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Documenta III

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Nach dem großen Erfolg der documenta 1 und der documenta II, war die Institutionalisierung der documenta als internationale Ausstellungsreihe für zeitgenössische Kunst nur folgerichtig. Turnusmäßig war die III. documenta für das Jahr 1963 (im vierjährigen Rhythmus) vorgesehen. Streit über organisatorische (und Macht-) Fragen innerhalb der Trägergesellschaft documenta GmbH (das Land Hessen war mittlerweile Mitgesellschafter geworden) und der Wunsch Arnold Bodes das Schloss Wilhelmshöhe in die Ausstellung mit einzubeziehen (dessen Restaurierung sich verzögerte) führten dazu, dass eine Realisierung der III. documenta 1963 nicht mehr möglich war.

Die III. documenta. Internationale Ausstellung wurde letztmalig unter der alleinigen Leitung des Duos Arnold Bode und Werner Haftmann vom 27. Juni bis 5. Oktober 1964 in Kassel inszeniert. Der Untertitel „Internationale Ausstellung“ zeigte, dass sich diese vom „Dokumentationscharakter“ ihrer beiden Vorgängerinnen verabschieden wollte.

Es gab Befürchtungen , dass die III. documenta neben der parallel stattfindenden Biennale von Venedig verblassen könnte und dies auch Auswirkungen auf die Besucheranzahl haben könnte. Beide Annahmen waren falsch. Die documenta behauptete sich klar und fortan gefestigt als die wesentlichere der beiden internationalen Kunstausstellungen und verzeichnete mit 200.000 Besuchern eine erneuten Rekord.

Inhaltsverzeichnis

Ausstellungsorte

Das bewährte Museum Fridericianum und die Ruine der Orangerie und das Freigelände um die Orangerie herum waren wiederum Zentrum der Ausstellung. Erstmals wurde die Galerie an der Schönen Aussicht, die heutige Neue Galerie als Ausstellungsort einbezogen.

Die Kunstwerke

Werner Haftmann widmete die III. documenta ganz dem (großen) Künstler und dem (bedeutenden) Werk. Jüngeren Entwicklungen in der Kunst wurde ein Chance gegeben, z.B. wurden die Anfänge der Pop-Art ausgestellt.

In bleibender Erinnerung bleiben vor allem zwei Abteilungen der 3. documenta:

In der Galerie an der schönen Aussicht ließ Werner Haftmann im Erdgeschoß Handzeichnungen aus 80 Jahren Kunstgeschichte und im Obergeschoß ausgewählte Werke großer Künstler in 26 „Meisterkabinetten“ ausstellen. Insbesondere die Zusammenstellung der Handzeichnungen gilt als bedeutende kunsthistorische Inszenierung.

Spektakulär hingegen war die Ausstellungsabteilung „Licht und Bewegung“. Hier konnte die Kinetische Kunst das Publikum erstaunen. In dieser Abteilung wurde Künstlern wie Jean Tinguely und Harry Kramer mit seinen „Automobilen Skulpturen“ und ZERO-Künstlern wie Günther Uecker, Heinz Mack und Otto Piene eine vielbeachtete Darstellungsmöglichkeit gegeben.

Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler

Quellen und Literatur

  • documenta III. Internationale Ausstellung; Katalog: Band 1: Malerei und Skulptur; Band 2: Handzeichnungen; Industrial Design, Graphik; Kassel/Köln 1964
  • Glasmeier, Michael / Stengel, Karin (Hrsg.): 50 Jahre/Years documenta 1955–2005; 2 Bände: Diskrete Energien / archive in motion; Kassel 2005, ISBN 3-86521-146-1
  • Kulturamt der Stadt Kassel/documenta Archiv (Hrsg.) / CIS GmbH (Prod.); CD: Documenta 1-9 – Ein Focus auf vier Jahrzehnte Ausstellungsgeschichte / Profiling four decades of exhibition history - 1955-1992; Kassel/Würzburg 1997, ISBN 3-8932-2934-5

Weblinks

Wikipedia
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