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Edward Seymour, 1. Herzog von Somerset

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Edward Seymour
Edward Seymour

Edward Seymour, 1. Herzog von Somerset (* um 1500; † 22. Januar 1552 in London) war ein englischer Staatsmann.

Edward war der Sohn von Sir John Seymour und Margaret Wentworth. Er erhielt bei der Vermählung Heinrichs VIII. mit seiner Schwester Jane Seymour 1536 den Titel eines Viscount of Beauchamp, wurde 1537 zum Earl of Hertford ernannt, kämpfte 1544 in Schottland, verwüstete Leith und Edinburgh und folgte darauf dem König nach Frankreich, wo er Boulogne erobern half.

1547 ernannte ihn Heinrich VIII. zu einem der Geheimräte, die während der Minderjährigkeit des jungen Eduard VI., seines Neffen, die Regierung führen sollten. Gleich in den ersten Sitzungen des Geheimen Rats nach Heinrichs Tod ließ sich aber Hertford zum Protektor des Königreichs und zum Herzog von Somerset erheben und zugleich durch ein Patent des jungen Königs die volle Regierungsgewalt übertragen.

Seymour benutzte seine Macht zunächst, um unter Cranmers Leitung die Kirchenreformation durchzuführen. Dann unternahm er im August 1547 einen abermaligen Feldzug nach Schottland und brachte den Schotten am 10. September die Niederlage bei Pinkey bei.

Nach seiner Rückkehr ließ er vom Parlament alle blutigen Gesetze Heinrichs VIII. aufheben. Gleichwohl bildete sich allmählich eine Partei gegen ihn, an deren Spitze die Grafen Southampton und John Dudley, Graf von Warwick, später Herzog von Northumberland, standen. Diesen Gegnern gelang es infolge des Mißvergnügens über des Protektors kirchliche Reformen und den Krieg mit Frankreich, in welchen sein schottischer Feldzug die Nation verwickelte, den Herzog zu stürzen: der Geheime Rat entschied sich gegen ihn, und Somerset wurde gefangen gesetzt.

Im November 1549 wurde seine Sache vor das Parlament gebracht, doch verurteilte ihn dieses bloß zu einer Geldstrafe. Darauf trat Somerset wieder in den Rat ein; aber seine alte Macht erlangte er nicht wieder, und seine Zerwürfnisse mit Warwick dauerten trotz einer zwischen beiden geschlossenen Familienverbindung fort. Nachdem sich Warwick des Königs bemächtigt und die Staatsgewalt an sich gerissen, ließ er Somerset am 16. Oktober 1551 verhaften und beschuldigte ihn, ihm nach dem Leben getrachtet und verräterische Anschläge auf die Staatsgewalt gemacht zu haben.

Von der Anklage des Verrats freigesprochen, aber wegen Felonie verurteilt, da er einen Vasallen des Königs habe ermorden wollen, wurde Somerset 22. Januar 1552 auf Tower Hill enthauptet. Der Titel Herzog von Somerset erlosch darauf; seine übrigen Titel und Güter hatte Somerset auf seine Kinder zweiter Ehe übertragen lassen, nach deren Aussterben erst die Nachkommenschaft aus erster Ehe folgen sollte.

Siehe auch: Somerset (Adelstitel), Seymour

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