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Earl Bostic
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Eugene Earl Bostic (* 25. April 1913 in Tulsa, Oklahoma; † 28. Oktober 1965 in Rochester, New York State) war ein US-amerikanischer Altsaxophonist, Arrangeur und Komponist im Jazz und später im Rhythm and Blues und der Tanzmusik.
Am bekanntesten war Bostic für seinen markanten Alt-Saxophon-Sound. Er spielte daneben allerdings auch noch Tenor-Saxophon, Flöte und Klarinette. Der romantische, aber auch zupackende Klang der Bostic-Band, üblicherweise in der Besetzung Gene Redd, Vibraphon, Fletcher Smith, Piano, Margo Gibson, Bass, Charles Walton, Schlagzeug und Alan Seltzer, Gitarre sowie Earl Bostic auf dem Alt-Saxophon war einer der grossen, unverkennbaren Sounds sowohl des Jazz wie auch des Rhythm and Blues. Seine Plattenaufnahmen waren in den 50er-Jahren "Dauerbrenner" in den Musikautomaten.
Bostic genoss eine elementare Ausbildung als Musiker und erhielt von der Xavier Universität (New Orleans, Louisiana) gar eine Auszeichnung in Musik-Theorie. Er zog 1938 nach New York und gründete eine Jazz-Combo. In den frühen 40er-Jahren spiele er in der Band von Lionel Hampton. 1945 verließ er Hampton, gründete erneut eine Combo, mit welcher er für das Label "Majestic" einige Aufnahmen machte. Der große Erfolg blieb allerdings aus, bis er 1948 bei "Gotham" in New York einen Vertrag abschloss. Mit "Temptation" hatte er unmittelbar Erfolg (US R&B-Charts Nr. 10).
Im Laufe der 50er-Jahre spielte Bostic überaus produktiv für die "King-Records" aus Cincinnati, wo er zwei sehr erfolgreiche Singles herausbrachte: "Sleep" (US R&B Nr. 6) und 1951 seinen größten Erfolg "Flamingo" (US R&B Nummer 1!). Die samtig weiche und dennoch kecke Interpretation des letzteren wurde zu seinem Markenzeichen. In der 60er-Jahren nahm er für "King" etliche Alben auf, welche sich zunehmend in Richtung des Soul-Jazz vorwagten.
Bei Joachim-Ernst Berendt ist zu lesen: „Ein Neger (sic!) bemüht sich, die avantgardistischen Experimente der Cool Jazz-Musiker im allgemeinen und von Lee Konitz im besonderen mit dem zu verknüpfen, was so wichtig in der Jazzmusik ist: der Tradition. Es ist ein Musiker, der charakteristischerweise in Harlem besonders geschätzt wird: Earl Bostic. Die Neger haben Charlie Parker längst vergessen und meinen, dass Earl das Altsaxophon der Zukunft spiele. Jump-Bop nennen sie seinen rauhen und fast "rohen" Stil; eine Verbindung von Harlem Jump und Bebop...“
Am 28. Oktober 1965 erlag er einem schweren Herzinfarkt während eines Auftritts in Rochester, NY.
Musikbeispiele können unter http://www.artistdirect.com/nad/music/artist/card/0,,406645,00.html gehört werden
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bostic, Eugene Earl |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Altsaxophonist und Komponist |
| GEBURTSDATUM | 25. April 1913 |
| GEBURTSORT | Tulsa, Oklahoma |
| STERBEDATUM | 28. Oktober 1965 |
| STERBEORT | Rochester, New York State |
