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Eberhard August Wilhelm von Zimmermann
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Eberhard August Wilhelm von Zimmermann (* 17. August 1743 in Uelzen; † 4. Juli 1815 in Braunschweig) war Geograph, Biologe und Philosoph.
Zimmermann studierte von 1761 bis 1765 an mehreren Universitäten, in Leiden, Halle und Göttingen (vielleicht auch in Berlin, bei Leonhard Euler, 1707 - 1783) Naturgeschichte (Medizin), Philosophie, Mathematik und Geographie. In Göttingen schloss Zimmermann sein Studium mit einer mathematischen Veröffentlichung aus dem Bereich der Kurvendiskussion ab.
Zimmermann lehrte ab 1766 am Collegium Carolinum in Braunschweig als Professor für Mathematik, Physik und Naturgeschichte. Zimmermann publizierte einige naturwissenschaftliche Arbeiten, darunter die vielbeachtete “Geographische Geschichte des Menschen und der allgemein verbreiteten vierfüßigen Thiere ...” (in 3 Bänden, 1778 - 1783) durch die er allgemein bekannt wurde. 1778 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften (und später von anderen Akademien) ernannt. 1796 wurde er in den Reichsadelsstand erhoben. Ab 1801 wurde Zimmermann von seinen Lehrverpflichtungen entbunden, damit er sich voll seinen publizistischen Arbeiten widmen konnte.
Zu seinen Schülern zählten unter anderem die Mathematiker Karl Friedrich Gauß, Johann Martin Christian Bartels (1769 - 1836), Johann Josef Anton Ide (17775 - 1806), der Astronom August Heinrich Christian Gelpke sowie der Entomologe und Ornithologe Johann Karl Wilhelm Illiger (1775 - 1812).
Zimmermann unternahm Reisen durch Livland, Russland, Schweden, und Dänemark, hat die Reisen aber wohl nicht zum Studium der Verbreitung der Säugetiere genutzt. Sie dienten jedoch zur Durchführung naturwissenschaftlicher Messungen und Experimente. 1775 nahm er mit Hilfe eines speziellen Barometers während einer Harzreise u.a. eine Höhenmessung des Brockens vor. Weitere Reisen führten ihn nach England, Frankreich, Italien und die Schweiz um sich über die wirtschaftlichen Verhältnisse und natürlichen Ressourcen zu informieren.
Zimmermann publizierte viele geographische Arbeiten und Reisebeschreibungen. Er betätigte sich als Übersetzer und Herausgeber der Werke anderer Autoren. Eine Liste seiner Publikationen ist zu finden in: Petra Feuerstein-Herz (2006): Der Elefant der Neuen Welt, Dt. Apotheker Verl., Stuttgart.
1806 bis 1807 verbrachte Zimmermann in dem damals zum Königreich Dänemark gehörenden Altona. Zimmermann starb nach längerer Krankheit am 4. Juli 1815 in Braunschweig.
Zimmermann gilt als ein wesentlicher Begründer der Tiergeographie, der insbesondere auf den Arbeiten von George Louis Leclerc de Buffon (1701 - 1777) aufbaute. Zimmermann kann als Vertreter der Übergangszeit von der klassischen Naturgeschichte zur “Biologie” als eigenständige Wissenschaft vom Leben gelten.
Werke
- Geographische Geschichte des Menschen und der vierfüßigen Tiere, Leipzig 1778-83, 3 Bde.
- Über die Kompressibilität und Elastizität des Wassers, Leipzig 1779
- Frankreich und die Freistaaten von Nordamerika, Bd. 1, Berlin 1795
- Allgemeine Übersicht Frankreichs von Franz I bis auf Ludwig XVI., Berlin 1800, (Bd. 2 von Frankreich und die Freystaaten von 1795)
- Taschenbuch der Reisen, Leipzig 1802-13, 12 Jahrgänge
- Die Erde und ihre Bewohner, Leipzig 1810-15, 5 Bde.
- Literatur von und über Eberhard August Wilhelm von Zimmermann im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Zimmermann, Eberhard August Wilhelm von |
| KURZBESCHREIBUNG | Geograph, Naturhistoriker und Philosoph |
| GEBURTSDATUM | 17. August 1743 |
| GEBURTSORT | Uelzen |
| STERBEDATUM | 4. Juli1815 |
| STERBEORT | Braunschweig |
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