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Ebonit

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Ebonit ist aus Naturkautschuk und Schwefel gewonnener besonders harter Gummi. Der Name spielt auf Ebenholz (engl. ebony) an.

Verwendung

Verwendung findet Ebonit hauptsächlich für Mundstücke für Musikinstrumente und Tabakspfeifen, für Klaviertasten, aber auch für Schmuckstücke und Kämme. Mundstücke guter Blasinstrumente und Pfeifen sind oft aus hochwertigem Ebonit, da diese im Vergleich zu dem ansonsten verwendeten Acryl einen angenehmeren (weicheren) "Biss" haben. Früher wurde es auch für die Herstellung von Schreibgeräten und Tintenleitern (von Füllfederhaltern) verwendet. Da es mit der Zeit brüchig werden kann, wird es seit den 1960er Jahren weitgehend von thermoplastischen Kunststoffen, welche billiger und leichter zu verarbeiten sind, abgelöst.

Eigenschaften

Obwohl es weicher als Phenolharze (Phenoplast, Bakelit) ist, ist Ebonit aufgrund seines sehr dichten Aufbaus extrem resistent gegen chemischen Angriff und generell sehr stabil.

Herstellung

Zur Herstellung von Ebonit kann man nur Kautschuke mit vielen C=C-Doppelbindungen verwenden.

Ein Naturkautschuk-Schwefelgemisch wird im Ofen erhitzt. Der geschmolzene Kautschuk wird dann in eine metallene Form gegossen und während 15 Minuten bei 100 bis 200 Grad erhitzt. Danach wird die Form entfernt und der Inhalt wird im Ofen erneut etwa eineinhalb Tage erhitzt. So können der Naturkautschuk und der Schwefel vollständig miteinander reagieren. Durch diesen Vorgang erhält das Ebonit auch seine erwähnte hohe Dichte.

Die Schwefelmengen zur Herstellung von Ebonit liegen zwischen 25 und 80, meist zwischen 30 und 40 Gewichtsteilen Schwefel auf 100 Teile Kautschuk.

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