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Eger (Ungarn)
Aus Kefk.
| Wappen | Karte |
|---|---|
| Bild:EgerWappen.jpg | Bild:Eger.png |
| Basisdaten | |
| Staat: | Ungarn |
| Region: | Nord-Ungarn (Észak-Magyarország) |
| Komitat: | Heves |
| Kleingebiet | Eger |
| Geografische Lage: | Koordinaten: 47° 54' N, 20° 22' O47° 54' N, 20° 22' O |
| Höhe: | 180 m ü. NN |
| Fläche: | 107,44 km² |
| Einwohner: | 56.317 (2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 537,5 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | H-3300, 3301 |
| Vorwahl: | 36 |
| Stadtgliederung: | 21 Stadtbezirke |
| Website: | Homepage der Stadt |
| Politik | |
| Bürgermeister: | László Habis (Egri Lokálpatrióta Egylet) |
Eger [ˈɛgɛr] (dt.: Erlau, serb. und kroat.: Jegar oder Jegra, tsch.: Jager, slowak.: Jáger, pol.: Jagier, türk.: Eğri, Latein: Agria) ist eine Stadt im Norden Ungarns mit ca. 56.000 Einwohnern. Es ist eine der ältesten Stadtgründungen Ungarns und der Komitatssitz des Komitats Heves.
Bekannt ist Eger durch die großen Weinanbaugebiete in der Umgebung, die neben anderen Weinsorten auch den bekannten Rotwein Erlauer Stierblut (Egri bikavér) hervorbringen. In der Stadt gibt es zahlreiche Weinstuben und traditionelle, teils unterirdische, Weinkeller. Das Stadtbild ist außerdem geprägt durch barocke Bauten, das Minarett aus der Zeit der osmanischen Herrschaft, die mittelalterliche Burg und durch die Basilika, die nach der in Esztergom die zweitgrößte in Ungarn ist.
Ferner ist Eger für seine Thermalquelle und das Thermalbad bekannt. Das Thermalbad befindet sich direkt neben dem große Stadtpark und ist für Jung und Alt geeignet. Es gibt Becken mit unterschiedlichen Wasserarten und –temperaturen. Im Sommer ist das Bad sehr gut besucht. Eger hat durch die Thermalquellen immer schon einen Bezug zum Baden und zum Wassersport. Die Förderung von möglichen Talenten beginnt schon im Schulalter und wird durch den Stundenplan unterstützt. Eger hat eine der stärksten Wasserpolo Mannschaften im Land und die verschiedenen Schimmteams erringen oft hohe Medailienplätze.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Die Gebiete von Eger sind seit der Steinzeit bewohnt. Zuerst lebten hier germanische und slawische Stämme. Im 10. Jahrhundert begannen Ungarn hier zu siedeln. Bereits Anfang des 11. Jahrhunderts wurde Eger von dem ersten König von Ungarn, Stephan I. zum Bischofssitz ernannt. Das damals errichtete Gebäude, das heutzutage bedaurlicherweise nicht mehr existiert, stand auf dem heutigen Burgberg, von da aus wuchs die Ortschaft über die Jahren. Eger war also von Anfang an ein wichtiges Religionszentrum.
1241 wurde Eger von den Mongolen vollständig zerstört und die meisten Einwohner getötet.
Während der Regierungszeit von Matthias Hunyadi im 15. Jahrhundert erlebte die Stadt, sowie ganz Ungarn ihre Renaissance.
Zur Zeit der Türkenkriege war die Stadt immer wieder Angriffen ausgesetzt. Im Jahr 1552 konnte ein kleines Heer (weniger als 2100 Mitbewohner und Soldaten unter der Führung von István Dobó) die Stadt noch vor einer riesigen osmanischen Übermacht verteidigen (beschrieben u.a. in dem Roman "Egri Csillagok/Sterne von Eger" von Géza Gárdonyi). Es war die erste große Niederlage der Türken, und Europa atmete bereits erleichtert auf.
1596 wurde Eger jedoch eingenommen und blieb 91 Jahre unter osmanischer Herrschaft. In dieser Zeit entstanden Moscheen und Bäder – das heute noch erhaltene Minarett gilt als das nördlichste historische Bauwerk der Osmanen.
Als die türkischen Heere später Wien attackierten, beschlossen die Habsburger, die Osmanen aus Europa zu vertreiben. Unter der Führung Karl Lothringens wurde Eger 1687 zurückerobert (Bis 1701 eroberten die österreichischen-ungarischen Armeen fast ganz Ungarn zurück).
Ihre Blütezeit erlebte die Stadt ab Mitte des 18. Jahrhunderts, als die heute so bezeichnenden Barockgebäude errichtet wurden.
Während des 19. Jahrhunderts wurde die Stadt von mehreren Bränden und Epidemien (Cholera) heimgesucht.
1804 wurde die Stadt zum Erzbischofssitz ernannt.
Partnerstädte
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(Deutschland)
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(Russland)
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(Gyergyószentmiklós, Rumänien)
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(Kuttenberg, Tschechien)
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(Frankreich)
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(Türkei)
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(Finnland)
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(Prömsel, Polen)
Klima
| Monat | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | Ganzes Jahr |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Durchschnittstemperatur (°C) | 0,9 | 3,7 | 10,1 | 15,9 | 21,6 | 25 | 27,3 | 26,6 | 22,3 | 15,6 | 7,7 | 3,1 | 15 |
| Minimale Durchschnittstemperatur (°C) | -5,7 | -4,5 | -0,2 | 4,3 | 9,7 | 12,5 | 13,9 | 13,4 | 9,6 | 4,5 | 0,5 | -3 | |
| Niederschlag (mm) | 30 | 28 | 35 | 48 | 64 | 77 | 63 | 59 | 45 | 49 | 50 | 42 | 590 |
Stadtteile
- Almagyar - der eleganteste Stadtteil mit einigen Gebäuden der Esterházy-Hochschule.
- Almár - der nördlichste Stadtteil mit Wochenendshäusern.
- Belváros (Innenstadt) - Barockstadtteil mit der berühmten Esterházy-Hochschule.
- Wohnsiedlung Berva - Dieser Stadtteil wurde für die Industriearbeiter der Gegend errichtet.
- Cifra hóstya - Nördlich vom Zentrum, mit sehr vielen engen Straßen.
- Érsekkert (Erzbischofsgarten) - Der größte Park der Stadt mit Schwimmhallen und Sportanlagen.
- Felnémet - Bis dem letzten Jahrhundert war Felnémet ein Vorort von Eger, dann an die Stadt geschlossen. Ihr dörfliches Aussehen hat der Stadtteil bewahren.
- Felsőváros (Oberstadt)- Hauptsächlich mit Blockhäusern.
- Hajdúhegy (Hajdúberg) - Gartenstadt.
- Hatvani hóstya
- Ipari Park (Industriepark) - Unternehmen und Einkaufszentren.
- Károlyváros (Karlstadt) - Der größte Stadtteil, der westlich vom Zentrum zu finden ist.
- Lajosváros (Ludwigstadt)
- Maklári hóstya - Tihamér
- Pásztor-völgy (Schäferthal) - Neuer, gartenstädtlicher Bezirk.
- Rác hóstya
- Szépasszonyvölgy (Schönfrauenthal) - Der bekannteste Stadtteil mit sehr vielen Weinkellern.
- Tetemvár (Leichenburg) - Seinen Namen kann der Stadtteil dem verdanken, dass die türkischen Opfer der 1552 Belagerung hier begraben werden sein sollen.
- Vár (Burg) - der historische Stadtteil.
- Vécsey-völgy (Vécseythal)
Wichtigere Sehenswürdigkeiten
- Basilika
- Die Burg und das István-Dobó-Museum
- das Minarett (von den Zeiten der türkischen Eroberung)
- Sankt-Antonius-Kirche
- Dobó Platz
- Aladár-Bitskey-Schwimmhalle
- die Barockgebäude der Kossuth-Straße
- Szépasszonyvölgy (Schönfrauenthal) - mit den Weinkellern
- Rác Kirche
- Karl-Eszterházy-Hochschule
- Fazola Tor
- Galerie
Medien
Fernsehsender
- Eger Városi Televízió (Stadtfernsehen Eger)
- Líceum TV
Radiosender
- Szent István Rádió (Katholisches Radio)
- Rádió Eger
- Rádió 1 (FM 101,9)
Presse
- Heves Megyei Hírlap (Nachrichten)
- Egri Est (Programmheft für Jugendliche)
- Royal Club - Komitat Heves
- aPart magazin
Sportvereine
- Amerikanischer Fußball: Eger Heroes
- Baseball: Egri csillagok - die Sterne von Eger (NB-II.)
- Handball: SHS Eger SE
- Basketball: Vitai-Eger Fekete Sasok - Vitai-Eger Schwarze Adler (Gruppe B)
- Volleyball: Agria RC Eger (NB1/B, Frauen)
- Wasserball: Brendon-ZF Eger (Erstligist und Teilnehmer in der Gruppenphase der EuroLeague 2006/2007).
- Floorball: Mecman Eger Innebandy SE
Weblinks
- Interaktiver Online-Stadtplan
- Internetseite der Stadt auf Englisch und Ungarisch
- Luftaufnahmen von Eger
- Thermal- und Hallenbad
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