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Dust Bowl

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Dust Bowl (Staubschüssel) wurden in der Zeit der Weltwirtschaftskrise („Great Depression“) in den USA Teile der Großen Ebenen („Great Plains“) genannt, die in den 1930er Jahren, besonders in den Jahren 1935 bis 1938, von verheerenden Staubstürmen betroffen waren. Durch Rodung des Präriegrases zur Urbarmachung für landwirtschaftliche Nutzung hatten jahrelange Dürren fatale Auswirkungen. Die tiefen Wurzeln des Präriegrases, dessen Halme den Staub auffingen, hatten die oberen Bodenschichten vor Erosion bewahrt, die nun massiv einsetzte. Durch Trockenheit und Staubstürme wurden die Ernten vernichtet und die Menschen in ihren Häusern regelrecht eingeweht.

Viele Farmer mussten ihren Boden verlassen, weil ihre finanziellen Ressourcen aufgebraucht waren. Sie suchten oft in anderen Regionen der USA nach Arbeit, vor allem in der landwirtschaftlichen Produktion in Kalifornien. Hier traten sie in Konkurrenz zu anderen Wanderarbeitern. Die USA war damals von der Weltwirtschaftskrise wirtschaftlich stark angeschlagen und verzeichnete eine enorm hohe Arbeitslosigkeit.

Eines der von der Dürre am schwersten betroffenen Gebiete war der Bundesstaat Oklahoma. 15 % der Bewohner verließen den Staat. Die Auswanderer wurden als "Okies" bekannt, was zum Synonym für alle Flüchtlinge vor der Naturkatastrophe wurde.

Als Reaktion auf die Ereignisse wurde von der US-Regierung der Soil Conservation Service, heute Natural Resources Conservation Service gegründet, der sich um die Bewahrung von Naturressourcen kümmert.

Auch in der Kultur hinterließen die großen Staubstürme markante Spuren. Im Roman "Früchte des Zorns" von John Steinbeck wird die Migration der Farmer nach Kalifornien beschrieben (1939). Schon ein Jahr später folgte aufgrund der Aktualität die Verfilmung. In Kalifornien wurde der Roman wegen seiner starken Sozialkritik jedoch für einige Zeit verboten. Der Folksänger Woody Guthrie beschrieb das soziale Elend der "Okies" in seinen Songs. Die Dokumentarfotografin Dorothea Lange portraitierte die verarmten Flüchtlinge und machte so das Ausmaß des Elends für alle Nichtbetroffenen deutlich. Die amerikanische Fernsehserie Carnivàle (2003–2005) verwendet den Dust Bowl und seine Stürme als visuell markanten Hintergrund für die Schilderung einer Auseinandersetzung von Gut und Böse.

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