ein umgangssprachlicher Begriff, der auf Personen und Sachen Anwendung findet, denen besonders vielseitige Fähigkeiten zugeschrieben werden. Der Begriff findet meist in modernen Berufen und Branchen wie Computer- und Telekommunikationstechnologien Anwendung.
Inhaltsverzeichnis |
Begriffserklärung
Die eierlegende Wollmilchsau ist eine metaphorisch-idiomatische Bezeichnung für jemanden oder etwas, der/die extrem vielseitig ist, so wie es ein Nutztier wäre, das die Fähigkeiten einer Kuh (Milch geben), eines Schafs (Wolle produzieren), eines Huhns (Eier legen) und den Nutzen eines Schweins (Fleisch) in sich vereint.
Nur selten wird der Ausdruck aber tatsächlich anerkennend für ein Multitalent verwendet, sondern meist ironisch. Es wird damit angezweifelt, ob die versprochene oder gefordere Kombination von Eigenschaften sinnvoll oder überhaupt möglich ist.
Beispiele
- Smartphones sollen Mobiltelefon, Organizer und mobiles Büro in sich vereinen, zumindest die frühen Modelle waren aber technisch unzuverlässig, schwerfällig zu bedienen, und erfüllten keine der Funktionen zufriedenstellend.
- Große Softwarepakete oder betriebliche Verwaltungssoftware werden oft mit dem Anspruch maximaler Flexibilität verkauft, dabei nutzen aber die meisten Anwender nur einen winzigen Bruchteil der Funktionen und die Konfiguration erfordert enormes Spezialwissen.
- In Stellenausschreibungen werden manchmal Mitarbeiter mit Studienabschluss, vielfältigen Fremdsprachenkenntnissen und langjähriger Berufserfahrung gesucht, die kreativ, gewissenhaft, führungsstark und teamorientiert sowie nicht älter als 30 sind.
Herkunft
Der Ursprung des Ausdrucks liegt möglicherweise im scherzhaften Umgang mit landwirtschaftlichen Zuchtzielen oder in der Konstruktion von Fabeltieren wie dem Wolpertinger. Seit Beginn des 20. Jahrhundert ist das Wort Bestandteil des Armeejargons, vermutlich im Zusammenhang mit den immer besser werdenden technischen Entwicklungen, die immer effektivere Geräte und Waffen ermöglichten. Eine Bedeutung im Sinne von "Auch ein Tank kann nicht alles" ist wahrscheinlich.
Als Karikatur
- Die eierlegende Wollmilchsau wurde auch in Form einer Karikatur zu einem Vertrag des deutschen Reichskanzlers Otto von Bismarck in einer Tageszeitung verwendet. Hintergrund waren Vertragsklauseln, welche unter normalen Umständen nicht erfüllt werden konnten.
- Als moderne Karikatur findet sich ein ungewöhnliches Tier mit einem Schweinskopf auf einem Schafskörper, mit einem Euter, Entenfüßen und einem Federschweif, das gerade ein Ei legt, welches zerbricht und je nach Thema ein Produkt zeigt.
