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Effizienzlohn
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Unter einem Effizienzlohn versteht man in der Volkswirtschaftslehre einen Lohn, der oberhalb des Gleichgewichtsniveaus liegt und den ein Arbeitgeber freiwillig bezahlt, um die Arbeitsproduktivität zu erhöhen.
Es gibt mehrere Gründe, warum Arbeitgeber Effizienzlöhne zahlen sollten:
- Höhere Löhne verringern den Anreiz, den ein Arbeitsplatzwechsel für den Arbeitnehmer hat. Eine Arbeitsplatzwechsel erhöht jedoch die Kosten (sog. Fluktuationskosten) des Arbeitgebers (Einarbeitung eines Nachfolgers, ...), ist daher nicht wünschenswert.
- Höhere Löhne erhöhen den Gesundheitszustand der Arbeitnehmer, da sie sich bessere Erholung, hochwertigere Nahrung und eine bessere Gesundheitsversorgung leisten können. Gesunde Arbeitnehmer erhöhen die Produktivität.
- Höhere Löhne erhöhen die Motivation und steigern dadurch ebenfalls die Produktivität.
- Höhere Löhne ermöglichen bessere Bildung.
- Höhere Löhne üben eine Anziehungskraft auf hochqualifizierte Arbeitnehmer aus.
Wie Mindestlöhne sorgen Effizienzlöhne jedoch durch die Abweichung vom Gleichgewichtsniveau theoretisch für einen Anstieg der Arbeitslosigkeit.
Literatur
- Franz, W., (2005): Arbeitsmarktökonomik, Springer, 5. Auflage, Berlin
- Shapiro, C. und J. E. Stiglitz (1984): Equilibrium Unemployment as a Worker Disciplin Device, American Economic Review, Band 74, S. 433-444.
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